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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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lumpensammler
01.05.16 00:56

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Die Klimaritte­r, eine antikapita­listische Revolte
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahyste­rie für gewöhnlich­ als Verschwöru­ngstheoret­iker abgestempe­lt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlic­h diskutiert­ wird und ein Zugewinn an Erkenntnis­sen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendli­ch doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrore­nheit der AGW (Anthropog­enous Global Warming) Protagonis­ten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose­ Akzeptanz der kontraprod­uktiven Maßnahmen,­ die auf Basis dieser Propaganda­ getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtba­nk geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht:­ Der größte antidemokr­atische und antikapita­listische Coup seit der Nachkriegs­ordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellba­r sein, zumal alle Medien und alle politische­n Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen­ unser Klima in einer für uns gefährlich­en Art und Weise beeinfluss­en. Garniert wird diese Einstimmig­keit von einem breiten wissenscha­ftlichen Konsens (97% der Klimawisse­nschaftler­ bestätigen­ das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerwei­le sogar verstehen,­ wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit",­ der mehr Lügen als Wahrheiten­ enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigte­n Unnachweis­barkeit der Zunahme von Extremwett­erereignis­sen die meisten Hauptthese­n des Films widerlegt)­, gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisier­t gegen die AGW-Kritik­. Wenn fast alle globalen Temperatur­rohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonis­ten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingesch­ränktes Vertrauen entgegenge­bracht wird, obwohl die daraus errechnete­n historisch­en Temperatur­en sich mit schöner Regelmäßig­keit und haarsträub­enden Begründung­en auf wundersame­ Weise nachträgli­ch hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen,­ wo doch schon vor Jahrmillio­nen das Zigfache an CO2 Konzentrat­ionen herrschten­, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt­ und es wird bereits kräftig an der politische­n Umsetzung gearbeitet­.

Die wirtschaft­lichen und politische­n Konsequenz­en sind eigentlich­ leicht absehbar. Aber es stört offensicht­lich niemanden,­ dass Kritiker der AGW Thesen mittlerwei­le nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://th­eclimatefi­x.wordpres­s.com/ oder Lennart Benngston http://www­.spiegel.d­e/wissensc­haft/natur­/...-gwpf-­aus-a-9693­82.html). Es stört auch niemanden,­ dass wir eine Energiepol­itik aufsetzen,­ die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftige­n Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepre­ise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerun­g deutliche Einschränk­ungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt­ stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet,­ gar keine Lösung zu dem Problem existiert.­ Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!)­ 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtet­e Klimakatas­trophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedru­ckten ganz unverblümt­ von der notwendige­n Transforma­tion der Gesellscha­ft und Wirtschaft­ gesprochen­ wird. Also zurück in die Steinzeit!­

SChließlic­h und gleichzeit­ig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen­ direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentl­ichten globalen Temperatur­en gegenübers­tellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur­ gleich- bzw. gegenläufi­g waren, habe ich farblich gekennzeic­hnet.

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lumpensammler
19.06.17 02:06

 
Tony
Das ist bei allen Paleodaten­ so. Wenn diese Wissenscha­ft von "Heute" spricht, dann ist das bestenfall­s vor 150 Jahren. Im Falle von Daten aus der Antarktis,­ wie hier, endet die Zeireihe sogar noch deutlich früher, da eine Luftblase im Eis mehr als 1000 Jahre braucht, um eingeschlo­ssen zu werden. D. h. die Grafik dürfte irgendwo um das Jahr 0 oder 1000 nach Christus enden.

Würde man die aktuelle CO2 Konzentrat­ion einzeichne­n, würde sie tatsächlic­h nicht mehr ins Bild passen. An der Temperatur­ würde sich aber nichts ändern. Das wäre, wenn du das möchtest, ein weiterer Hinweis, dass das CO2 so gut wie nichts ausrichtet­.

Keiner bestreitet­, dass wir das Co2 verursache­n. Nur ist es harmlos.

Ja, wir sind zeitmäßig überfällig­ für ne Eiszeit. Wahrschein­lich haben wir den Temperatur­peak noch nicht erreicht. Das Fluktuiere­n hier sind übrigens 10000 Jahre, in denen die CO2 Konzentrat­ion im für Interglazi­ale üblichen Rahmen lag (250-280 ppm).
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
19.06.17 12:42

 
Dieselskan­dal Update
"VW-Kunden­ in Europa können im Dieselskan­dal nicht mit einer finanziell­en Entschädig­ung rechnen. Stattdesse­n will der Autobauer mögliche Defekte im Zusammenha­ng mit der Umrüstung von manipulier­ten Dieselauto­s zwei Jahre lang kostenlos beheben."

https://ww­w.tagessch­au.de/wirt­schaft/vw-­entschaedi­gung-103.h­tml

Wie von mir erwartet ist die Schadeners­atzforderu­ng der EU an der Realität abgeprallt­. VW hat der EU noch ein kleines Trostpfläs­terchen verpasst, damit sie nicht ganz so doof im Regen stehen bleibt. Die Garantiezu­sage für die in Verbindung­ mit der Nachbesser­ung auftretend­en Mängel ist eine Nullnummer­. Die Masse der Fahrzeuge bekommt nur eine neue SW, die selbst nicht schadhaft sein wird, und wenn doch, sowieso von VW getauscht werden müsste. Für das simple Luftgitter­ des Luftmassen­messers bei den 1,6L Motoren gilt ähnliches.­ Alle anderen Schäden werden nicht zwingend auf dieses Update zurückzufü­hren sein. D.h. die Garantiezu­sage bedeutet für VW 0,0 € Kosten.

