Aufgeschoben, nicht aufgehoben

Wie hart kürzt die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) tatsächlich die Gehälter ihrer Mitarbeiter? Der Geschäftsbericht liefert eine moderate Antwort.

Die Entscheidung sei dem Vorstand schwer gefallen, teilte die Deutsche Bank im Januar mit. Aber die wenig erfreuliche Entwicklung des eigenen Ergebnisses lasse keine andere Wahl. Nicht nur die Mannschaft um Chef John Cryan selbst verzichte deshalb für das Jahr 2016 auf einen Bonus.

Auch rund 20.000 Führungskräfte sollten ihren Beitrag zur Bewältigung der Misere leisten. Sie erhalten für das Jahr 2016, das die Bank mit einem Milliardenverlust abschloss, keinen individuellen Bonus. Um die Tragweite des Entschlusses sichtbar zu machen, zeichnete der gesamte Vorstand die entsprechende Erklärung ab.

Auf den ersten Blick zeigt der gerade veröffentlichte Geschäftsbericht, wie konsequent die Bank diesen Schritt umgesetzt hat. Mit seinem Fixgehalt von 3,8 Millionen Euro reiht sich Cryan am unteren Ende der Dax-Chefs ein. Und auch die Mitarbeiter leisten ihren Beitrag: Die variablen Gehälter in der gesamten Bank sind im Vergleich zum Vorjahr um 77 Prozent auf 500 Millionen Euro gesunken. Auch die Zahl der Angestellten, die mehr als eine Million Euro verdient, hat sich mehr als halbiert. Cryan, so scheint es, greift endlich hart durch.

Doch ein paar Seiten weiter relativiert sich der Eindruck zumindest teilweise. So erhalten immerhin rund 5500 Banker sogenannte „Retention Awards“. Die setzen sich je zur Hälfte aus einer Barkomponente und einem an den Kursverlauf gekoppelten Aktienanteil zusammen. In der Summe kommen so maximal rund 1,1 Milliarden Euro zusammen. Diese Prämien, so erklärt die Bank, seien keine Gehaltsbestandteile, weshalb sie in der Endabrechnung für 2016 auch nicht auftauchen.

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