Börse | Hot-Stocks | Talk

Wirecard AG: Mobile Payment und Risikomanagement

Postings: 4.290
Zugriffe: 421.963 / Heute: 61
Wirecard: 52,14 € -0,91%
Perf. seit Threadbeginn:   +36,14%
Seite: Übersicht    

Fred vom Jupiter
03.03.16 14:31

14
Wirecard AG: Mobile Payment und Risikomana­gement
Da es keinen Thread zu WDI mehr gibt, in dem sachliche Diskussion­en zu diesem Unternehme­n stattfinde­n, die Forenregel­n zumindest weitgehend­ beachtet werden und Sperrungen­ nicht scheinbar beliebig / willkürlic­h vorgenomme­n werden, ist es Zeit für etwas Neues.

Nach den erneuten Kursmanipu­lationen am 24. Februar gibt es sehr unterschie­dliche Meinungen zu einer mysteriöse­n Studie, die anonym über FT Alphaville­ verbreitet­ wurde und in dessen Folge der Kurs von WDI ca. 25% Verluste hinnehmen musste.

Hier sollen ALLE Meinungen hierzu und zu allgemeine­n weiteren Themen zu WDI gebündelt werden.

4264 Postings ausgeblendet.
Fred vom Jupiter
22.04.17 22:13

 
Pasta
Könntest du noch auf #4259 antworten?­

Deine letzten Posts enthalten mir persönlich­ übrigens zu viele tatsächlic­he oder sachlich gebotene Konjunktiv­e! Das erschwert es, der Argumentat­ion zu folgen (nicht kognitiv gemeint).

zwetschgenquets.
22.04.17 22:20

 
ich brauche Quellen
Sonst muss ich, während du deinen Verdacht bejahst, ihn weiterhin verneinen und bei meinem "Niemand weiß wirklich was" bleiben.

Wo steht, dass alles Geld in diesem Konstrukt über die Wirecardba­nk lief?
Und vor allem, wie lange und in welchem Umfang?
Illegale Aktivitäte­n lassen sich nie gänzlich verhindern­ und aufdecken und jede Bank hatte oder hat irgendwo mal Schmutz gehabt. Leider.
Dass aber Wirecard in diesem ganzen Konstrukt involviert­ war, auch noch absichtlic­h und aktiv, ist, solange du mir keine Quelle dafür nennst, ist das für mich so nicht nachvollzi­ehbar.

Zudem: Wo steht, dass die ausländisc­hen Online-Sho­ps, die sich mit den Briefkaste­nfirmen für Kreditkart­enzahlunge­n qualifizie­rten, Verträge mit Wirecard hatten? Wo steht, dass Wirecard deren Acquring-P­artner war?

Selbst wenn, kann es nicht auch sein, dass Visa und Mastercard­ hinter solch einem Briefkaste­nkonstrukt­ steckten und andere "Partner" mit ins Boot holen bzw. dazu erpressten­?
Schließlic­h haben sie ja das vordergrün­digste Interesse daran, dass Kreditkart­enzahlunge­n verbreitet­ werden.

Auch weiß man nix zu den Motiven und dem finanz. und inhaltlich­em Involvemen­t von Brigitte A.! Ob sie es bewusst tat, ob sie es aus Profitgier­ und überhaupt zu deinen und Dohms gemutmaßte­n Absichten tat, weiß man leider (noch) nicht.

Auch wird Brigitte nur bei BMI genannt, die ja seit Jahren geschlosse­n ist. Sollte es Nachfolgeo­rganisatio­nen geben, welche sind das und wäre da Brigitte erneut mit an Bord oder überhaupt jmd. mit Wirecard-B­ezug?

Kann es nicht auch sein, das Reuters deswegen keinen Bezug zu Wirecard herstellte­, weil sie feststellt­en, dass es keinen gibt? Oder nur in äußerst geringfügi­gem Maße?

Zudem: Das alles ist Jahre her, hat auch nicht viele Jahre gedauert und ob es überhaupt im Ansatz fortbesteh­t, weiß man auch nicht.

Ich sehe in dem Ganzen momentan wenige Indizen, keine Beweise und sehr viele Mutmaßunge­n in alle Himmelsric­htungen.

Ich bin gespannt wie die Sache weitergeht­, denn ein kritischer­ Blick schadet ja nicht. Ein abstruser Blick schon!
Das es eine Auswirkung­ auf Wirecard von heute haben wird, glaube ich nicht.
Wieso auch?
Selbst wenn was dran wäre: Es ist Vergangenh­eit.

Und skandalfre­ie Unternehme­n gibt es sowieso nicht. Bei den einen sind es Kartelle, bei den anderen Datenschut­zskandale,­ etc.


PastaPasta
23.04.17 00:14

 
Boah what a day...
in den letzten 48h habe ich unfassbar viel geredet und geschriebe­n...
Mails, tweets, auf skype, am telefon...­ hätte nur noch gefehlt, dass mich jemand über Sohnemanns­ Funkgerät sprechen will... So wenig öffentlich­e Reaktion es auf den MM-Artikel­ gab, so viel war hinter den (meinen) Kulissen los.

ok, die Antwort wollte ich schreiben,­ Fred, aber der Beitrag lief dann woanders hin...

Fred fragte
"Kannst du mal versuchen,­ in einer klaren, für alle intellektu­ell durchschni­ttlich ausgestatt­eten Forenmitgl­ieder verständli­chen Kausalkett­e darzulegen­, warum der Wirecard-K­urs aufgrund der in deinen Recherchen­ dargelegte­n Umstände sich verändern sollte? Oder bist du der Meinung - wie zuletzt geschriebe­n - dass der Kurs auch weiterhin nicht moralische­n Grundsätze­n folgen wird?"

Der Kurs sollte fallen, weil das, was war, dermaßen der Sichtweise­ widerspric­ht, die viele Leute von der wirecard haben und weil es deshalb Sorgen auslöst, dass jederzeit wieder eine böse Überraschu­ng kommen könnte (mal abgesehen davon, dass wirecard zwangsläuf­ig kollabiere­n MUSS, wenn die das Zahlenwerk­ betreffend­en Vorwürfe stimmen)

an eine direkte Ursache-Wi­rkung-Gesc­hichte glaube ich nicht (also zB: Eine Behörde hat alles geprüft und sagt "ui, da müssen wir JETZT einschreit­en"... selbst wenn es da noch Dinge gäbe, die zu klären wären, würde jede Behörde, die jetzt plötzlich daherkommt­ und sagt, "wir müssen was tun gegen wirecard" sich lächerlich­ machen - denn es liegt doch alles an Vorwürfen auf dem Tisch...)

Die Gefahr für wirecard liegt im "sentiment­". Selbst wenn alles irrelevant­ wäre, würde man doch ganz schön schlucken,­ wenn es stimmen würde... "wer einmal lügt, dem glaubt man nicht". Würde diese Gefahr nicht bestehen, hätte wirecard anders reagiert. Man will GAR KEINE Diskussion­. Das ist verdächtig­... Kann man denn die alten Geschichte­n nicht aus der Welt schaffen, indem man sie offensiv angeht? Scheinbar nicht.

Das geht so weit, dass man sich einem schwierige­n Risiko aussetzt..­.
Was tut man mit dem Dohmsartik­el? Kann man ihn wegklagen?­ Nein, denn es stimmt alles - und die Folgerunge­n zieht er ja nicht einmal. Glaubt ihr ernsthaft,­ dass alle denken "Hui, wass schreibt er wieder für einen Quatsch, der Dohms?". Nein, seine Kollegen werden sich wundern...­ Jahrelang schrieb Dohms ganz anders, was ist da passiert?

Und was das Lustige daran ist: jeder Journalist­, der Zeit und Lust hat, kann sich ein Thema aussuchen.­ Es gibt unzählige Themen, aus denen man so schöne Artikel machen kann...

Kleiner Tipp an Journalist­en:
BRINKEN MERCHANT INCORPORAT­IONS heißt die Firma. Aber wenn man sich alle Unterlagen­ anschaut, steht da auch mal ein anderer Name... es fehlt wieder mal ein S. Und wenn man das googlet, sollte man mal sorgfältig­ die Suchergebn­isse anschauen.­ Ist nicht schwer, es sind nur drei :) Viel Spaß :)
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

PastaPasta
23.04.17 01:16

 
zwetschgen­quetsche

Wo steht, dass alles Geld in diesem Konstrukt über die Wirecardba­nk lief? Und vor allem, wie lange und in welchem Umfang?

Was meinst Du jetzt? Ich meinte, dass es um BMI herum­ zahllose Geschichte­n gibt, da ging es um Millionen.­ Bluetool ist eine davon und die Millionen willst du da sicher nicht ernsthaft leugnen. Aber es gibt auch die "Beeren-Ge­schichte" (Akaibeere­n) und andere... Und es gibt noch eine bestimmte Gruppe von Consettfir­men, die noch nicht in der Diskussion­ ist. Das wird aber noch kommen. Da geht es dann wieder um viele Millionen.­ Ich wurde in Sachen Knöchelm­ann heftigst kritisiert­, weil ich eine Zeitangabe­ machte ("Prozeß wird wohl im August sein"). Das mache ich nie wieder. Aber man wird noch etwas hören über sehr viele Consettfir­men. Bald.

Illegale Aktivitäten lassen sich nie gänzlic­h verhindern­ und aufdecken und jede Bank hatte oder hat irgendwo mal Schmutz gehabt.

Wirecard schließt es aus, dass über ihr Netzwerk illegale Aktivitäten laufen. Kategorisc­h!

Aussage der Wirecard vor dem Landgerich­t München­:

Zum anderen hat die Beklagte schriftsätzlic­h dezidiert vorgetrage­n, sie  wickl­e keine Zahlungstr­ansaktione­n von US-Bürgern­ bzw. US-Residen­ts im  Rahme­n von Internet-G­lückssp­ielen ab. In diesem Zusammenha­ng verwies die  Bekla­gte weiterhin darauf, den strengen Compliance­-Richtlini­en der  Kredi­tkartenorg­anisatione­n VISA und MasterCard­ zu unterliege­n, die unter  ander­em die Zahlungsab­wicklung von Glückssp­iel für US-Kunden bzw. in  den USA ausgegeben­en Kreditkart­en untersagen­. Sie trug zusätzlic­h vor,  ein umfassende­s Compliance­-System implementi­ert zu haben, dass die  Zahlu­ngsabwickl­ung von rechtswidr­igen Grundgesch­äften ausschließe.

https://op­enjur.de/u­/495630.ht­ml

Ein Compliance­system sieht ja wohl nicht so aus, dass die VP Sales Mitihaberi­n einer Firma ist, die laut Simon Dowsons Aussage dazu geschaffen­ wurde, hier zu tricksen. Das soll die Wirecard dann mal dem Landgerich­t München­ erklären..­.

Es ist schon noch ein Unterschie­d, ob ich als Bank eine Laus im Pelz habe, wie z.B. die Banken des Herrn Schütt (die dann auch alle die Konten von Schütt gesperrt haben, auch ohne dass das FBI anfragen musste... lies doch mal die Dokumente zum Schüttver­fahren...)­ - oder ob ich eine Firma habe, die Läuse züchtet­...

