Banken sollen in vier Jahren Krisenpuffer aufbauen

Die EU will Großbanken laut einem Insider mehr Zeit geben, um einen Puffer für den Krisenfall aufzubauen. Dafür müssten die Institute wohl bis zu 276 Milliarden Euro Mittel aufnehmen.

Großbanken in der Euro-Zone sollen bis zu vier Jahre Zeit zum Aufbau zusätzlicher Finanzpuffer für den Krisenfall erhalten. Die in der Branche unter dem Schlagwort MREL bekannten Puffer sollen für 35 bis 40 große Banken gelten, die nicht ohnehin zu den weltweit systemrelevanten Instituten gehörten, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Der Systemrisikorat (SRB), der in der Euro-Zone für die geordnete Abwicklung gescheiterter Banken verantwortlich ist, will seine Entscheidung am Mittwoch bekanntgeben.

Wie hoch die Puffer ausfallen und wie viel Zeit die Banken für den Aufbau haben, soll für jedes Haus einzeln festgelegt werden, wie der Insider weiter sagte. „Einige Banken haben ihr Ziel schon erreicht, andere werden nur zwei Jahre brauchen, andere bekommen die vollen vier Jahre.“ Die Puffer bestehen aus Fremdkapital, also zumeist Anleihen, die in einer Krise herangezogen werden können, um Verluste aufzufangen: entweder, indem sie abgeschrieben oder in Eigenkapital umgewandelt werden.

Experten schätzen, dass die betroffenen Institute dafür zwischen 186 und 276 Milliarden Euro frische Mittel aufnehmen müssen. Der SRB ist für insgesamt 142 Banken zuständig. Für die kleineren unter ihnen sollen die MREL-Ziele später festgelegt werden. Für weltweit systemrelevante Häuser wie die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie), UniCredit und BNP Paribas (BNP Paribas Aktie) gelten sie schon von 2019 an.

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Quelle: Handelsblatt