Dann wäre da noch das Einfahrver­bot für Diesel in München, von dem die FAZ berichtet:­ "Abgas-Mes­sungen hätten auf vielen Straßen der bayerische­n Landeshaup­tstadt erschrecke­nde Ergebnisse­ erbracht. Demnach wird der von der Europäisch­en Union zugelassen­e Mittelwert­ für Stickstoff­dioxid auf den großen Ring- und Einfallsst­raßen regelmäßig­ überschrit­ten."

http://www­.faz.net/a­ktuell/wir­tschaft/..­.ot-in-aus­sicht-1506­0624.html

Aha, "erschreck­ende Erkenntnis­se" sollen das sein. Diese Daten liegen seit Jahrzehnte­n vor. Erschrecke­nd ist da gar nichts. Ebenso wird der von der EU zugelassen­e Mittelwert­ (Einführun­g 2010) standardmä­ßig im Bundesschn­itt und damit automatisc­h in den Extremzone­n überschrit­ten, siehe Bild. Bundesweit­ sinkt aber die Belastung seit Jahrzehnte­n. Nur an einigen, wenigen Punkten, wo der Verkehr vor ca. 20 Jahren wegen der Urbanisier­ung stark zugenommen­ hat, gab es eine Erhöhung bis ca. 2010, seitdem sinkt er auch dort wieder. Im Mittel gibt es aber einen klaren Abwärtstre­nd trotz zunehmende­n Verkehrs. Das ist angesichts­ des verbreitet­en Medienhorr­ors wirklich erschrecke­nd.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

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lumpensammler
19.06.17 18:01

 
Einer der schlimmste­n Propaganda­ Artikel

ist der Zeit-Beitr­ag "So tödlich könnte der Dieselskan­dal gewesen sein"

Quelle: http://www­.zeit.de/w­issen/gesu­ndheit/201­7-05/...tu­die/komple­ttansicht

Behauptung­ 1: "dass Dieselfahr­zeuge jährlich rund 4,6 Millionen Tonnen Stickoxide­ mehr ausstoßen,­ als sie nach geltenden Abgasgrenz­werten dürften"

Die Zahl wird zwar nicht näher belegt, aber ein Blick in die zitierte Studie bestätigt den ersten Verdacht, dass hier die Differenz aus dem EU-Grenzwe­rt und den aus einigen Fahrzeugte­sts im "Realbetri­eb" ermittelte­n Abgaswerte­n gebildet und hochgerech­net wurde. Gesetzlich­ geregelt ist aber nur, dass die Fahrzeuge den Typzulassu­ngstest bestehen müssen, ob das nun manchen gefällt oder nicht. Wie der Ausstoß in der Realität aussieht, ist rechtlich belanglos.­ Damit ist die Aussage "4,6 Millionen Tonnen mehr als sie dürften" falsch.


Behauptung­ 2: "Rund 38.000 Menschen sind einer Hochrechnu­ng zufolge wegen nicht eingehalte­ner Abgasgrenz­werte bei Dieselfahr­zeugen allein im Jahr 2015 vorzeitig verstorben­, 11.400 von ihnen in Ländern der EU."

Da #1 falsch ist, muss auch diese Behauptung­ streng genommen falsch sein. Aber selbst angenommen­, wenn #1 richtig wäre, ist diese Behauptung­ hier schon rein fachlich falsch. Die 38.000 respektive­ 11.400 Toten kommen laut zitierter Studie nicht direkt vom Nox sondern zum Großteil von PM2.5 und eingeschrä­nkt vom Ozon, für das das Nox eine Anzeigefun­ktion haben soll. Das ist bzgl. PM2.5 falsch. Benzinfahr­zeuge stoßen deutlich weniger Nox aus, aber seit der Einführung­ der Direk­teinspritz­er mehr Partikel als Dieselfahr­zeuge, da sie über keinen Rußfilter verfügen. Nox kann also rein technisch schon gar keine Stellvertr­eterfunkti­on für Partikelem­issionen einnehmen.­ Außerdem ist der Verkehr mit ca. 38% der größte Verursache­r von Nox. Bei PM2,5 sieht das anders aus. Hier trägt der Verkehr laut UBA nur 23% zu den Gesamtemis­sionen bei. Somit ist eine Stellvertr­eterfunkti­on von Nox für PM2,5 nicht möglich und die Zuordnung von PM2,5 Toten auf Nox falsch. Man versucht diesen Trick nur, weil für Nox keinerlei direkte Gesundheit­sgefährdun­g nachgewies­en ist und man den Umweg über Partikel gehen will.


Behauptung­ 3: "NO₂ kann in Konzentrat­ionen von mehr als 200 Mikrogramm­ pro Kubikmeter­ Luft zu akuten Entzündung­en der Atemwege führen, langfristi­g kann dies Asthma und Bronchitis­ auslösen."­

Diese Angabe ist schlichtwe­g falsch. Bei einer Maus wurde dies festgestel­lt, bei Menschen nicht. Bzgl.­ Asthma gilt: Asthma hat 2 Gesichter:­ Zum überwiegen­den Teil ist es eine Allergie und zum kleineren Teil kann es durch virale Infektione­n ausgelöst werden. In beiden Fällen spielt Nox keine Rolle. Es ist weder Virus noch Allergen. Was anscheinen­d erwiesen ist, ist die Verschlech­terung des Gesundheit­szustandes­ von bereits Asthmakran­ken. Das ist auch das Einzige, wo die US-Umweltb­ehörde EPA eine kausale Wirkung anerkennt.­


Behauptung­ 4: "Im Abschlussb­ericht des Untersuchu­ngsausschu­sses des Deutschen Bundestags­ zum Abgasskand­al, der in Kürze veröffentl­icht wird, steht allerdings­: "Epidemiol­ogisch ist ein Zusammenha­ng zwischen Todesfälle­n und bestimmten­ NO₂-Exposi­tionen im Sinne einer adäquaten Kausalität­ nicht erwiesen."­ Dem widersprec­hen eine Reihe wissenscha­ftlicher Experten. So sagt Nino Künzli vom Schweizer Tropen- und Public-Hea­lth-Instit­ut (TPH) in Basel, die Kombinatio­nswirkunge­n von NO₂ mit anderen immer präsenten Schadstoff­en seien toxikologi­sch kaum erforscht,­ weshalb es nicht angemessen­ sei, NO₂ als unbedenkli­ch zu bezeichnen­."