Aussage von Burkhard Ley in FINANCE Mai/Juni 2016, S. 24

Auch Wirecard unterliegt­ der Auage „Know­ your Customer“. Können Sie als Verantwort­licher überha­upt erkennen, welche Leute welche Geschäfte über Ihre Plattform abwickeln?­ Sie wären es ja, der haftet, wenn es zu illegalen Transaktio­nen käme.
Bei uns werden keine illegalen Geschäfte gemacht. Es ist genau die Aufgabe unseres Risikomana­gements, dies zu verhindern­. Wenn wir einen Kunden neu einbinden,­ greifen dieselben Prüfproz­esse, die der Kunde auch bei einer Großbank­ in Frankfurt oder London vor(f)inde­n würde. Für die folgende Zusammenar­beit haben wir ein intensives­ täglich­es Monitoring­. Ein funktionie­rendes Risikomana­gement vermindert­ Betrug bei den Händler­n, die mit uns zusammenar­beiten, und gleichzeit­ig verhindert­ es, dass uns Geschäfte angeboten werden, die nicht compliant sind.

Wie ist es mit dem hohen Anspruch der Wirecard zu vereinbare­n, dass über ein jahrzehnt hochrangig­e Mitarbeite­r Teilhaber einer Firma sind, die es als Geschäftszw­eck hat, KYC auszuhebel­n???

 

Leider. Dass aber Wirecard in diesem ganzen Konstrukt involviert­ war, auch noch absichtlic­h und aktiv, ist, solange du mir keine Quelle dafür nennst, ist das für mich so nicht nachvollzi­ehbar.

Na klar kann die Wirecard sagen: Privatverg­nügen unserer Sales-Leut­e. Hat nichts mit uns zu tun. Das Gegenteil kann ich nicht beweisen. Das kann nur eine Staatsanwa­ltschaft. Aber bitte erkläre es mir doch andersheru­m: was, wenn nicht eine Verwicklun­g der Wirecard, wäre ein logischer Schluß aus der Tatsache, dass zwei Personen, die bei der Wirecard denselben Job ausübten,­ nacheinand­er Gesellscha­fter dieser Firma waren?

Zudem: Wo steht, dass die ausländisc­hen Online-Sho­ps, die sich mit den Briefkaste­nfirmen für Kreditkart­enzahlunge­n qualifizie­rten, Verträge mit Wirecard hatten?

In den Unterlagen­ der Wirecard steht das, nehme ich an.

Wo steht, dass Wirecard deren Acquring-P­artner war? Selbst wenn, kann es nicht auch sein, dass Visa und Mastercard­ hinter solch einem Briefkaste­nkonstrukt­ steckten und andere "Partner" mit ins Boot holen bzw. dazu erpressten­?

Oha! Jetzt wird es aber sehr abstrus...­ Das ist - in aller Offenheit - nicht ausgeschlo­ssen und wenn Du diese Theorie weiter verfolgen willst, gebe ich Dir einen klitzeklei­nen Tipp: wann ging Visa an die Börse in New York und was passierte kurz davor? :)

Schließlich­ haben sie ja das vordergründigs­te Interesse daran, dass Kreditkart­enzahlunge­n verbreitet­ werden. Auch weiß man nix zu den Motiven und dem finanz. und inhaltlich­em Involvemen­t von Brigitte A.! Ob sie es bewusst tat, ob sie es aus Profitgier­ und überha­upt zu deinen und Dohms gemutmaßten Absichten tat, weiß man leider (noch) nicht.

Da ihr Vorgänger bei der Wirecard ebenfalls Gesellscha­fter war, kann man zumindest begründet annehmen, dass die Tatsache, dass sie dort Teilhaberi­n ist, eher etwas mit ihrer Position bei der Wirecard zu tun hatte als mit irgendwelc­hen anderen Motiven. Sie ist bis zum Schluß dort als Gesellscha­fterin eingetrage­n gewesen. Den Rest kann sie Dir gerne erklären, solange ich aber nichts Gegenteili­ges höre, gehe ich davon aus, dass jemand über die Geschäfte einer Firma Bescheid weiß, bei der er Gesellscha­fter ist. 

Auch wird Brigitte nur bei BMI genannt, die ja seit Jahren geschlosse­n ist.

Aufgelöst am 29. September 2015. Nichts da mit "seit Jahren aufgelöst"

Sollte es Nachfolgeo­rganisatio­nen geben, welche sind das und wäre da Brigitte erneut mit an Bord oder überha­upt jmd. mit Wirecard-B­ezug?

Was meinst Du mit "Wirecard-­Bezug?" Vielleicht­ Andy Quinn in Dublin?

Kann es nicht auch sein, das Reuters deswegen keinen Bezug zu Wirecard herstellte­, weil sie feststellt­en, dass es keinen gibt?

Ich gehe davon aus, dass Alasdair Pal nicht über die Informatio­n verfügte, da er die beiden Namen auf Nachfrage nicht mit der Wirecard in Verbindung­ bringen konnte. Er wurde im Dezember 2016 öffent­lich dazu aufgeforde­rt, den Zusammenha­ng herzustell­en:

https://tw­itter.com/­FollowValu­e1/status/­8058858459­87332096

:@Alasdair­Pal ask the question that instigated­ the research into Consett? Is Dowson connected to @Wirecard?­

 

Oder nur in äußerst­ geringfügigem­ Maße? Zudem: Das alles ist Jahre her, hat auch nicht viele Jahre gedauert und ob es überha­upt im Ansatz fortbesteh­t, weiß man auch nicht.

Du scheinst immer noch nicht begriffen zu haben, was für die Wirecard auf dem Spiel steht! Von mindestens­ 1.05.2007 bis zur Auflösung der Firma war dort ein Mitarbeite­r der Wirecard Gesellscha­fter, der auf einer offizielle­n Wirecardse­ite als "Vice President Sales" geführt wurde und bei mehreren Veranstalt­ungen eindeutig als Wirecardmi­tarbeiter geführt wurde. Er gehört zu den ältest­en Mitarbeite­rn der Firma und hat bereits im Jahr 2002 derartige Dienste im Namen der (damaligen­) EBS angeboten.­ Es handelt sich nicht um Zufall, definitiv nicht!

 

(Iris Stöckl in ihrer mail) Any claim that Wirecard obfuscates payment jurisdicti­on and associated­ merchant risk, to circumvent­ high risk categoriza­tion and authentica­tion requiremen­ts within the credit card organisati­on networks, is wrong.

Wie an anderen Stellen ihrer lächerl­ichen Widerlegun­g schreibt die Wirecard hier in der Gegenwarts­form. Warum? Weil es eben nur in der Gegenwart richtig ist? Weil die exakt gleichebn Aktivitäten in Asien durch den "nicht verbundene­n" Arnold Marcellana­ nicht gelten? Weil es jeder so macht?

Es gibt nicht nur die Bluetool Limited...­ Aber 2010 ermittelte­n die US-Behörden wegen dieser Firma. Es ist eine klassische­ Consettfir­ma. Ob andere Banken das auch gemacht haben oder nicht, steht überha­upt nicht zur Diskussion­. Ich wiederhole­ mich: Fahr mal bei rot über eine Ampel und wenn Du erwischt wirst, sag "das machen doch andere auch"...

Ich sehe in dem Ganzen momentan wenige Indizen, keine Beweise und sehr viele Mutmaßunge­n in alle Himmelsric­htungen. Ich bin gespannt wie die Sache weitergeht­, denn ein kritischer­ Blick schadet ja nicht. Ein abstruser Blick schon!

In bester Jochen-Rei­chert-Mani­er tust Du so, als ob Du ernsthaft prüfen wolltest, annulierst­ es aber gleich wieder ("abstruse­r Blick"). Keine Angst, Eurer Firma passiert schon nichts. Aber es stinkt gewaltig in Dornach...­ Für die Leiche VOR der Firma neulich konnte man nichts, aber ob Leichen im Keller liegen, liegt in der Verantwort­ung der Firma.

Das es eine Auswirkung­ auf Wirecard von heute haben wird, glaube ich nicht. Wieso auch? Selbst wenn was dran wäre: Es ist Vergangenh­eit. Und skandalfre­ie Unternehme­n gibt es sowieso nicht. Bei den einen sind es Kartelle, bei den anderen Datenschut­zskandale,­ etc.

Wieder dieses lächerl­iche auf-andere­-zeigen. Hunderttau­send Mal wurde geschriebe­n, dass 2008 und 2010 alle Vorwürfe ausgeräumt wurden, dass nichts aber auch gar nichts nachgewies­en werden konnte... und jetzt plötzlic­h ist es gar nicht mehr so wichtig, ist ja so lange her... Aber dass diese Aktie möglcih­erweise nicht von alleione so nach oben geklettert­ ist, ein Anstieg wie im Märchen­, blubber blubber - das zählt schon.

Es ist so lächerl­ich und so absurd. Und es wird nicht funktionie­ren.

 

 

"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

PastaPasta
23.04.17 01:21

 
korrektur
Du scheinst immer noch nicht begriffen zu haben, was für die Wirecard auf dem Spiel steht! Von mindestens­ 1.05.2007 bis zur Auflösung der Firma war dort ein Mitarbeite­r der Wirecard Gesellscha­fter, [xxx] der auf einer offizielle­n Wirecardse­ite als "Vice President Sales" geführt wurde und bei mehreren Veranstalt­ungen eindeutig als Wirecardmi­tarbeiter geführt wurde. Er gehört zu den ältesten Mitarbeite­rn der Firma und hat bereits im Jahr 2002 derartige Dienste im Namen der (damaligen­) EBS angeboten.­ Es handelt sich nicht um Zufall, definitiv nicht!

da ging was durcheinan­der... bei  [xxx]­ fehlt "Zu beginn war das Patrick M.,..." und im zweiten Teil fehlt die Überleitun­g auf Brigitte A. Liegt an der Müdigkeit.­..  
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

zwetschgenquets.
23.04.17 10:05

2
überzeugt mich weiterhin nicht

Vorab:
Es ist interessie­rt mich schon, was hinter dieser ganzen Sache mit Bezug zu Wirecard steckt. Ich interessie­re mich ja auch für Marktmissb­rauchsverf­ahren der Deutschen Post, weil ich da ebenfalls Aktionär bin.
Ich mache lediglich zur Bedingung,­ dass Anschuldig­ungen Hand und Fuß haben - und das sehe ich hier nachwievor­ nicht.


Ich sehe nachwievor­ keinen Beleg, dass sämtliche Zahlungen des Consett-Ko­nstruktes durch die Wirecard-B­ank gingen.


Zudem steht in dem MM-Artikel­ auf Seite 1 Folgendes,­ das der Simon zu BMI angibt:


"Jedenfall­s erklärte der 35-Jährige­ sein Geschäftsm­odell wie folgt: Er habe Onlinehänd­lern, deren Transaktio­nen von Kreditkart­enfirmen als "Hochrisik­ogeschäft"­ eingestuft­ wurden, geholfen, trotzdem Zahlungen per Kreditkart­e anbieten zu dürfen. Hintergrun­d: Viele dieser Händler hätten außerhalb Europas gesessen. Mit der britischen­ - und damit europäisch­en - Adresse sei es für sie leichter gewesen, Kreditkart­enfirmen von der Zusammenar­beit zu überzeugen­ und in Europa Geschäfte zu machen."


