IG Metall Küste setzt Warnstreiks bei Airbus und Werften fort

HAMBURG (dpa-AFX) - Am dritten und letzten Tag der 24-Stunden-Warnstreiks nimmt die IG Metall Küste den Flugzeugbauer Airbus und die Werften in Norddeutschland ins Visier. Am Freitag sollen mehrere Airbus-Werke in Hamburg, Bremen und Niedersachsen sowie Zulieferer bestreikt werden. Außerdem werden die Metaller auf den Werften TKMS in Kiel, Neptun in Rostock und Meyer in Papenburg die Arbeit für 24 Stunden niederlegen. Insgesamt sind an der Küste 14 Betriebe mit 30 000 Beschäftigten zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Damit erreicht die Warnstreikwelle im Norden ihren vorläufigen Höhepunkt. Erstmals wird auch Mecklenburg-Vorpommern einbezogen, wo neben der Neptun-Werft auch Caterpillar (Caterpillar Aktie) in Rostock bestreikt wird. Bereits an den beiden Vortagen hatte die IG Metall Küste 20 000 Warnstreikende in 16 Unternehmen mobilisiert. "Die ganztägigen Warnstreiks laufen hervorragend", sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. "Mit jedem Tag zeigen wir den Arbeitgebern, dass wir den Druck aus den Betrieben weiter steigern können."

Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld sowie einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der Arbeitszeit, unter bestimmten Bedingungen mit einem Zuschuss des Arbeitgebers. Die IG Metall Küste verhandelt für 140 000 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und dem nordwestlichen Niedersachsen./egi/DP/stk

Quelle: dpa-AFX