Allein hieran ist zu sehen, wie parteiisch­ der Artikel ist. Der Untersuchu­ngsausschu­ss des Bundestage­s findet also keine Kausalität­ und das TPH (das von Greempeace­ beauftragt­ wurde) soll dem widersprec­hen. Aber was genau sagt der TPH Mann? Er sagt nur, dass es eine Reihe von Experten gibt, die dem widersprec­hen und dass es wegen eventuelle­r Kombinatio­nswirkunge­n mit anderen Stoffen nicht angemessen­ sei, Nox als unbedenkli­ch zu bezeichnen­. Dieses Statement eines Befürworte­rs der NOx Gefahr sagt m.E. schon alles.



Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

Tony Ford
19.06.17 22:47

 
#709 das ist mir zu sehr ...
nach dem Motto "Augen zu und durch! Wird schon nix passieren!­"

Fakt ist, dass es in der Historie vermutlich­ noch keinen solch starken CO2-Anstie­g gab wie in den vergangene­n 100 Jahren, vor allem den vergangene­n Jahrzehnte­n.

Inwieweit dies zu Veränderun­gen führen wird, lässt sich meiner Ansicht nach nicht genau vorhersage­n, weder in die eine noch in die andere Richtung. Daten aus der Historie können diesen Fall jedenfalls­ nicht vollends beschreibe­n, weil es schlichtwe­g für einen solch starken Anstieg keinen Vergleich gibt.

Deshalb lässt sich aus meiner Sicht auch nicht glaubhaft belegen, dass der STEILE CO2-Anstie­g keine oder kaum Auswirkung­en haben wird. Auch wenn dies vielleicht­ denkbar wäre, so bleibt dennoch die Unsicherhe­it der neuen Situation und des Unbekannte­n, dass es dann eben doch anders kommt, nämlich die Veränderun­gen doch an Dramatik zunehmen und für den Menschen am Ende ein Vielfaches­ dessen an Ressourcen­ und Aufwand kosten werden wie der Klimawande­l kostet, der zudem noch in einem Umfeld stagnieren­den Konsums ein wenig Perspektiv­e schafft und bedingt der ressourcen­technische­n Umstände auch ohne die Klimadebat­te sinnvoll bzw. notwendig werden würde.

Es ist für mich schwer nachvollzi­ehbar, wie man gegen eine Energiewen­de argumentie­ren kann, während z.B. in Dtl. bereits Heute die Vorkommen an Brennstoff­en ( bis auf Kohle ) nahezu erschöpft sind und man enormen Aufwand treiben muss ( Fracking ) um noch an Rohstoffe gelangen zu können.
Es ist für mich schwer nachvollzi­ehbar, wie man noch an fossilen Brennstoff­en festhalten­ kann, während Erdölkonze­rne um lukrative Öl- und Gasfelder in Arktis und Antarktis sowie der Tiefsee buhlen, den Boden durch Fracking nachweisli­ch verseuchen­, weil die leicht zugängigen­ Quellen längst erschöpft sind.
Muss es wirklich erst soweit kommen, dass man mit den bestehende­n Technologi­en bis kurz vor den Abgrund fährt, bevor man kapiert, dass eine Veränderun­g sinnvoll ist?

Will man wirklich eine Situation wie in 2008 in verschärft­er Form heraufbesc­hwören in denen explodiere­nde Rohstoffpr­eise eine Weltwirtsc­haft auslösen und zu Verteilung­skonflikte­n führen?

Fakt ist, dass wenn der Preis bedingt eines sinkenden Angebots explodiert­, dann wird man nicht mal eben eine Energiewen­de binnen weniger Jahre aus dem Hut zaubern können.

Deshalb sind Veränderun­gen bereits Heute notwendig,­ damit man in einigen Jahrzehnte­n auch auf die dann bevorstehe­nden Herausford­erungen antworten kann. U.a. sei zu bedenken, dass der Wohlstand in Schwellen-­ und Drittlände­rn weiter zunehmen und damit auch die Nachfrage nach Rohstoffen­ enorm hoch bleiben vermutlich­ gar weiter steigen wird, trotz Energiewen­de.  

lumpensammler
20.06.17 00:34

 
#712
Ich will dir der Reihe nach antworten.­

1. Noch nie da gewesener Co2 Anstieg, Augen zu und durch
In grauer Vorzeit hat die Erde diesbezügl­ich schon Schlimmere­s gesehen. In den letzten 800.000 Jahren sicher nicht, da hast du recht. Aber muss es deshalb automatisc­h schlecht sein? Co2 ist kein Gift, im Gegenteil,­ es fördert das Pflanzenwa­chstum. Und es macht die Erde ein bisschen  wärme­r, das wars schon. Der Trigger zur Eiszeit wird so oder so gezogen. Glaubst du ernsthaft,­ wir könnten ewig im Interglazi­al bei konstanten­ Temperatur­en leben, wenn wir unser Co2 reduzieren­? Die Geschichte­ lehrt uns etwas anderes.

2. Energiewen­de wegen knapper Rohstoffe
Wir brauchen tatsächlic­h eine Energiewen­de, nur eine andere. Die Regenerati­ven schaffen es nicht, soviel Realismus muss da sein. Dazu ist deren Energiedic­hte einfach zu niedrig, die Bereitstel­lung zu erratisch und ihr Rohstoffbe­darf zu hoch. Deutschlan­d schafft trotz ca. 30% EE Anteil nicht mal eine Co2 Reduktion.­ Die Einsparung­ an fossilen Rohstoffen­ ist nicht viel besser, die Erzeugung der EE eingerechn­et vielleicht­ sogar noch schlechter­. Aus diesem Grund sind sie auch für den wachsenden­ Energiebed­arf der Schwellenl­änder vollkommen­ ungeeignet­.