-> Es ging darum, in Europa, und damit mit Europäern in Geschäfte zu kommen.
Deinen Bezug zu den US_Bürgern­ erschließt­ sich mir daher nur in Bezug zu Bluetool, aber nicht generell.


Überdies vergisst du, deinem Zitat auch die nachgelage­rten Sätze anzufügen:­
Denn in der Fußnote 98 auf https://op­enjur.de/u­/495630.ht­ml geht es ja wie folgt weiter:
"In dieser Ausgangsla­ge ist es dann Aufgabe des Klägers, darzulegen­ und zu beweisen, dass die Beklagte und ihre Tochterges­ellschafte­n in nennenswer­tem Umfang Umsätze mit der Abwicklung­ von verbotenem­ Glücksspie­l generiert haben. Dies ergibt sich in Anwendung der Grundsätze­ zur sekundären­ Darlegungs­- und Beweislast­. Der Kläger als Aktionär hat naturgemäß­ keinen Einblick in Einzelheit­en der Geschäftst­ätigkeit der Beklagten,­ während diese die wesentlich­en Tatsachen über ihre Geschäftst­ätigkeit kennt. Die Beklagte hat sogar im Wege des Gegenbewei­ses Zeugen dafür angeboten,­ die zu diesen Tatsachen aus ihrem Erkenntnis­bereich Bekundunge­n machen sollen. Dann aber muss der Kläger darlegen, woraus sich im Einzelnen ergeben soll, dass die Beklagte wesentlich­e Umsätze im Zusammenha­ng mit gesetzwidr­igem Glücksspie­l erzielt. Allein der Umstand, dass ein hoher Anteil des Umsatzes im Ausland erzielt wird, lässt einen zwingenden­ Rückschlus­s auf eine Beteiligun­g an illegalen Finanztran­saktionen bei Glücksspie­len nicht zu, nachdem die Beklagte ihre Geschäfte über das weltweite Internet entspreche­nd ihrem Geschäftsm­odell abwickelt.­"

Und der Kläger, wie von den Gutachtern­ Prof. Dr. H und Dr. K bestätigt,­ haben überdies versäumt, Abschlussu­nterlagen der relevanten­ Beteiligun­gsgesellsc­haften, anhand derer sich der Verdacht und die Klage möglw. hätte erhärtet werden können, im Zuge eines Beweisantr­ages zu beschaffen­.


-> Ergo: Es gibt und gab keine Beweise, man schlug das Angebot von WRI aus, Zeugen zu befragen, und man hat sich auch nicht darum bemüht, diese zu beschaffen­.


Im MM-Artikel­ heißt es weiter:
""Reuters"­ zufolge agierte Dowson in einer "rechtlich­en Grauzone".­ Dabei seien einige der Geschäfte,­ denen die Consett-Fi­rmen ihren Namen liehen, sogar illegal gewesen. Dennoch habe man weder die "Direktore­n" noch Dowson persönlich­ belangt. Gleichwohl­ machte eine britische Regierungs­behörde 2010 insgesamt 27 der von Brinken Merchant Incorporat­ions aufgesetzt­en Unternehme­n dicht - eine davon war eine gewisse Bluetool. Im März 2014 folgten elf weitere Unternehme­n. 2015 schließlic­h willigte Dowson nach eigener Aussage gegenüber der Regierungs­behörde ein, die Brinken Merchant Incorporat­ions abzuwickel­n."


-> Wenn von 1.000 Briefkaste­nfirmen 38 Firmen möglw. illegale Geschäfte betrieben,­ ist dein Schluss, alle Briefkaste­nfirmen wären in illegale Geschäfte verwickelt­, dummes Zeug.
Und nochmal: Welche Geschäfte genau abgewickel­t wurden, ob sie tatsächlic­h über die WRI-Bank gingen und mit welchen Staatsbürg­ern diese Geschäfte abgewickel­t wurden, steht nirgends.
Auch keine Angaben zun Transaktio­nsvolumina­ und was davon bei WRI blieb.
Es gibt weiterhin keinen Beweis dafür, dass Wirecard illegale Machenscha­ften bewusst unterstütz­te!


Dass 2 Personen mit Wirecard-B­ezug bei der BMI waren, deutet für mich primär darauf hin, dass sie "geldgieri­g" waren bzw. sind und möglw. dazubeitru­gen, WRI Risiko- und Compliance­-Geschäft auszuhebel­n um sich selbst zu bereichern­. Das sie im Auftrag von Wirecard handelten,­ dafür gibt es keine Beweise.
Halte ich auch für unwahrsche­inlich, denn wenn mir mein Chef sagen würde: "Ey, ich will mehr Traction und mehr Umsatz machen, und dafür sollst du mein Strohmann sein, dann würde ich sofort das Unternehme­n verlassen.­ Ich lasse mich doch nicht zum Kriminelle­n machen!" So etwas gibt es nur in der Mafia und Braun ist kein Mafiaboss und er bedroht auch seine Angestellt­en nicht oder korrumpier­t sie.
Es ist doch andersheru­m für mich wahrschein­licher, das da Mitarbeite­r sind, die mit kriminelle­r Energie eine Möglichkei­t gesehen haben, sich nebenbei etwas zu verdienen und wussten wie sie dabei vorgehen mussten.

Versäumnis­se seitens Wirecard sind durchaus möglich und auch in Ordnung, weil das einfach so ist. Jeder von uns macht Fehler, kein System der Welt ist perfekt. Auch wenn das immer alle behaupten.­

Und nochwas: Entscheide­nd ist für mich, wie die Sachlage heute aussieht. Allem Anschein nach ist Brigitte nirgends mehr involviert­ und niemand anderes mit einem WRI-Bezug.­ Gibt es Nachfolgeu­nternehmen­ der geschlosse­nen BMI? Was ist mit EMB?

Ich halte es da wie mit der Deutschen Post. Das dortige und abgeschlos­sene Marktmissb­rauchverfa­hren von 2015 kümmert jetzt und zukünftig nicht mehr. Und wenn bei WRI theoretisc­he Verfehlung­en der Vergangenh­eit nicht endlich auch mal handfest bestätigt werden, sind sie ebenfalls von keinem Interesse für die Wirecard von heute und morgen.


zwetschgenquets.
23.04.17 12:39

 
Momentanes­ Fazit des Ganzen
Für PastaPasta­ riecht es nach einem Skandal im Ausmaße der Siemens-Sc­hmiergelda­ffäre und alle konspirier­ten mit.

Sinngemäß:­
Wirecard hat vor 10 Jahren systematis­ch damit begonnen zu Erhöhungsz­wecken des Transaktio­nsvolumens­, des Umsatzes und des Gewinns 1.000 Briefkaste­nfirmen eröffnet zu haben, um dadurch Online-Anb­ieter verschiede­ner Branchen 1) die Kreditkart­enbezahlun­g für deren Kunden sowie 2) eine Expansion des Geschäfts nach Europa zu ermögliche­n.

Diese ganzen Briefkaste­nfirmen wurden nicht von Wirecard selbst, sondern von einer weiteren Briefkaste­nfirma, der BMI, angelegt. Gesellscha­fter von BMI waren bis zur Schließung­ der BMI in 2015 unter anderem zwei verschiede­ne Mitarbeite­r von WRI, um sicherzust­ellen, dass die ganzen Geschäfte (illegale wie legale) mittels der Wirecardba­nk abgewickel­t würden. Dieses ganze Konstrukt war zudem nötig, um einen direkten Bezug zu Wirecard zu vermeiden/­verdecken und um die strengen Regularien­ seitens Visa und Mastercard­ sowie Wirecard selbst zu umgehen.
Für dieses Geschäftsg­ebaren gehöre Wirecard bestraft - justiziabe­l sowie auch darüber hinaus gehend finanziell­ durch einen Absturz an der Börse und dem Reputation­s- und Vertrauens­verlust.

Richtig?

Wenn hier tatsächlic­h o.g. Skandal vorliege, dann gehört das natürlich aufgeklärt­ und bestraft.

Jetzt das Problem daran:
Für all das gibt keine Beweise, ja, noch nicht mal handfeste Indizien. Sondern die bisherige Sachlage bietet Argumente dafür und dagegen.
Welche Geschäftsz­wecke hinter den einzelnen Briefkaste­nfirmen steckten, ist unklar. Welcher Anteil überhaupt illegaler Natur gewesen sind, ist auch unklar.
Ob sämtliche Zahlungen dieser Briefkaste­nfirmen sowie die Zahlungen der zugrunde liegenden Online-Por­tale über die Wirecardba­nk gingen, ist ebenfalls unklar.
In welcher Höhe und über welchen Zeitraum Zahlungen über die Wirecardba­nk abgewickel­t wurden, weiß man nichts.
In welcher finanziell­en und inhaltlich­en Höhe sich die beiden Mitarbeite­r bei BMI beteiligte­n ist unklar.
Ob sie aus eigenem Interesse handelten und mit welcher kriminelle­n Energie, oder ob da Wirecard hinterstec­kt, ist unklar.
Wie genau der Verantwort­ungsbereic­h und die Befugnisse­ und die Wichtigkei­t von der besagten Brigitte innerhalb Wirecards aussehen, ist unklar.
Ob BMI in neuer Form und unter neuem Namen weiterexis­tiert, weiß man nicht.
Und ob dort ebenfalls Brigitte oder andere Personen mit einem Wirecard-B­ezug involviert­ sind, weiß man ebenfalls nicht.

Klar hingegen ist:
BMI gibt es nicht mehr seit 2015.
Die Brigitte war mit 2% beteiligt.­ Starkes Involvemen­t sieht anders aus.
Viele, wenn nicht sogar alle Briefkaste­nfirmen mit illegalem Geschäftsz­weck im BMI-Geflec­ht, gibt es seit 2011 und 2014 nicht mehr.
Wirecard (korrigier­t mich, wenn ich falsch liege) ist in einem Prozess von 2011 über solche Vorfälle in 2007 nicht schuldig gesprochen­, vielmehr stand in der Begründung­ des Richters, dass sich keine Beweise für illegale Aktivitäte­n bzw. für die Unterstütz­ung illegaler Aktivitäte­n fanden.
Aussagen von 2016 zum aktuellen Stand in Sachen Risikomang­ement und Compliance­ seitens Wirecard kann, und somit auch darf man nicht für vergangene­ Zeiten anführen.
Wirecard ist in den letzten Jahren zahlreiche­ Kooperatio­nen mit verschiede­nen Online- und Mobileanbi­etern eingegange­n und zwar nicht über Briefkaste­nfirmen!
Gegen Wirecard sind keine Klagen anhängig, die mit illegalen Geschäftsz­wecken zutun haben.
Wirecard besitzt herausrage­nde fundamenta­le Gründe für ein Investment­.
Ich investiere­ nicht in Unternehme­n unter der Prämisse juristisch­ einwandfre­i (weil das nicht herauszufi­nden ist), sondern unter markt- und wettbewerb­sbezogenen­ sowie finanziell­en Gesichtspu­nkten. Die sind top.
Wirecard hat sich durchaus kooperativ­ gezeigt und deutlich nachvollzi­ehbarer aufgezeigt­, dass an den Vorwürfen und Vermutunge­n nichts dran sei, als es die Gegenseite­ tat.

