Aktien New York: Indizes liegen knapp im Plus - Anleger atmen durch

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben sich am Freitag nur wenig von der Stelle bewegt. Am Tag des ersten Treffens von US-Präsident Donald Trump mit Bundeskanzlerin Angela Merkel stand der Dow Jones Industrial zwei Stunden vor Schluss knapp mit 0,11 Prozent im Plus bei 20 957,67 Punkten. Der Leitindex blieb damit in Sichtweite der Marke von 21 000 Punkten, die sich am Vortag als hohe Hürde erwiesen hatte. Im Wochenvergleich steuert er auf einen kleinen Gewinn zu.

Nach einer recht hektischen Woche - getrieben von bedeutsamen politischen, geldpolitischen und konjunkturellen Nachrichten - sehe es danach aus, als ob die Anleger zunächst einmal Luft holten, sagte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Dies zeigte sich auch bei den übrigen Indizes: Der S&P 500 stand zuletzt mit 0,09 Prozent im Plus bei 2383,45 Zählern, und der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 legte knapp um 0,15 Prozent auf 5420,03 Punkte zu.

Weder der große Verfall an den Terminbörsen noch aktuelle Wirtschaftsdaten aus den USA konnten am Freitag merklich die Kurse bewegen. Vermeldet wurde eine stagnierende Industrieproduktion, aber stärker als erwartete Frühindikatoren. Geblickt wurde auch auf das G20-Treffen der weltweit wichtigsten Finanzminister und Notenbankchefs, das am Samstag zu Ende geht. Angesichts der Abschottungstendenzen der USA wird in Baden-Baden um einen Kompromiss zur Gestaltung der internationalen Handelsbeziehungen gerungen.

Unter den 30 Dow-Werten waren die Boeing-Titel mit 1 Prozent Plus weit vorne dabei. Die Aktie des Flugzeugbauers und Rüstungskonzerns profitierte von einem Großauftrag für die US-Armee. Geliefert werden sollen 268 Kampfhubschrauber im Volumen von 3,4 Milliarden US-Dollar. Schwäche dagegen zeigte der Bankensektor mit Goldman Sachs (Goldman Sachs Aktie) als größtem Dow-Verlierer. Die Aktien der Großbank büßten rund 1 Prozent ein.

In der zweiten Börsenreihe sorgten einige Zahlenvorlagen für Gesprächsstoff. Auslöser für ein Kursplus von fast 5 Prozent bei den Aktien von Adobe war ein unerwartet starkes Quartal des Softwareanbieters. Die Papiere erreichten bei 130 Dollar (Dollarkurs) ein Rekordhoch. Für die Papiere von Tiffany ging es ferner um 3,4 Prozent nach oben. Der Schmuckhändler musste im vierten Quartal zwar einen Gewinnrückgang hinnehmen, der aber geringer als von Analysten befürchtet ausgefallen war.

Kräftig um 6,5 Prozent abwärts ging es hingegen für die Aktien des Biotechnologieunternehmens Amgen . Als Grund wurde am Markt ein Studienergebnis genannt, wonach der Cholesterinsenker Repatha das Risiko von einem breiten Spektrum an Herzkomplikationen nicht so stark senkt wie erhofft./tih/fbr

Quelle: dpa-AFX
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