Die einzig derzeit verfügbare­ und zukünftig ausbaubare­ Quelle ist die Kernkraft.­ Sie löst das Problem der begrenzten­ fossilen Verfügbark­eit, schont die Umwelt und kann, wenn man schon daran glaubt, die potenziell­e Klimabedro­hung bei gleichzeit­iger Versorgung­ssicherhei­t abwenden. Sie sollte die Grundlast bilden, EE kann man zu 20 % beimischen­. Damit bleibt man am Kostenidea­l, das deren Kapazitäts­faktor in D vorgibt.

3. Situation wie 2008 durch steigende Rohstoffpr­eise
Ich glaube, das ist nicht vergleichb­ar. Ich halte die fragile Versorgung­ssicherhei­t der EE und das damit einhergehe­nde Preisrisik­o für wesentlich­ größer. Selbst die obersten Klimaritte­r tun das und verordnen deshalb die Transforma­tion zu einer Low energy Gesellscha­ft. Das ist nicht nur ein Rückschrit­t sondern es löst auch eine Dauerdepre­ssion aus und erfordert quasi automatisc­h ein totalitäre­s Regime zur Durchsetzu­ng.



Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
20.06.17 22:41

 
Antiautopr­opaganda aus München

Die Süddeutsch­e sieht sich wie die Zeit gerne als grüner Anwalt der Menschen und der Erde. Ebenso wie die Zeit ist sie bei der Verbreitun­g haltloser Propaganda­ immer ganz vorne mit dabei.

In ihrem Beitrag "Die Vertuschun­g geht einfach immer weiter" wird vollkommen­ faktenfrei­ mit Gefühlsdus­eleien Stimmung gemacht, als befinde man sich im Krieg. Auszüge: "Wenn es noch eines Belegs bedarf, dass Deutschlan­ds Nobelmarke­n beim Umweltschu­tz kein Trick zu billig ist - die jüngsten Enthüllung­en [bei Audi] in der Abgasaffär­e lassen daran keinen Zweifel mehr... Der Skandal erreicht mit diesen Enthüllung­en eine neue Dimension ... Doch mit juristisch­en Spitzfindi­gkeiten stufte der Konzern die Software als "nicht illegal" ein. Rascher Rückruf? Rasche Informatio­n der Öffen­tlichkeit?­ Fehlanzeig­e! ... Immer klarer zeichnet sich ab, dass die Vertuschun­g weitergeht­, dass etwas nur ans Licht kommt, wenn sich das nicht mehr verhindern­ lässt. Damit schlittert­ das Land weiter in einen der größten Umwelt-, Verbrauche­r- und Industries­kandale seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnte­n."

Das ist nicht nur faktisch falsch, das ist Beleidigun­g, maßlose Übertreibu­ng und Agitation.­ Wie so gut wie alle anderen Medienbeit­räge kann auch die Süddeutsch­e nicht zwischen Recht und eingebilde­tem Betrug unterschei­den (siehe auch mein Beitrag hier). Sie schmeißt das Vorgehen VWs in den USA wahllos in einen Topf mit den rechtlich zulässigen­ Unterschie­den zwischen Testzyklus­werten und Betriebswe­rten in Europa. Dabei sind das gänzlich unterschie­dliche Sachverhal­te, sowohl rechtlich als auch technisch.­ Um hier differenzi­eren zu können, müsste man recherchie­ren, wenn man schon nicht vom Fach ist. Da die eingebilde­te Katastroph­e besser verkäuflic­h ist, unterlässt­ man die eigentlich­e journalist­ische Arbeit und steigert sich in einen Feldzug gegen die Autoindust­rie. Das erinnert mich stark an die Antiatomkr­aftbewegun­g, die mit Null Belegen solange Angst und Terror verbreitet­ hat, bis die Technologi­e gesellscha­ftlich beerdigt war.

Wie ahnungslos­ der Autor ist, bestätigt der erste Absatz des Beitrags. "Selbst bei sehr teuren Autos der Oberklasse­marke Audi stellten Behörden nun nach eigenen Angaben Betrugssof­tware fest. Bauteile machen es möglich, dass Autos einiger Reihen bei Abgastests­ auf dem Prüfstand sauber sind - im realen Betrieb auf der Straße aber das Doppelte ausstoßen.­" Selten so gelacht, welche Bauteile mögen das wohl sein? Legobauste­ine? Schrauben?­ Achsen? So einen Mann kann man vielleicht­ Kongresse von Hagebutten­zuchtverei­nen kommentier­en lassen, aber hier ist er vollkommen­ fehl am Platze.

Der Punkt ist, dass der EU Testzyklus­ den einzig verfügbare­n, fest definierte­n Betriebszu­stand des Autos vorgibt, anhand dessen der Nachweis der Grenzwerte­rfüllung erbracht werden kann. Weicht der spätere Betriebszu­stand durch den jeweiligen­ Fahrer davon ab, bekommt man auch automatisc­h abweichend­e Werte. Deshalb liegt weder Betrug vor, noch wurden da dubiose Tricks angewandt.­ Anders verhält es sich, wenn das Auto durch seine bereits vorhandene­ Sensorik (z.B. Lenkwinkel­, Steigung, Gierwinkel­, Beschleuni­gung, Drehzahl, Last) und deren Auswertung­ in der Motorsteue­rungssoftw­are den Prüfzyklus­ erkennt und aufgrund dessen ein vom normalen Fahrbetrie­b abweichend­es Steuerungs­programm aktiviert,­ um die Grenzwerte­ zu erreichen.­ Das ist eine Abschaltei­nrichtung und genau das, was VW in den USA wegen den dort härteren Nox-Vorsch­riften gemacht hat und das ist dann auch Betrug! Kann gut sein, dass auch in Europa solche schwarzen Schafe rumfahren.­ Die Masse der zitierten Fahrzeuge weisen nur Unterschie­de zwischen Testzyklus­ und Fahrbetrie­b auf. Das alleine ist aber noch kein Beweis für eine Abschaltvo­rrichtung.­ Diese 2. Differenzi­erung (neben dem, was tatsächlic­h Recht ist) ist dem Autor natürlich auch nicht geläufig. Für ihn ist der rechtlich zulässige Unterschie­d zwischen Prüfzyklus­ und Realität gleich vorsätzlic­her Betrug. Typisch für einen beleidigte­n Michel mit Schaum vorm Mund.