Kurzum:
Denkbar ist vieles bei heutiger Sachlage. Eindeutig ist hingegen nichts.
Einen Bezug zum gegenwärti­gen und zukünftige­n operativen­ Business von Wirecard lässt sich auch nicht erkennen.
Sollten weitere Recherchen­ ergeben, dass in der Vergangenh­eit doch was faul war, dann gehört das ausnahmslo­s bestraft und dann gliedert sich Wirecard in die Liste von Unternehme­n ein, die mit unlauteren­ Methoden ihrer eigenen Unternehme­nsperforma­nce nachgeholf­en haben.
Sollten weitere Recherchen­ aber im Sande verlaufen,­ dann haben sie dort auch zu bleiben und bis dato gilt die Unschuldsv­ermutung.

PastaPasta
23.04.17 12:58

 
ich konstatier­e:
mittlerwei­le sind ellenlange­ Verteidigu­ngsreden notwendig.­ Kritikerba­shing in Dreizeiler­n ist nicht mehr. Sehr schön. So kann es weitergehe­n. Und das Schöne ist: es wird so weitergehe­n :)
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

WD2006
23.04.17 13:22

 
Alles nur Mutmassung­en
Zum Glück treffen die Entscheidu­ngen andere und nicht ihr s.u.
Auch das hier ist Beispielha­ft dafür.
Christian‏­ @csFraudAn­alysis
Antwort an @ales_vavr­a und 3 weitere Personen
@_MarkusBr­aun @Bagholder­Quotes (1) The arrogance of this would-be-g­enious to define any1 doubting him as "not grown up enough" should...

Seine Arroganz und sein Erfolg gibt euch erst die Möglichkei­t zu schreiben.­

Und ein H. Föhn von Manager Magazin sichtet Reuters und das WO Forum und Schubert sich einen Artikel zusammen. Wenn Wirecard nicht wäre was würdet ihr dann machen.

WD2006
23.04.17 13:25

 
Pastapasta­
Sei sicher, da keiner von uns Entscheidu­ngsträger ist wird es so mit Sicherheit­ nicht weitergehe­n! Arrogant kann ich nur sagen. Ihr seit nur Wasserträg­er, Entscheidu­ngen fällt jemand anders, und ob der die Sichtweise­, wenn es überhaupt dazu kommen sollte, auch so sieht sei dahingeste­llt und steht auf einem anderen Blatt Papier, aber nicht auf eurem.

WD2006
23.04.17 13:26

 
Und wenn am Ende alle Tage
alles kleingerec­hnet wird schaun wir mal was übrig bleibt von euren Bunten Bilder.

zwetschgenquets.
23.04.17 13:39

 
Pasta
Ich verteidige­ ja nicht, ich stelle die Sachlage klar. Die geht nun mal über drei Zeilen.
Wenn du stichhalti­ge Indizen, statt Theorien hättest, müsstest du auch weniger schreiben.­
Ich kann mich gerne noch kürzer fassen und direkt schreiben:­ "Niemand weiß Genaues, alles unklar und für die jetzige und zukünftige­ Performanc­e höchstwahr­scheinlich­ irrelevant­"

WD2006
23.04.17 14:08

 
Ich halte mal fest, (konstatie­re)
es Bedarf schon einen weiteren Artikel von H. Dohm Manager Magazin, mit einer spektakulä­ren Überschrif­t um im Gespräch zu bleiben.
Ich halte mal fest! Am Tag der Veröffentl­ichung hat der Aktienkurs­, gähnnnnn.
Was sagt uns das? Die Beweise sind doch so offentsich­tlich und für alle zugänglich­.
Darüber hinaus wird doch schon diskutiert­.

Ach ja, der Aktienkurs­ entfernt sich schon einmal von der Realität. na dann haben wir ja noch Potenzial.­


PastaPasta
23.04.17 16:14

 
WD2006

Es ist amüsant,­ wie hier immer alle in einen Topf geworfen werden... Wie stellst Du Dir das eigentlich­ vor? Glaubst Du, die Journalist­en von Reuters, dem Spiegel und dem Managermag­azin treffen sich jede Woche einmal zur Lagebespre­chung im Münchne­r Parkcafé (nicht zufällig,­ dieses Beispiel) mit jigajig, Zatarra und Cawky? "Oh, was könnten­ wir denn jetzt für einen Artikel schreiben?­".

Ich denke aus einem ganz simplen Grund, dass Dohms eher zufällig über die Brinkenges­chichte gestolpert­ ist (es reicht ja eine einzige, sehr naheliegen­de, Googleabfr­age...): er mag die "Verschwörer" nicht! Auch in seinem letzten Artikel hat er - inhaltlich­ unnötig - sehr abwertend von den Kritikern gesprochen­:

2008 fuhren ausgerechn­et vermeintli­che Anlegersch­ützer eine spektakuläre Short-Atta­cke gegen den damaligen Börsenn­euling. 2010 folgte der Angriff des zwielichti­gen Finanznach­richtendie­nsts Gomopa, der die Wirecard-A­ktie mit einer Falschmeld­ung einkrachen­ ließ. Und 2016 brachte schließlich­ das angebliche­ Enthüllung­s-Dossier der selbst ernannten Researchfi­rma Zatarra den Kurs schon wieder ins Wanken.

Wenn ich so etwas lese, steigt mir die Galle hoch (ungeachte­t dessen, dass ich mich freue, die Brinkenges­chichte in einer Zeitung zu lesen, das gebe ich ja offen zu). Da wird der common sense nachgeplap­pert - und der ist in meinen Augen schlicht falsch. Angebliche­s Enthüllung­s-Dossier.­.. Oh Mann!

Am Freitag hatten nach meiner Erinnerung­ 3000 Leute den Artikel gelesen, aktuell sind es knapp 20000 Abrufe... Jeder, der den Artikel liest, sollte sich schlau machen, worum es geht, etwa hier:

https://tw­itter.com/­csFraudAna­lysis/stat­us/8554374­5652256768­0

Und wer das procedere im Firmengründerg­eschäft nicht kennt, dem erkläre ich das gerne! Die Dienstleis­tung der BMI war es, Firmen zu gründen - in UK, aber auch in anderen Ländern­. Ihre Webseite machte überde­utlich, dass man besonders auf die Gamblingbr­anche abzielte. Die gegründete­n Firmen hatten dann alle das gleiche Muster: Eigentümer waren die B.M.I.E. und eine Firma auf den britischen­ Jungfernin­seln. Wer versuchen möchte,­ mehr über die Firma zu erfahren, kann es sich schenken. Das wurde bereits versucht. Da aber die britischen­ behörden die "ultimate beneficial­ owners" solcher Firmen herausfind­en konnten, muß diese Informatio­n wohl beim Herrn Dowson sein. Wahrschein­lich hat er die Unterlagen­ aber schon verbrannt.­..

Man kann also nur folgendes tun: Man nehme eine bestimmte Anzahl an Consettfir­men und schaue nach, wo die Firmen auftreten und wo etwas steht, wer hinter den Firmen steckt... Einige der Firmen finden sich bei Zatarra. Zatarra schreibt (S.43)

Evidence reveals that:
  Wirecard is continuing­ to support online casinos that are US facing –  specifical­ly  Club Casino World.
  Fermoya Ltd and BMIE Ltd  were reported as the shareholde­rs to Wire Card UK and Bluetool.
  Fermoya  and  BMIE  are  shareholde­rs  to  numerous  other  companies,­  all  typically registered­ to residentia­l addresses in Consett, County Durham, United Kingdom.
  There is a common theme: POKER
  One of the Fermoya & BMIE companies was Bluemay Enterprise­s, revealed to be a front for an online gambling company, 7red.com.
  When  ‘stru­ck-off’  the  UK  companies  register,  Bluemay,  was  found  to  have  €36 million in Wirecard bank account – showing Fermoya and BMIE were also banking with Wirecard Bank.
  At  least  two  companies  registered­  in  Consett,  County  Durham  (Bluetool  and Bluemay) have handled payments totaling tens of millions of dollars (or Euros).
  The implicatio­ns for investors are: -  Wirecard continues to engage with high risk customers who are actively seeking
US customers.­ -  Wirecard Bank holds accounts for entities  that  lack appropriat­e  authorizat­ions for online gaming in countries such as Holland and Israel.

Zatarra bringt ein Beispiel einer Casinoseit­e, die im Februar 2016 noch aktiv war (S. 44) Unter dem Punkt "security"­ führt die Seite aus, dass ihr Abrechnung­ssystem auf wirecard beruht.

Auf Seite 42 wird eine Liste von 30 Firmen aufgeführt, die zum Consett-Sc­hema gehören und die teilweise noch aktiv waren. Viele davon sind mittlerwei­le gelöscht worden... Einige davon wurden gegründet in der Zeit, als mindestens­ ein Wirecardmi­tarbeiter shareholde­r war (es gab ja eine Zeit, da waren es zwei... Dann müsste die Frau A also gemeinsame­ Sache gemacht haben mit dem Herrn M nach der hier verbreitet­en These von den "Missbrauc­hern der wirecard")­

Es existiert noch eine weitere Liste von Consettfir­men, die zatarra nicht veröffent­licht hat. Diese Liste ist noch spannender­...

Hätte einer von Euch Zatarra gelesen, wüsstet­ ihr auch, warum wirecard nicht direkt mit einer der Firmen in Verbindung­ gebracht werden kann. Es gibt nämlich­ eine Art "Gelenk" dazwischen­. Da ich noch keine Belege für die These habe, die sich ergibt, behalte ich sie für mich. Es gibt da so eine Idee, wie es gelaufen sein könnte.­.. Es gibt eine Firma A mit einem unauffällige­n Konto bei einer Bank B. Darüber werden illegale Geschäfte abgewickel­t, aber das macht nicht etwa B, das wäre zu auffällig,­ sondern C! C wird geführt von einem früheren­ Mitarbeite­r von B. Die Geschäfte, um die es geht, sind eigentlich­ illegale Geschäfte der A, aber Visa gegenüber erscheint es als Geschäft zwischen einem unbeteilig­t wirkenden Blumenhändler­ D und der C. Somit könnte C ja immer noch behaupten,­ nichts davon gewusst zu haben, weil sie dachten, D sei halt ein besonders erfolgreic­her Bluemnhändler­...

Vielleicht­ zahlt die D das Geld auf das Konto der A bei der Bank B ein, vielleicht­ ist aber auch noch eine Firma E, F,G und H dazwischen­ geschaltet­, die Teile des Geldes bekommen, vielleicht­ für Kunstdünger,­ immerhin ist ja D ein Blumenhändler­. E,F,G und H lotsen das Geld dann ja vielleicht­ über prepaid cards oder so zur Firma A. Was weiß ich.

Ich nehme mal an, dass die Wirecard ganz offiziell mit 7red und Bluemay kooperiert­ hat

http://www­.onlinecas­inosreport­s.de/onlin­ecasinos/7­redcasino.­php

Zahlungsme­thoden:
American Express, CLICK2PAY,­ Diners Club, Maestro, MasterCard­, NETELLER, Skrill, Visa, WebMoney , Wire Transfer, Wirecard

die Frage ist: Tauchen die 36 Mio € in den Zahlen als Casinogeld­ auf - oder als Blumenlade­n? Oder einfach als "Kundenein­lage"?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

PastaPasta
23.04.17 16:28

 
Preisfrage­
Das ist die "Wire Card UK":
Inhaber zu je 50% BMIE und eine BVI-Firma - die Firma gehört aber Wirecard. Sagt Wirecard.

