Ölpreise geben wieder nach

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gefallen. Nachdem sie sich bis zum frühen Nachmittag hatten stabilisieren können, knüpften sie zuletzt wieder an die starken Verluste der Vorwoche an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am späten Nachmittag 62,01 US-Dollar und damit 58 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im März fiel um 73 Cent auf 58,56 Dollar (Dollarkurs).

Nach wie vor steht die rekordhohe Ölförderung in den USA im Fokus der Anleger. Experten schließen einen weiteren Rückgang der Ölpreise nicht aus. Aktuell wird die Sorge vor einer zu hohen US-Fördermenge durch eine Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) gestützt.

"Der Anstieg der Produktion außerhalb der Opec, angeführt von den USA, wird wahrscheinlich stärker zulegen als die Nachfrage", hieß es in dem Monatsbericht für Februar, den die IEA am Dienstag veröffentlichte. Zuletzt war die amerikanische Fördermenge erstmals über die Marke von 10 Millionen Barrel pro Tag gestiegen und erreichte ein Rekordhoch von 10,25 Millionen Barrel.

Generell sieht die IEA die Ölpreise zu Beginn des Jahres anfälliger für Rückschläge als in den Monaten zuvor. In der vergangenen Woche hatten die Ölpreise um etwa 10 Prozent nachgegeben, nachdem sich die Stimmung an den Aktienmärkten erheblich eingetrübt hatte. Riskante Anlagen, zu denen auch Rohöl zählt, waren erheblich unter Druck geraten. /jkr/jsl/he

Quelle: dpa-AFX