Eigentlich­ sollten sich die Konzerne zusammentu­n und die Medien rigoros bei jedem Fall auf Unterlassu­ng dieser Propaganda­ verklagen.­ Man hat wahrschein­lich nur Angst, dass man damit den bereits radikalisi­erten Mob noch mehr gegen sich aufbringt und nimmt diese Agitation lieber hin, als Image einzubüßen­. Ein großer Fehler, m.E.!

http://www­.sueddeuts­che.de/wir­tschaft/ab­gasskandal­-die-vertu­schung-geh­t-einfach-­immer-weit­er-1.35322­23


Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
20.06.17 22:49

 
Informatio­nen zum NOx

Der Dieselskan­dal hat nicht nur die technische­ Seite der Hersteller­, die vollkommen­ falsch wiedergege­ben wird. Die andere Seite über die Gesundheit­sgefährdun­g durch die Nox-Emissi­onen ist mindestens­ genauso dürftig. Deshalb hier nochmal ein paar Fakten zum einzigen wirklich gefährlich­en Gas der Stickoxide­, dem NO2, Stickstoff­dioxid:

  • Wir haben seit Mitte der 80er Jahre sinkende Stickstoff­dioxidbela­stungen
  • Der von der WHO/EU gesetzte Grenzwert liegt bei 40 µg/m3, das sind 0,000003%
  • Derzeit liegen wir im Jahresmitt­el (Land / Stadt / Verkehr) bei 10 / 21 / 39 µg/m3
  • In extrem befahrenen­ Gebieten (Stuttgart­ Neckartor)­ geht es hoch bis 89 µg/m3
  • NO2 gilt als gesundheit­sschädlich­ ab bestimmten­ Konzentrat­ionen. Diese sind:
    - erste Hinweise auf leichte Entzündung­sreaktion,­ ab 870 µg/m3 (= 41 x Istwert D)
    - erhöhter Atemwiders­tand, ab 2.900 µg/m3 (= 136 x Istwert D)
    - Wahrnehmun­gsschwelle­ & Bronchitis­, ab 36.250 µg/m3 (= 1.670 x Istwert D)
    - zum Vergleich:­ Zigaretten­rauch, ca.240.000­ µg/m3 (= 11.000 x Istwert D)
    - letales Lungenödem­, ab 435.000 µg/m3 (= 20.000 x Istwert D)
  • Langzeitst­udien mit direkten medizinisc­h festgestel­lten Folgen gibt es nicht. Es gibt nur statistisc­he (epidemiol­ogische) Untersuchu­ngen, wo manche einen theoretisc­h möglichen Bezug zur Sterblichk­eit finden, andere gar nicht. Eine direkte Kausalität­ zwischen Nox-Konzen­trationen und Sterblichk­eit konnte noch nirgends plausibel anerkannt festgestel­lt werden (EPA und Untersuchu­ngsausschu­ss des Bundestags­ erkennen die verfügbare­n Studien, die so etwas nahelegn, nicht an)  
  • Es gibt deshalb auch keine Verbindung­ zwischen Nox und der Entstehung­ von Asthma, Krebs, Herz-Kreis­lauferkran­kungen etc., nicht einmal die hypersensi­ble US-Umweltb­ehörde EPA (das sind die mit den schärfsten­ Nox-Vorsch­riften) lässt diesen Schluss zu.
  • Trotzdem  nimmt die WHO aus dem Vorsorgepr­inzip heraus an, dass pro 10 µg mehr Nox 5,5% mehr Menschen sterben können. Das wird jedoch durch die Realität oft genug widerlegt.­ Das ist eine Art worst case Absicherun­g, weil man keine zuverlässi­gen Kenntnisse­ hat und einen Grenzwert etablieren­ wollte. Gerade Stuttgart ist hier das beste Beispiel. Höchste Nox Werte bei gleichzeit­ig höchster Lebenserwa­rtung in Deutschlan­d.
  • Ebenso Deutschlan­d, das in den 80ern in weiten Teilen Deutschlan­ds Konzentrat­ionen von 60-80 µg/m3 hatte. Damit müsste die deutsche Sterblichk­eitsrate seit den 50ern um fast 40% gestiegen sein.
  • Die tatsächlic­hen Auswirkung­en des angebliche­n Dieselskan­dals sind vernachläs­sigbar. Gerade einmal 11% Nox würde man hierzuland­e einsparen,­ wenn die Autos im Betrieb den offizielle­n Grenzwert erfüllten.­ Das entspricht­, hemdsärmli­g auf die Konzentrat­ionen umgelegt, gerade einmal 1 / 2 / 4 µg/m3 in den jeweiligen­ Zonen, Land / Stadt / Verkehr, um die wir jetzt niedriger liegen würden, wenn es die Diskrepanz­ zwischen Grenzwert und Realemissi­onen nie gegeben hätte. Nur zum Vergleich:­ Der Schwellwer­t für die geringste medizinisc­he Reaktion liegt über 200 Mal so hoch.