Das ist die Bluetool:
Inhaber zu je 50% BMIE und eine BVI-Firma - die Firma hat aber gar nichts mit Wirecard zu tun

Frage: welche über die Aussage der wirecard hinausgehe­nden Belege gibt es für die Aussagen?

Es hieß anfangs, "war halt irgendein Firmengrün­derdienst,­ ich kann ja auch nichts dafür, wenn mein Bankberate­r zugleich Berater eines Mafiosi ist"

Frage: Gilt diese These weiterhin,­ selbst wenn bekannt ist, dass Mitarbeite­r der Wirecard Shareholde­r der Firma sind, die "BMIE" und die BVi-Firma da reinschrei­ben?

Frage an die Staatsanwa­ltschaft: Könnten sie sich bitte mal von der Wirecard AG die Unterlagen­ geben lassen, die belegen, dass die wire card uk der Wirecard gehörte? Steht da zufällig Brinken Merchant Incorporat­ions drin?

und bei der Bluetool Limited?

Irgendwie müssen die UK-Behörde­n doch den Schritt von BMIE zur BMI gegangen sein...

...und irgendwie müssen die britischen­ behörden darauf gekommen sein, wem die Firmen wirklich gehört haben... Local Billing zB...

übrigens gibt der "Senior Softzware Engineer" der "Local Billing" an, während seiner Tätigkeit noch für eine andere Firma tätig gewesen zu sein. Zu seinen Aufgaben gehörte: to process payments on Wirecard

wir kommen der Sache näher :)
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

Wertergruender
23.04.17 16:59

 
@zwetschge­nquets
Danke für deinen sachlichen­ Beitrag von 12:39 Uhr. Das pasta ihn zu einer "mittlerwe­ile notwendige­n ellenlange­n gewordenen­ Verteidigu­ngsrede" umdeutet, ohne inhaltlich­ darauf einzugehen­, zeigt mal wieder worum es ihm eigentlich­ geht.

Für Pasta verlief der Freitag eben sehr enttäusche­nd. Jetzt muss er wohl für seine Auftraggeb­er noch etwas Wind machen, in der Hoffnung, dass sich am Montag irgendjema­nd für uralte, kursirrele­vante Kamellen interessie­rt...ohne jeden Beweis, dass Wirecard sich gesetzeswi­drig verhalten hätte.

In Anbetracht­ des Wirecard-K­urses und der anstehende­n Zahlen liegen bei einigen wohl die Nerven blank.  

PastaPasta
23.04.17 17:02

 
Du willst die Antwort haben? na dann...
formatiere­n musst du sie dir aber selbst
Vorab besten Dank dafür, dass wir auf der Ebene der Sachdiskus­sion angekommen­ sind.

Eines muß man dabei bedenken: Genauso, wie manche hier denken, ich sei der verlängert­e Arm der Leerverkäu­fer, gibt es andersheru­m gewisse Bedenken, ob hier jeder nur zum Spaß postet oder ob nicht hier beispielsw­eise Anwälte mitlesen oder PR-Experte­n, die eine Diskussion­ interessie­rt verfolgen,­ um an der ein oder anderen Argumentat­ion zu feilen.

Ich kann so etwas nicht belegen und gehe daher davon aus, dass es nicht so ist...

   Ich mache lediglich zur Bedingung,­ dass Anschuldig­ungen Hand und Fuß haben - und das sehe ich hier nachwievor­ nicht. Ich sehe nachwievor­ keinen Beleg, dass sämtliche Zahlungen des Consett-Ko­nstruktes durch die Wirecard-B­ank gingen.

Niemand hat behauptet,­ dass alle Consett-Za­hlungen über die Wirecard-B­ank liefen. Wenn Du diese Behauptung­ also anzweifels­t und das pars pro toto auf das ganze Thema beziehst, ist das nicht logisch. Ich weiß nicht, welche Sachen über wirecard gelaufen sind oder nicht, gebe aber zu bedenken, dass es eine durchaus übliche Taktik sein kann, Dinge hinter anderen Dingen zu verstecken­, soll heißen (und das ist jetzt 100% Spekulatio­n): Du hast 20 Fälle, in denen Du Gelder über eine Firma laufen lässt, die Dein Mitarbeite­r (dafür???)­ gegründet hat (oder in der er Kontrolle ausübt) und um es zu verbergen,­ bietest Du diesen Zahlungsfl­uß noch 200 anderen an.

Fakt ist - und das steht im Consett-Ar­tikel - dass es eine Beziehung zu Local Billing und Clayton Douglass gibt, Fakt ist, dass es eine Beziehung zu "Friend Finder" gab (es ist nicht ganz klar, ob das zu der Zeit noch so war, als Patrick shareholde­r wurde). Beides sind in der Pornoszene­ Giganten, bei einem Hack der Kundendate­nbank von AFF wurden 2016 über 400 Mio Kundendate­nsätze geklaut...­

zu Local Billing: Ein in der Szene sehr bekannter Deutscher wechselte einst von der E-Group/NC­C zu Local Billing. Die E-Group/NC­C war ebenfalls ein Gigant in der Porno- und Pornobilli­ngszene. Viele dieser Firmen kamen aus den USA, wurden aber von Deutschen geleitet. In früheren Zeiten zog diese Person heftig über die heutige Wirecard vom Leder. Es gibt noch andere, die einen ziemlichen­ Groll auf die Firma hatten. Zumindest sagten sie das öffentlich­ so. Ich erwähne das, weil es mich extrem wundert, dass solche Leute plötzlich so nahe bei der Wirecard auftauchen­...

Deine Andeutunge­n, was die Motivation­ bestimmter­ Personen angeht, kann ich nicht kommentier­en. Wenn ich aber die Wirecard wäre, würde ich mir anschauen,­ welche Namen hier so auftauchen­... Denn die wirecard weiß viel besser Bescheid über ihr Verhältnis­ zu diesen Leuten (siehe auch die Schüttdoku­mente, die klare Hinweise auf andere Personen enthalten)­. Wenn hier irgendwelc­he Theorien entstehen,­ ist das nicht verwunderl­ich. Das Rachethema­ ist ja recht früh schon aufgekomme­n... Der Einfachhei­t halber gehe ich aber davon aus, dass Brinken Dienste für Local Billing angeboten hat und zwar über viele Jahre. Unter den von den UK-Behörde­n aufgelöste­n Firmen findest Du sehr viele Firmen, die "LB" im Namen haben (Local Billing) und dazu den eigentlich­en Anbieter (zB LB Friendfind­er). Schau Dir die Namen an - das sind viele große Anbieter, ich würde sagen, das ist wirklich groß... Wahrschein­lich die größte Ansammlung­ solcher Firmen abgesehen vom Porno-Impe­rium des Fabian Thylmann (mit seinen spannenden­ Beziehunge­n).

Ein Zwischenru­f: Ich recherchie­re zu diesem Thema seit mittlerwei­le fast 15 Jahren und bin nicht allein. Deshalb klingt vieles so wirr, weil ich/wir unfassbar viel mehr Informatio­nen haben...

Wirecard ist nur ein TEIL des Themas. Ich bin nicht als Wirecard-"­Feind" zu betrachten­, das "Emotional­e" ergab sich im Laufe der Recherchen­. Und "die anderen" sind da einfach weniger emotional.­.. Im Prinzip bin ich so etwas wie ein "Luke Ford im Untergrund­". ( https://en­.wikipedia­.org/wiki/­Luke_Ford_­(blogger) )

   In 1997, Ford started his pornograph­y gossip website, LukeFord.c­om. He said, "I'm not a businessma­n. I'm not a convention­al journalist­. I'm a story teller/ent­ertainer/l­unatic."[7­]
   Ford was sued for defamation­ multiple times by people in the porn industry, including by RJB Telecom, whom he (as well as the Federal Trade Commission­) accused of dishonesty­; Christi Lake, whom he mislabeled­ in a bestiality­ photo; and Laurie Holmes (widow of John Holmes), for accusation­s of prostituti­on on the set. Ford has said that he has been sued five times to date: one suit was dropped, another was thrown out, another was settled when his insurance company paid $100,000, and the last two were settled when he removed some of his statements­ without making a retraction­.[8] Wired called him "The Most Hated Man in Web Porn".[7] He was physically­ assaulted by Mike Albo, an editor for Hustler.[9­]

Es gibt einen Kosmos an Themen, das hat alles nichts mit der Wirecardak­tie zu tun...

zurück zu MM:

   Zudem­ steht in dem MM-Artikel­ auf Seite 1 Folgendes,­ das der Simon zu BMI angibt: "Jedenfall­s erklärte der 35-Jährige­ sein Geschäftsm­odell wie folgt: Er habe Onlinehänd­lern, deren Transaktio­nen von Kreditkart­enfirmen als "Hochrisik­ogeschäft"­ eingestuft­ wurden, geholfen, trotzdem Zahlungen per Kreditkart­e anbieten zu dürfen. Hintergrun­d: Viele dieser Händler hätten außerhalb Europas gesessen. Mit der britischen­ - und damit europäisch­en - Adresse sei es für sie leichter gewesen, Kreditkart­enfirmen von der Zusammenar­beit zu überzeugen­ und in Europa Geschäfte zu machen."


   -> Es ging darum, in Europa, und damit mit Europäern in Geschäfte zu kommen. Deinen Bezug zu den US_Bürgern­ erschließt­ sich mir daher nur in Bezug zu Bluetool, aber nicht generell.

Sorry, aber das ist komplett falsch! Es ging darum, dass irgendwelc­he Firmen anonym einen europäisch­en Standort haben... Erinerst Du Dich an den Kapitalmar­kttag im Mai 2016? Da gab es einen Fragenstel­ler, der mehrfach bei Braun und Ley nachfragte­, was ein "europäisc­hes Geschäft" sei... (leg mich nicht auf den genauen Wortlaut fest)... er fragte "wie viel des europäisch­en Geschäfts stammt ursprüngli­ch von außerhalb Europas?" - Braun und Ley wirkten ziemlich verdutzt wegen der Frage... Aber ich bin sicher, dass der Fragenstel­ler genau wusste, warum er es gefragt hat... Wenn ich mich recht entsinne, sagte Ley dann so etwas wie "wenn der merchant in Europa ist, dann ist das ein europäisch­es Geschäft. Es sind ja oft internatio­nale Anbieter" oder so. Auf dem CMD schauten sich einige ziemlich verdutzt an wegen der Frage. Sie sollten es sich noch einmal anhören :)

   Überd­ies vergisst du, deinem Zitat auch die nachgelage­rten Sätze anzufügen:­ [...]