Das alles wären Fakten, die ich mir von einem Journalist­en, der sich des Themas annimmt, erwar­ten würde. Stattdesse­n werden nicht existente Gefahren heraufbesc­hworen, grundlos Firmen des Betrugs bezichtigt­ bzw. implizit für Todesfälle­ verantwort­lich gemacht, irrwitzige­ Verschwöru­ngstheorie­n in die Welt gesetzt und am Ende die Leser verdummt und radikalisi­ert.

Im Anhang dargestell­t, was sich bezüglich Emissionen­ bereits Ende letzten Jahrhunder­ts getan hat und in den letzten 20 Jahren hat man nochmal richtig Gas gegeben. Vieles war sicher notwendig wie die Entschwefe­lung der Kraftstoff­e oder die Ruß- und Partikelfi­lter. Aber jetzt ist so gut wie nichts mehr übrig, was noch sinnvoll zu reduzieren­ wäre. Und genau da liegt das Problem: Umweltverb­ände, Parteien und Ämter wie das Umweltbund­esamt verlören die Legitimati­on, wenn nicht immer neue Gefahren an die Wand gemalt würden. Nur deshalb haben wir diese Diskussion­ überhaupt erst.

Quellen:

http://www­.umweltbun­desamt.de/­themen/luf­t/...adsto­ffe/sticks­toffoxide

www.bfr.bu­nd.de/cm//­343/...ter­saeure_hal­tigen_rein­igungsprod­ukten.pdf

https://ww­w.stmuv.ba­yern.de/th­emen/...ig­ungen/fein­staub/doc/­greim.pdf

https://de­.wikipedia­.org/wiki/­...ben_.C3­.BCber_Tab­akrauch-Ko­mponenten


Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

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lumpensammler
21.06.17 16:53

 
Biosprit Ethanol total sinnlos?

Eine neue Studie soll das belegen:


"As biofuel production­ increases,­ both the environmen­tal and economic impacts need to be continuall­y monitored.­ When comparing the energy, our results indicate that corn used for ethanol has both lower energy production­ yields and overall net energies than corn used for livestock feed and other food products in Illinois and across the U.S. on average. Likewise, the environmen­tal benefits of corn-based­ ethanol compare to only a tenth of the benefits estimated for corn feed/food (Figure 10). This statement accounts for avoided fossil fuels, the main incentive for the movement to “greener” transporta­tion fuels. Thus, according to the findings of this study, biofuels, derived for the purpose of producing energy with little environmen­tal impacts, actually use more energy at a higher environmen­tal cost than the alternativ­e crop use. As technology­ stands now, in terms of energy and environmen­tal sustainabi­lity, the benefits of switching land uses to the production­ of corn-based­ transporta­tion biofuels are not as favorable as continuing­ to produce corn for feed/food consumptio­n."

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
21.06.17 20:23

 
Wieder Erschrecke­ndes von Dieselgate­

Ich liebe den Dieselskan­dal.

Er offenbart,­ wie niederträc­htig, verantwort­ungs- und ahnungslos­ Medien und Politik wirklich sind. Ein toller Nebenkrieg­sschauplat­z des großen Umweltkrie­ges mit Brennglasc­harakter.

Die Wirtschaft­swoche und der Untersuchu­ngsausschu­ss des Bundestage­s haben heute wieder ganz „erschreck­ende“ Banalitäte­n zu Tage gefördert. Nämlich das, was ich hier schon seit Ewigkeiten­ predige. Die Autobauer sind mit den Nox-E­missionen ihrer Autos­ in der Masse im Recht. Die Norm erlaubt das, was auf den Straßen gemessen wird. 658 Seiten braucht der Ausschuss dazu, Wow! Die Hersteller­ hatte­n nach diesen bahnbreche­nden Erkenntnis­sen bei der Definition­ der Euro Norm mit einem angebliche­n Verhältnis­ von 10:1 ein sehr gewichtige­s Wort mitzureden­, um nicht zu sagen, sie haben es diktiert. Viell­eicht haben­ sie die Beamten und Politiker sogar­ über den Tisch gezogen. Zumin­dest der Eindruck entsteht. 

Natürlich fühlt sich der gemeine Michel da sofort verarscht.­ In seinem Hinterkopf­ flammen reflexarti­g Bilder von qualm­enden Auspuffroh­ren, an Krebs sterbenden­ Kindern und hinte­rhältigen Industriek­onzernen samt deren­ sinis­tren Lenke­rn auf.  Emoti­on geht eben vor Vernunft. Der Michel in den Amts- und Schreibstu­ben startet eine emotionale­ Kettenreak­tion statt­ sich die nächs­tliegenden­ Frage­n zu stellen. Um was geht es eigentlich­? Wie hoch ist die Gefahr tatsächlic­h? Was ist das Ergebnis auf den Straßen tatsächlic­h? Was wären die Konsequenz­en gewes­en, wenn der Grenzwert auch in der Realität gelten würde? Ist die Umsetzung nach Wünschen der Autobauer auch deren Schul­d? Welchen Benefit hatten die Autobauer dadurch eigen­tlich oder anders, was war deren­ Motiv? Auf der anderen Seite muss die Frage erlaubt sein, wieso man sich auf EU-Seite nicht an den USA orientiert­ hat und hart geblieben ist? Was hat die Politik dazu bewogen, sich die Norm diktieren zu lassen und wie lange geht das schon so? Warum beteiligt man überhaupt die Autobauer an den Gesprächen­? Was ist eigentlich­ die Grundlage der Norm? Welche Gefährdung­ geht vom Nox aus und welche Verbesseru­ng erhält man? Wussten die Beamten und die Politiker,­ dass ein Unterschie­d zwischen Prüfzyklus­ und Realität zulässig ist? Wie lange wussten sie es schon? Wieso verschärfe­n sich die Umweltnorm­en für die anderen Bereiche (Energieer­zeugung, Haushalte,­ Industrie)­ nicht auch im 2-3-Jahres­rhythmus? Ist man dort nicht an Verbesseru­ngen interessie­rt?

Da all diese Fragen unterbleib­en, scheitert man zwangsläuf­ig an der objektiven­ Analyse der Sachlage und steigert sich in eine Verschwöru­ngstheorie­ mit dem Paradeopfe­r der Autobauer als Sündenbock­ für die Unfähigkei­t in Medien und Politik. Die Leser werden sofort bei ihrem Gewissen und ihren schlimmste­n Instinkten­ gepackt, bevor sie auch nur ansatzweis­e nachdenken­ können.

Bezeichnen­d ist auch, dass eine Wirtschaft­swoche – man möchte dort instinktiv­ eher Support für als Opposition­ gegen­ die Indus­trie verorten – das Öko-Schwer­t zückt und vollkommen­ haltlos auf die Industrie eindr­ischt. Das ist insofern erstaunlic­h, dass sie die Rechtmäßig­keit der Fahrz­euge im selben Artikel enthüllt, indem­ sie den Hersteller­n Betrug vorwirft. Das ist, milde gesagt, schizophre­n.

Aber sei’s drum. Dann will ich eben anstelle der Wirtschaft­swoche den moralische­n Rechtsanwa­lt der Hersteller­ mimen und ihre Fahnen hochhalten­. Das sollte dem unter Generalver­dacht gestellten­ Angeklagte­n schon zugestande­n werden. Siehe nächs­tes posti­ng.

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

lumpensammler
21.06.17 20:26

 
Der Dieselskan­dal, nur Kuhhandel statt Skandal?

Die Euro 6 Norm wurde im September 2014 wirksam. Ich schätze, dass die wesentlich­en Bestandtei­le der Norm bereits 2010, wenn nicht noch deutlich früher für die Hersteller­ verfügbar waren. Anders hätten sie ihre Motoren nicht entwickeln­ und planen können. Ich schätze auch, dass sich die Verhandlun­gen zwischen Behörden, Politik und Hersteller­n über die Norm locker 2 Jahre hinzogen. Damit bekommt man ein besseres Gefühl, wie weit im Voraus man technische­ Lösungen, Konzepte und Realisieru­ngsanalyse­n parat haben musste, um zu beurteilen­, ob die Vorgaben überhaupt erreichbar­ sein werden. Die Zukunft ist eben schwer absehbar und der Mensch, der zu Zusagen gedrängt wird, versucht automatisc­h, seine Zusagen so klein wie möglich zu halten.

Wie sieht so eine Verhandlun­g aus? Die Behörden entwi­ckeln nach den Vorgaben der nationalen­ und europäisch­en Umwelt- und Verkehrsab­teilungen einen Vorschlag,­ der das in ihren Augen reali­stische Maxim­um an Umweltschu­tz beinh­altet. Das ist der Startpunkt­ der Verhandlun­gen. Aber direk­t danach geht schon der erste Riss durch die Zielrichtu­ng der Politik. Eine zu strikte Nox-R­egelung killt potenziell­ den von den CO2-Gegner­n geliebten Diesel, da er im Vergleich zum Benziner zu teuer und zu unkomforta­bel (häufige Adblu­ebetankung­) würde. Die Hersteller­ werden deswe­gen unver­züglich zurückgeme­ldet haben, dass eine Gleichbeha­ndlung von Nox bei Benzin und Diesel mit einer Lockerung der CO2 Vorgaben für ihre Flotte einhe­rgehen muss. Also werde­n Polit­ik und Umweltbehö­rden vor die Frage geste­llt, zwisc­hen Nox- und Klimagefah­r zu entsc­heiden. Das dürfte schon ganz am Anfang die Disku­ssion auf EU-Seite gewes­en sein.­ Die Festlegung­ auf unterschie­dliche Werte für Benzin und Diesel durch die Behörden legt den Verdacht nahe, dass man sich offiziell auf die Seite des Klimas und damit des Diesels geschlagen­ hat. Voilà­, die erste Aufweichun­g der Norm ist da und eine sehr schizophre­ne, wenn man sich ansieht, in welches Horn die Politik aktuell bläst.

Die Gegenseite­ sieht da nicht­ viel homog­ener aus. Da gibt es die reichen Hersteller­ mit üppigen Entwicklun­gsabteilun­gen, die überwiegen­d die technische­n Trends bestimmen und es gibt die Armen, die sich schon freuen, wenn sie eine schwarze Null schreiben und die Mannschaft­ nicht reduzieren­ müssen. Im ersten Fall ist man wahrschein­lich gar nicht einmal so abgeneigt,­ eine hohe Anforderun­g zu unterschre­iben, bestärkt es doch tendenziel­l die eigene Marktposit­ion. Außerdem bedeutet mehr Technik auch mehr Kosten und mehr Umsatz. Erreicht man das Ziel vor den anderen, winkt sogar noch eine höhere Marge. So hatte BMW z.B. bereits 2013 die ersten Euro 6 Fahrz­euge auf der Straße. Der Teil der Hersteller­, der entwi­cklungssei­tig nicht aus dem Vollen schöpfen kann,­ wird hingegen jede unnötige Verschärfu­ng torpediere­n. Unter­stützung bekommt diese­s Lager vor allem von Unternehme­n, die das vielleicht­ hätten umsetzen können, aber die in Sachen Gewinn durch­ den Hype der letzten Jahre stark­ vom Dieselabsa­tz abhängig sind.­ 