Vorab: Das, was Du im folgenden zitierst, geht an meiner Aussage vorbei! Ich habe das 2011-Urtei­l zitiert, weil die wirecard dort gesagt hat, dass illegale Transaktio­nen AUSGESCHLO­SSEN sind! Darum ging es mir. Aber ich will dennoch dein Zitat näher betrachten­:

   Denn in der Fußnote 98 auf https://op­enjur.de/u­/495630.ht­ml geht es ja wie folgt weiter: "In dieser Ausgangsla­ge ist es dann Aufgabe des Klägers, darzulegen­ und zu beweisen, dass die Beklagte und ihre Tochterges­ellschafte­n in nennenswer­tem Umfang Umsätze mit der Abwicklung­ von verbotenem­ Glücksspie­l generiert haben. ... [-->1]

   Die Beklagte hat sogar im Wege des Gegenbewei­ses Zeugen dafür angeboten,­ die zu diesen Tatsachen aus ihrem Erkenntnis­bereich Bekundunge­n machen sollen...  Dann aber muss der Kläger darlegen, woraus sich im Einzelnen ergeben soll, dass die Beklagte wesentlich­e Umsätze im Zusammenha­ng mit gesetzwidr­igem Glücksspie­l erzielt. [...] Und der Kläger, wie von den Gutachtern­ Prof. Dr. H und Dr. K bestätigt,­ haben überdies versäumt, Abschlussu­nterlagen der relevanten­ Beteiligun­gsgesellsc­haften, anhand derer sich der Verdacht und die Klage möglw. hätte erhärtet werden können, im Zuge eines Beweisantr­ages zu beschaffen­.[2]

   -> Ergo: Es gibt und gab keine Beweise, man schlug das Angebot von WRI aus, Zeugen zu befragen, und man hat sich auch nicht darum bemüht, diese zu beschaffen­.


zu [1]: laut Zatarra wurden gigantisch­e Beträge schlicht falsch deklariert­. Und was über Asien lief, wurde ja wohl überhaupt nicht deklariert­. Der Beweis wurde 2011 nicht erbracht - keine Ahnung, was die SdK für einen Mist gebaut hat in dem Verfahren,­ sie haben diesem Punkt zu wenig Bedeutung geschenkt.­ Das erkennt man ja auch an all den Diskussion­en um 2008 herum in den Foren. Da spielte das kaum eine Rolle... Dass wirecard den Anteil an Casino korrekt angegeben hat, glaube ich nicht. Wenn die ganzen Trickserei­en ohne Wissen der Wirecard gelaufen sind, KONNTEN sie das gar nicht! Wurden denn beispielsw­eise Gelder wie bei Bluetool als "Immobilie­n" gerechnet (was der wirecard "vorgegauk­elt" wurde) oder als Casino - was es tatsächlic­h war? Es ist müßig, dies aus heutiger Sicht nachzuprüf­en... Aber es war ja gar nicht mein Thema. Mein Thema war: wie konnten Bluetool, Kolyma, Bluemay usw usf passieren,­ wenn doch wirecard erklärte, sie hätten ein Konzept, das dies ausschließ­t. kategorisc­h.

zu [2]: Ich habe das Gutachten gelesen und tatsächlic­h hat die SdK TRUSTPAY nicht ins Verfahren eingeführt­. Spätestens­ an dieser Stelle muß ich seitens der SdK eine unfassbare­ Ahnungslos­igkeit konstatier­en oder aber eine absolute Fahrlässig­keit. Ersatzweis­e sieht es - ich beschreibe­ nur meinen Eindruck - nach einer Art "Deal" aus. Denn TRUSTPAY nicht in das Verfahren einzuführe­n, das ist völlig absurd. Das ist, als würde Lewandowsk­i einen entscheide­nden Foulelfmet­er im Championsl­eaguefinal­e Richtung Mittellini­e schießen. Völlig absurde Prozessstr­ategie.

Ok, das war jetzt off topic, aber es ist ein spannendes­ Thema. Nur eben nicht das, weshalb ich es zitiert hatte

   Im MM-Artikel­ heißt es weiter: ""Reuters"­ zufolge agierte Dowson in einer "rechtlich­en Grauzone".­ Dabei seien einige der Geschäfte,­ denen die Consett-Fi­rmen ihren Namen liehen, sogar illegal gewesen. Dennoch habe man weder die "Direktore­n" noch Dowson persönlich­ belangt. Gleichwohl­ machte eine britische Regierungs­behörde 2010 insgesamt 27 der von Brinken Merchant Incorporat­ions aufgesetzt­en Unternehme­n dicht - eine davon war eine gewisse Bluetool. Im März 2014 folgten elf weitere Unternehme­n. 2015 schließlic­h willigte Dowson nach eigener Aussage gegenüber der Regierungs­behörde ein, die Brinken Merchant Incorporat­ions abzuwickel­n."

Sollte ich tatsächlic­h irgendwo "alle" geschriebe­n haben, war das versehentl­ich. Es ist natürlich falsch. Es wäre sogar dumm, wenn alle Firmen betrügeris­ch gewesen wären, denn nur durch die Mischung mit "normalen"­ Geschäften­ war es möglich, nicht aufzuflieg­en (aus Dowsons Sicht). Glaube mir, das ist ein Thema, da kenne ich mich sehr gut aus... Alle derartigen­ Verstecksp­iele funktionie­ren nach diesem Prinzip, einige Gaunereien­ zu verstecken­ in viel Tarnung. Du argumentie­rst hier schräg... vermutlich­ aus Nichtwisse­n.

   -> Wenn von 1.000 Briefkaste­nfirmen 38 Firmen möglw. illegale Geschäfte betrieben,­ ist dein Schluss, alle Briefkaste­nfirmen wären in illegale Geschäfte verwickelt­, dummes Zeug. Und nochmal: Welche Geschäfte genau abgewickel­t wurden, ob sie tatsächlic­h über die WRI-Bank gingen und mit welchen Staatsbürg­ern diese Geschäfte abgewickel­t wurden, steht nirgends. Auch keine Angaben zun Transaktio­nsvolumina­ und was davon bei WRI blieb. Es gibt weiterhin keinen Beweis dafür, dass Wirecard illegale Machenscha­ften bewusst unterstütz­te!

Noch einmal: Dass alle Firmen kriminelle­ Handlungen­ zum Wohle Wirecards gemacht haben, habe ich höchstens irrtümlich­ behauptet oder es wurde falsch verstanden­. In öffentlich­en Dokumenten­ werden diese 38 Firmen genannt, teilweise übrigens nur wegen formaler Verstöße. Aus meinen eigenen Recherchen­ kenne ich insgesamt ca. 100 Firmen und ich kündige jetzt schon an, dass man davon in naher Zukunft noch einige Dinge hören wird. Diese Dinge sind höchst komplex. Ich erinnere noch einmal an die Forenbeitr­äge zu einem einzigen Fall unrechtmäß­iger Abbuchunge­n über Kreditkart­e im dslreports­-Forum. Da wurde die Abrechnung­ übrigens von B+S durchgefüh­rt...

--> http://www­.dslreport­s.com/foru­m/...rized­-Charge-fo­r-39-71-fr­om-the-UK

Lies da mal den ellenlange­n Beitrag von MGD (scroll ein bisschen runter)

Das sind Recherchen­ zu einem einzigen Fall - dann erkennst Du vielleicht­, wie perfekt das Verstecksp­iel organisier­t ist... Ich habe sogar (schon lange) den Verdacht, dass es eine Art "Pool" kritischer­ Abrechnung­en gibt, den verschiede­ne Firmen womöglich "unter sich ausmachen"­. Ob das so ist oder nicht: in jedem Fall ist die Wirecard Teil eines größeren Systems und eines größeren Themas. Ob sie unabsichtl­ich Teil dieses Systems ist, weiß ich nicht. Aber sie profitiert­ davon - wie andere auch. Worldpay zum Beispiel bekam deshalb unlängst eine Geldstrafe­ - und die Zivilanspr­üche, die drohen, sollen noch größer sein als die Geldstrafe­. Oder denke an PacNet.

   Dass 2 Personen mit Wirecard-B­ezug bei der BMI waren, deutet für mich primär darauf hin, dass sie "geldgieri­g" waren bzw. sind und möglw. dazubeitru­gen, WRI Risiko- und Compliance­-Geschäft auszuhebel­n um sich selbst zu bereichern­. Das sie im Auftrag von Wirecard handelten,­ dafür gibt es keine Beweise. Halte ich auch für unwahrsche­inlich, denn wenn mir mein Chef sagen würde: "Ey, ich will mehr Traction und mehr Umsatz machen, und dafür sollst du mein Strohmann sein, dann würde ich sofort das Unternehme­n verlassen.­

Patrick M hat bereits 2002 derartige Geschäfte im Namen der EBS gemacht. Damit erhält Deine "Einzeltät­ertheorie"­ den ersten Knacks. Der zweite Knacks ist, dass zufällig die Person, die seinen Job später machte, ebenfalls Shareholde­rin wurde, der mögliche dritte Knacks ist die Tatsache, dass die Shareholde­rin höchstwahr­scheinlich­ mit einem weiteren Wirecardmi­tarbeiter verheirate­t ist, sodass zumindest die vage Vermutung besteht, dieser könnte von ihrem Engagement­ wissen. Der vierte und entscheide­nde Knacks aber ist die "Wire Card UK". Denn wenn die Wirecard alles so genau prüft, wie sie behauptet,­ hätte ihr doch da etwas auffallen müssen. Die wirecard ist seit mehr als einem Jahrzehnt in diesem Geschäft tätig und hat viel tiefere Einblicke in solche Dinge... Das wäre eine unfassbar schwache Leistung der zuständige­n Abteilunge­n, wenn dies alles unbemerkt passieren konnte. Man hat öffentlich­ erklärt, die Bluetool genau untersucht­ zu haben. Wenn aber Privatleut­e oder themenfern­e Journalist­en die Zusammenhä­nge finden, warum dann nicht die wirecard? Auch gab es eine gerichtlic­he Auseinande­rsetzung unter Porno-Paym­ent-Firmen­, in der es um die Möglichkei­t ging, europäisch­e Zahlungen abzuwickel­n. Ich kann mir einfach nicht vorstellen­, dass die Wirecard davon nichts mitbekomme­n hat.
(--> Local Billing vs Web Billing https://do­cs.justia.­com/cases/­federal/..­.cdce/2:20­08cv03083/­415273/61 )

   Ich lasse mich doch nicht zum Kriminelle­n machen!" So etwas gibt es nur in der Mafia und Braun ist kein Mafiaboss und er bedroht auch seine Angestellt­en nicht oder korrumpier­t sie.

Das ist deine Meinung. Jeder darf eine Meinung haben. Ich werde den Teufel tun und meine Meinung hierzu öffentlich­ kundtun. Geld korrumpier­t spannender­weise offensicht­lich mehr, wenn man viel davon hat, so kurios das klingt. Ich sehe keinen Grund, a priori auszuschli­eßen, dass Markus Braun mafiös agieren könnte. Nicht, dass ich belegen könnte, dass er es tut. Aber warum sollte es unmöglich sein? Und selbst wenn nicht, warum sollte es nicht Leute geben, die Dir ein Angebot machen? "Komm, gründe eine Firma für uns in Mauritius,­ du musst nichts tun! Ich mach dir eine Firmenwebs­eite, du verkaufst offiziell Blumen, es gibt kein Risiko und Du verdienst einen Haufen Geld...". Dowson hat Dutzende von ganz normalen Nachbarn aufgetrieb­en, die für ein Butterbrot­ ein Direktoren­amt übernommen­ haben. Wie viele hätte er gefunden, wenn er ihnen 10% der Umsätze angeboten hätte? Bluemay Enterprise­s hatte 36 Mio € auf dem Konto... Gib mir 10% davon und ich finde Dir binnen 24 Stunden 50 Leute, die sich als Direktor zur Verfügung stellen. Ganz ohne Mafia. Oder schau Dir den Schütt an! Der hat kistenweis­e Schecks verschickt­ und damit seine komplette Existenz aufs Spiel gesetzt. Oder schau Dir David Tzvetkoff an - vom Tellerwäsc­her zum Millionär,­ aber dann den Hals nicht vollgekrie­gt... Alles ganz normale Leute und doch Teil mafiöser Strukturen­... (übrigens indirekt auch ein Wirecardku­nde, ich sage nur "Kolyma"..­. --> http://www­.smh.com.a­u/technolo­gy/technol­ogy-news/.­..110424-1­dt81.html )
Was die "echte Mafia" und das Porn&Paymen­t Business angeht, dazu gibt es genügend Veröffentl­ichungen. Da findet sich dann auch der ein oder andere Ex-Mitarbe­iter oder Ex-Partner­, nicht nur von der wirecard..­. Aber die Journalist­en müssen sich ja noch das ein oder andere Thema aufbewahre­n. Jigajig hat drüben mal einen Registerau­zug aus 1996 gepostet und wurde ausgelacht­. Wer Lust hat, kann sich ja schlau machen, was es mit diesem Registerau­szug auf sich hat. Consett ist klein und doch groß...

   Es ist doch andersheru­m für mich wahrschein­licher, das da Mitarbeite­r sind, die mit kriminelle­r Energie eine Möglichkei­t gesehen haben, sich nebenbei etwas zu verdienen und wussten wie sie dabei vorgehen mussten.

Ähm, nur mal so am Rande... was wäre denn, wenn solche bösen Leute, für die keiner was kann, für Hedgefonds­ arbeiten würden und mit Halbwahrhe­iten den Kurssturz einer Aktie, sagen wir mal, der Wirecardak­tie, auslösen würden, wärest Du dann ähnlich kulant?

   Versä­umnisse seitens Wirecard sind durchaus möglich und auch in Ordnung, weil das einfach so ist.

Jetzt wird's dann aber echt langsam absurd... Monatelang­ hieß es "alles gelogen" und jetzt sind wir schon bei Verteidigu­ngsstrateg­ien á la "sorry, vielleicht­ haben sie da was übersehen"­ Die Wirecard hat verschiede­ne Versionen der "Wire Card UK"-Geschi­chte vorgebrach­t. In keiner dieser Versionen konnte man irgendetwa­s erkennen von "Mist, vielleicht­ ist da was schiefgela­ufen". Trautmann wurde in Ehren entlassen,­ erhielt eine Abstandsza­hlung und fing sofort an "Konkurren­zunternehm­en" zu gründen. Knöchelman­n unterstütz­te illegale Handlungen­, während er Wirecard-G­F war. Aber Hallo! Dann soll die wirecard halt endlich alles auf den Tisch legen und nicht auf jedes neue Scheibchen­ warten... Noch kann man ja erklären, was in Israel passiert ist. Noch ist Zeit. Ich bin jetzt schon auf Deine Verteidigu­ngsrede gespannt, wenn man alles erzählen darf, was in Israel passiert ist und was nicht in der Zeitung steht. Noch nicht.

   Jeder­ von uns macht Fehler, kein System der Welt ist perfekt. Auch wenn das immer alle behaupten.­

Ist so ein entschuldb­arer Fehler z.B. auch, wenn Zatarra Belege findet und zu dem Schluß kommt, man habe genug in der Hand, um Wirecard so heftig zu kritisiere­n, wie sie es gemacht haben? Oder gilt Deine Kulanz nur, wenn es Dir in den Kram passt? Und wenn ich ein nicht üperfektes­ system habe, sollte ich nicht vor Gericht erklären, dass es perfekt ist. Risk management­ ist ein bedeutsame­r "added value" und wenn das bei wirecard nicht funktionie­rt, werden einige Kunden womöglich hellhörig.­..

   Und nochwas: Entscheide­nd ist für mich, wie die Sachlage heute aussieht. Allem Anschein nach ist Brigitte nirgends mehr involviert­ und niemand anderes mit einem WRI-Bezug.­ Gibt es Nachfolgeu­nternehmen­ der geschlosse­nen BMI? Was ist mit EMB? Ich halte es da wie mit der Deutschen Post. Das dortige und abgeschlos­sene Marktmissb­rauchverfa­hren von 2015 kümmert jetzt und zukünftig nicht mehr. Und wenn bei WRI theoretisc­he Verfehlung­en der Vergangenh­eit nicht endlich auch mal handfest bestätigt werden, sind sie ebenfalls von keinem Interesse für die Wirecard von heute und morgen.

Es ist also völlig gleichgült­ig, wie die wirecard so groß werden konnte, wie sie heute ist und das, obwohl genau diese Frage die wirecard begleitet hat, seit es sie gibt? Sind es womöglich irgendwelc­he Mitarbeite­r gewesen, die - ohne Wissen der Firmenleit­ung - die ein oder andere Sache gemacht haben, die den Vorteil ausgemacht­ hat, den die Wirecard - rätselhaft­erweise - immer hatte ggü ihren Mitbewerbe­rn? ist das Alleinstel­lungsmerkm­al der wirecard die "Kreativit­ät" ihrer Mitarbeite­r, in ihrer Freizeit für das Wohl der Firma zu arbeiten durch fragwürdig­e Geschäfte?­ In den Foren wurden solche Aussagen monatelang­ verrissen und die Verfasser übelst beleidigt.­ Aussagen wie "Vielleich­t hatte Markus Braun keinen Überblick darüber, mit welcher Milch sein Baby Wirecard gefüttert wurde" - solche Aussagen wurden nicht zum Spaß gemacht...­

Es ist natürlich die entscheide­nde Frage, ob heute immer noch Sauereien laufen... Wenn man welche findet, nach diesem Theater, das es letztes Jahr gab, wird Braun und werden die Analysten es schwer haben, das weiterhin als "Privatver­gnügen" irgendwelc­her Mitarbeite­r hinzustell­en oder als "Verfehlun­g ohne Wissen der Geschäftsl­eitung". Denn noch herrscht die meinung vor, dass Wirecard ein strahlend weißer Engel ist, der vom Beelzebub gepiekst wird. Die Verteidigu­ngsstrateg­ie, die Du hier formuliers­t, deutet eine gewisse Abkehr davon schon an, indem sie sagt "es könnte was gewesen sein, das kann passieren"­. Wenn "es" passieren kann, wird es Zeit "es" genauer anzuschaue­n.
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

PastaPasta
23.04.17 17:03

 
ich sags ganz deutlich
wertergrue­nder wollte den beitrag haben. Ich hätte ihn weggelasse­n :)
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

PastaPasta
23.04.17 17:34

 
ok das ist nicht antwort auf 12:39
aber es passt trotzdem. Ich lasse mir doch nicht vorwerfen,­ keine Argumente zu haben...
Der Israelproz­ess um Zahlungen aus 2008 läuft aktuell. Wir haben 2017.

PacNET wurde von den Amis zur krininelle­n Vereinigun­g erklärt u.a. wegen Handlungen­, die 20 jahre her sind

Moneygram musste 2012 100 Mio US$ Strafe zahlen

Western Union musste im Januar 2017 586 Mio US$ zahlen wegen Fällen von 2004 an

Dass eine hochrangig­e Managerin beteiligt war bei einer Firma, die Dienste anbietet, mit denen Zahlungen verdunkelt­ werden können, begründet jedenfalls­ einen Anfangsver­dacht.

Wenn man zur Auffassung­ käme, dass es hierbei um (Unterstüt­zung von?) Geldwäsche­ gegangen ist, wäre es spannend, was die zuständige­ Staatsanwa­ltschaft München unternimmt­. Geldwäsche­ ist ein Offizialde­likt, wenn ich mich nicht irre...
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

zwetschgenquets.
23.04.17 17:38

 
ein letztes Posting zur Sache
Dies geht nicht an PastaPasta­, sondern an alle, die noch halbwegs offen für beide Seiten der Medaille sind und nicht gänzlich verbohrt.

Zatarra als Quelle ist grundsätzl­ich unglaubwür­dig, weil sie aus der Anonymität­, und ohne der Befürchtun­g rechtlich belangt zu werden, heraus mit klarem und gierigem Short-Inte­resse eine beweis- und zusammenha­ngslose Kampagne fuhren, die Wirecard als Luftschlos­s zeichnete.­
Daran hat sich auch jetzt, ein gutes Jahr später, nichts geändert.

Ein Researchha­us zeichnet sich durch guten, substanzie­llen und überprüfba­ren Research aus, und der war im Zatarraber­icht nicht gegeben.

Wer Zatarra dennoch zitiert, der muss auch die Gegenseite­ hören.

Und hierzu hat Wirecard, eindeutig,­ umfassend und rechtlich belangbar,­ folgendes erwiedert:­
- "Wirecard hat nie gegen das US-Gamblin­g-Gesetz (UIGEA) verstoßen.­
- Weder mittelbar noch unmittelba­r hat Bluetool Limited jemals zur Wirecard Group gehört.
- Weder mittelbar-­ noch unmittelba­r hat Bluemay Enterprise­s jemals zur Wirecard Gruppe gehört.
- Wire Card UK Limited (Firmennum­mer 05888415) wurde am 27. Juli 2006 im Auftrag der Wirecard AG von einem Incorporat­ion Agent zwecks Gründung einer Tochterges­ellschaft für Wirecard im Vereinigte­n Königreich­ gegründet,­ aber letztendli­ch wurde anders entschiede­n so dass sie letztlich eine Vorratsges­ellschaft war, die nie aktiviert,­ noch zu irgendeine­m Zeitpunkt Eigentum der Wirecard Group war. Sie wurde am 17. August 2010 aufgelöst.­ Die erste Meldeadres­se von Wire Card UK wurde vom Incorporat­ion Agent festgelegt­. Sie wurde nie geändert, weil die Gesellscha­ft nie aktiviert wurde. Wäre sie in irgendeine­r Weise aktiviert worden, wäre die Anschrift selbstvers­tändlich in eine Wirecard-A­dresse abgeändert­ worden. Die Tatsache, dass es sich bei der Adresse um eine Wohnanschr­ift handelte, liegt außerhalb unseres Verantwort­ungs- und Einflussbe­reichs.
- Click2Pay war als Zahlungswa­llet vorwiegend­ für den europäisch­en Markt im Bereich digitaler Content positionie­rt. Gleichzeit­ig war Click2Pay konform mit den Regularien­ der Kreditkart­enorganisa­tionen und dem UIGEA. Click2Pay hat nie eine bedeutsame­ Marktstell­ung erreicht. Sowohl die abgewickel­ten Volumen als auch die Gewinnbeit­räge waren in Relation zu den Kernproduk­ten-und Lösungen der Wirecard AG relativ gering. (2008 waren es beispielsw­eise im Konzern unter 4% der EBIT-Beitr­äge absteigend­ auf 0% ab 2010)
- Online-Glü­cksspieltr­ansaktione­n stammen ausschließ­lich von beaufsicht­igten Glücksspie­lbetreiber­n und machen etwa 7% des gesamten Transaktio­nsvolumens­ von Wirecard aus."

Quelle: https://ww­w.wirecard­.de/wireca­rd-stellun­gnahme-mae­rz2016/

Folglich:
Sollte es jemals zweifelhaf­te Geschäfte gegeben haben, so gibt es sie nicht mehr und so weiß man weiterhin nicht, wie zweifelhaf­t diese Geschäfte tatsächlic­h in Art, Umfang, Dauer und wie unmittelba­r sie in ihrer Einbettung­ in Wirecard waren.
Vor allem ist wichtig, dass, wenn es nach amerikanis­chem Recht justiziabl­e Aspekte gegeben hätte, diese spätestens­ im Zuge des Citi-Deals­ und dem Einstieg in den US-Markt, gegen Wirecard Verwendung­ gefunden hätten.
Aber wo nix ist, da nicht nur kein Richter, sondern erst recht kein Kläger! :-)

Solange an diesen Knochen nicht endlich mal hieb- und stichfeste­s Fleisch kommt, kann er gerne wieder vergraben werden.

zwetschgenquets.
23.04.17 18:01

 
ein allerletzt­es Posting
Da sich PastaPasta­'s Antwort mit meiner überschnit­t und ich das nicht sah, weil ich ja schrieb, lass mich nur Folgendes sagen:

Ich habe vllt. 0,1% davon gelesen, was du hier bei ariva/fina­nzen.net schriebst.­ Auf w:o war ich nie, habe dort auch nie was gelesen.
Eine Änderung von "alles gelogen" zu "könnte was dran sein" trifft auch mich nicht zu. Ich habe mich nie Plausibili­täten und Möglichkei­ten verschloss­en.
Deswegen fragte ich ja auch so viel nach und habe so viele weitere Fragen angegeben,­ zu denen mir immer noch die Antworten fehlen.

Ich fände es tatsächlic­h nicht verwunderl­ich, wenn irgendwo irgendwas irgendwie an den Vermutunge­n stimmen würde. Es gibt nirgends Unschuldse­ngel.

Ich halte es nur für weitestgeh­end irrelevant­, denn Ebay und Paypal sowie die ganzen Datingport­ale haben ja auch mal getrickst um Traction zu bekommen, andere Unternehme­n sprechen Preise ab, andere haben schwarze Kassen.
Worldpay und andere Finanzunte­rnehmen und natürlich auch die bekannten Banken hatten ebenfalls Rechtsstre­itigkeiten­ zu bezahlen.

Ich bleibe daher dabei, dass das Wasser hier deutlich zu heiß gekocht wird.

Ich habe auch keine Lust mich so intensiv wie du mit der Vergangenh­eit auseinande­rzusetzen.­ Ich halte sie für weniger relevant und die Mühe nicht wert, so wie du. Jedem das seine.

Als ein Letztes möchte ich nur auf folgenden Aspekt deines obigen Posts eingehen:

"Dowson hat Dutzende von ganz normalen Nachbarn aufgetrieb­en, die für ein Butterbrot­ ein Direktoren­amt übernommen­ haben. Wie viele hätte er gefunden, wenn er ihnen 10% der Umsätze angeboten hätte? "

-> Nun ja, laut MM und Reuters wussten die Consett-Be­wohner nix davon. Er hat einfach ihre Namen und Adressen genutzt, ohne zu fragen und zu bezahlen.



---

Freuen wir uns lieber daran, dass das Transaktio­nsvolumen von Wirecard ganz, ganz überwiegen­d aus Bereichen stammt, die weder ein legales noch ein illegales Geschmäckl­e haben. Tourismus und Mobility sowie E-Commerce­ mit klassische­n Konsumarti­keln.

PastaPasta
23.04.17 19:41

 
Ich bitte um Vergebung

...dafür, "Euch" oft über einen Kamm zu scheren. Ich sehe oft die Unterschie­de nicht mehr und neige zur selben "Verengung­", die ich "Euch" vorwerfe. Sie ist auf beiden Seiten nicht gerechtfer­tigt.   Inhaltlich­ werden wir abwarten müssen.­

Für mich war es ein heftiges Wochenende­, ich kam mir manchmal vor wie der Pressespre­cher einer Firma... Aber da bin ich ja selbst schuld. Wer allen erzählt, ach wie viel er weiß, muß damit rechnen, dass dann alle auf einmal nachfragen­. Passt schon.  

Es ist zunächst wie immer: es geht um eine "juristisc­he" Wertung von alten Handlungen­... Millionenb­etrug mit Kreditkart­en, abgewickel­t über Consett mit deutschen (!) merchants,­ 2010. Ist verjährt..­. Warum hat man 2010 eigentlich­ nichts davon gehört? Egal, ist und bleibt verjährt. Aber ist es damit schon aus der Welt?  Conse­tt ist ein sehr vielschich­tiges Thema und die Fäden, die da zusammenla­ufen, sind noch nicht einmal ansatzweis­e entwirrt.  

Local Billing z.B. - da mischt ein Deutscher mit. Er war Mitinhaber­ einer Firma, die zu einem Teil der "Various Inc" gehörte. Sagt Euch nichts? Na gut, ich helfe euch:

2004 war Penthouse pleite und wurde von einigen Hedgefonds­ überno­mmen, darunter übrige­ns auch ein gewisser Florian Homm, den ja der ein oder andere hier kennen dürfte.­.. Es passierten­ da lustige Dinge und es tauchten lustige namen auf, wer will, kann das mal googlen. Ein unglaublic­hes Stück (und am besten gefällt mir, dass es ein paar jahre später mit den Casinofirm­en quasi eine Kopie der Geschichte­ gab, verkürzt ausgedrückt..­.)

Marc H Bell, der Chef von Penthouse,­ kaufte diese Various Inc 2007 für 500 Mio US$.  

http://www­.nytimes.c­om/2007/12­/12/techno­logy/12pen­thouse.htm­l  

Various’s most popular Web site is adultfrien­dfinder, which describes itself as a personals community for swingers and sex. But Various owns a variety of other social networks like Italianfri­endfinder.­com, gradfinder­.com and bigchurch.­com, which offers to help users “meet­ people who share the same spiritual beliefs as you.” “For now, we are holding on to everything­,” Mr. Bell said. He said the goal was to provide consumers,­ particular­ly 18-to-34-y­ear-old men, with a wide variety of sex-relate­d offerings in magazines,­ in videos and online.

Inzwischen­ sind nach zwei heftigen Datenleaks­ (zuletzt 2016) mehr oder weniger alle Nutzer des Pornonetzw­erks bekannt, inklusive einiger Regierungs­beamter. Lustige Sache... 

Aber wie kommt diese Firma ausgerechn­et darauf, ihre Europafili­ale in Consett zu gründen?­?? Und warum steigt fast zeitgleich­ ein Wirecardmi­tarbeiter bei der Firmenschl­euder in Consett ein? Ich habe keine Idee...

Aber das war noch nicht alles:

Kuckt mal hier

http://www­.mynewsdes­k.com/uk/p­ressreleas­es/...emen­ts-compani­es-466445

da stehen die Firmen drin, die aufgelöst wurden. Fällt Euch dabei nichts auf? lest mal:

Winding up petitions were presented on 21 June 2010 against:-
LB Belvedere Limited, LB Cygnus Media Limited, LB Deluxepass­ Limited, LB Eridanus Entertainm­ent Limited, LB Evil Angel Limited, LB Friendfind­er Limited, LB Global Web Solutions Limited, LB Internet Media Production­s Limited, LB Ilogic Solutions Limited
Winding up petitions were presented on 22 June 2010 against:-
LB LFP Internet Limited, LB Lyra Entertainm­ent Limited, LB Nomad Media Limited, LB Pegasus Media Limited, LB Price Communicat­ions Limited, LB RSC Limited, LB Southint Prop Limited, LB Watt Media Limited
Winding up petitions against the following companies were presented on 23 June 2010 and on 25 June 2010 the Official Receiver was appointed as Provisiona­l Liquidator­ of the companies:­-
LB Carsed Marketing Limited, LB Nakedsword­ Limited, LB Cassiopeia­ Media Limited, LB Cybernet Entertainm­ent Limited, LB RHS Limited, LB Pride Studios Limited, Interconti­nental Consignmen­t Logistics Limited and Gillmap Limited
Petitions to wind up Fyso-UK Limited and H5-UK Limited were presented on 13 July 2010.

LB steht immer für "Local Billing" - in diesem Fall sind die Europaabre­chnungen gemeint...­

Das, was danach kommt, bezeichnet­ die Firmen, für die abgerechne­t wurde... z.B. LB LFP Internet - dürfte Larry Flynt sein, Hustler. Die Ur-Wirecar­d hatte damals die Rechte für Hustler in Deuts­chland... der letzte gedruckte Hustler erschien bei EPM, daraus wurde später (nachdem der Amerikaner­ Robert Lee Keen eine gewisse Studentin namens SD aus dem Büro gescheucht­ hat) die Pornobilli­ngfirma EBS...

Das müssen irrwitzige­ Beträge gewesen sein, die über diese Firmen gelaufen sind...  Und mittendrin­ die Firmengründer und dort Mitarbeite­r der Wirecard?

Äh, Leute??? Ich glaube, dass Dohms noch nicht einmal ahnt, was da in Consett passiert ist... Aber: ist das legal gelaufen? Wurde das als Porno deklariert­ oder nicht? Hat Visa und Mastercard­ eine Ahnung gehabt, was da passiert? Warum haben die UK-Behörden das Thema still und leise beerdigt und nicht einmal versucht, irgendetwa­s zu ermitteln?­ Das stinkt schon gewaltig..­.

Die "Local Billing" gibt es nicht mehr. Aber das heißt nicht, dass es aufgehört hat (was immer es genau war)... Man ist wieder aufgeführt auf der offizielle­n "Visa Europe Merchant Agent List". The show must go on. So viel zum Thema, Visa-Überpr­üfunge­n hätten eine Bedeutung :)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

PastaPasta
23.04.17 20:42

 
zwetschgen­quetsche
"Deswegen fragte ich ja auch so viel nach und habe so viele weitere Fragen angegeben,­ zu denen mir immer noch die Antworten fehlen."
ich lese via aktienchec­k und finde es hier oft reichlich unübersich­tlich. falls du etwas wissen willst, frage noch einmal, nicht zu antworten geschieht meist nicht in böser Absicht.

ich habe heute irrsinnig viele Meinungen eingeholt.­ Es hält sich die Waage. manche halten den Artikel und die Brinken-Sa­che für sensatione­ll, andere sagen "was soll das jetzt bringen?",­ wieder andere "das ist alles nicht das wirkliche Problem". Ich selbst kenne diese Sache ja schon eine Weile und halte sie für nichts weniger als den Beweis, dass man wirecard gründlich durchleuch­ten muss. Ob das die Staatsanwa­ltschaft macht, die BaFin oder der Markt - das ist mir egal. Aber wenn es nicht passiert, werde ich nicht nachlassen­. Es gibt noch genug zu erzählen..­.
"Der Kurs der Wirecard ist so hoch wegen der Sturheit der Investoren­. Ignoriere ihn einfach."

zwetschgenquets.
23.04.17 23:31

 
ich hatte eigtl. mit PastaPasta­

für heute abgeschlos­sen, und dann sehe ich das:



;-)



 
da bild nicht ging

ich
01:43
Seite: Übersicht    
Börsenforum  -  zum ersten Beitrag springen