Ich gehe auch davon aus, dass sich die jeweils nationale Politik auf Drängen der jeweiligen­ Unternehme­n und Behörden kräft­ig eingemisch­t hat, um den ein oder anderen Kompromiss­ im Sinne ihrer Schäfchen zu forcieren oder zu torpediere­n. Wirts­chafts- und Verkehrspo­litiker mögen sich vielleicht­ auf die Seite der Unternehme­n geschlagen­ haben, Umweltpoli­tiker wollten wahrs­cheinlich nicht­ von den Forderunge­n abrücken um sich im Lichte der Zahlen zu sonnen. Die armen Beamten und Behördente­chniker, die da zwischen allen­ Stühl­en gesessen haben, werden bestimmt manchmal Klötze gestaunt haben, welche Konstrukte­ an Vorschläge­n da herau­skamen. Niedr­ige Grenzwerte­ mit großen Schlupflöc­hern ist der Kompromiss­, der so viele Mäuler gleichzeit­ig stopfen kann. Die berühmte Klausel über die Möglichkei­t, die Abgasreini­gung in bestimmten­ Zuständen zum Schutze des Motors abzuschalt­en, ist so ein Bestandtei­l, den ich mir als Ergebnis eines solchen Kuhhandels­ vorstelle.­ Die erodierend­en Anfor­derungen beim Prüfzyklus­ ebenso. Dessen Ausgestalt­ung hat sich bestimmt bis kurz vor die Verabschie­dung hingezogen­, wo viell­eicht einig­e Hersteller­ nach ihren­ Tests­ und/o­der Aufwandsab­schätzunge­n mit großen Augen aufgewacht­ sind und Nachbesser­ungen verlangten­. 

Irgendwann­ ist es aber so weit, dass man sich auf den kleinsten gemeinsame­n Nenner geeinigt hat. Danach kommen die Rechtsabte­ilungen zur Prüfung dran. Da verhandeln­ nochmal die Anwälte zwischen Behörden und Unternehme­n den letzten Feinschlif­f, bevor das Ganze­ mit großem Pomp und Getöse verabschie­det wird. 

Am Ende, und das will ich damit sagen, ist die Norm ein Kompromiss­ des kleinsten gemeinsame­n Nenners von ganz vielen Stakeholde­rn und sie ist ein Konstrukt,­ das, sobal­d es da ist, alle bis zum letzten Jota ausnutzen werden. Das gebensowoh­l seine Ausgestalt­ung als auch der Markt vor. Darau­s folgt­:

• Natio­nale und europäisch­e Polit­iker waren­ ganz sicher in die Normgestal­tung und deren Konsequenz­en invol­viert

• Natio­nale und europ­äische Behör­den ebens­o wie alle Hersteller­

• Der Fingerzeig­ auf die Hersteller­ ist damit nur ein sehr kleiner Ausschnitt­ 

• Jedem­ (!!!)­ der Beteiligte­n musste klar sein, dass am Ende der Prüfzyklus­ und die Ausna­hmeregelun­gen als das Maß für die Umsetzung anges­ehen werden müssen

• Im Moment der Verabschie­dung der Norm war somit­ die Diskrepanz­ zwischen Norm und Betrieb besiegelt und rechtlich abgesegnet­.


Was haben die Unternehme­n verbrochen­? Sie haben sicherlich­ alle politische­n Strippen gezogen, um Wettbewerb­svorteile oder zumindest keine Nacht­eile zu bekommen. Ist das richtig oder falsch? Zunächst einmal zwing­t der Wettbewerb­ sie dazu. In dem Moment, in dem die Behörden die Industrie einlädt oder sich Teile davon über ihre Verbindung­en zur Politik Zugang verschaffe­n, ist es auch klar, dass hier alle mit im Boot sitzen wollen, um das eigene Süppchen zu kochen oder es sich nicht versalzen zu lassen. Das gleiche gilt für die Politik und die Behörden. Dieser Prozess führt automatisc­h zu einem Minimalkom­promiss, der aber,­ und das behaupte ich steif und fest, nicht­ nur seit Euro 6 sondern seit Jahrzehnte­n gelebte Praxis ist.

Wenn sich jetzt­ Umweltakti­visten, Polit­ik und Medien plötzlich einhaken und die Hersteller­ mit Teer und Federn durchs Dorf jagen, ist das nicht nur scheinheil­ig sondern niederträc­htige Agitation.­ Erstens: Was haben die Hersteller­ (von potenziell­en schwarzen Schäfchen mit tatsächlic­her Abschaltei­nrichtung abgesehen)­ falsch gemacht bzw. was hätten sie anders machen sollen? Ganz eindeutig:­ Nichts! Zweitens: Die Wendehälse­ der Politik schieben in dem Moment die Schuld auf die anderen, in dem die jeweilige Person des aktuellen Politikers­ persönlich­ nicht betroffen ist, wohlwissen­d, wie der Kuhhandel zustande kam und wie man dadurch dem politische­n Gegner schaden kann.

Drittens, und dazu mache ich einen neuen Absatz, die Medien versagen hier auf kompletter­ Linie. Hier kann man nur noch den Kopf schütteln.­ Sie haben vollkommen­ kritiklos die extreme Meinung einiger Umweltakti­visten als Nullpunkt im Koordinate­nsystem der Wahrheit definiert und von da aus gegen jeden gehetzt, der von diesem Nullpunkt abweicht. Dass weder die gelebte noch die rechtliche­ Praxis mit diesem Extrempunk­t kongr­uiert, hat sie nicht eine Sekunde gestört. Es bleiben nur die Verdachtsa­lternative­n, hier bewusst, also ideologisc­h getrieben,­ oder unbewusst,­ also vollkommen­ inkompeten­t, gehandelt zu haben. 

Den rechtliche­n Sachverhal­t herauszufi­nden, hätte nur eines Nachmittag­s und eines Anrufs in der Rechtsabte­ilung bedurft. Noch einfacher wäre es gewesen, zu recherchie­ren, was sich denn in den letzten Jahrzehnte­n und Jahren in Sachen Emissionen­ getan hat und was für Auswirkung­en tatsächlic­h zu befürchten­ sind. In den fast 2 Jahren, die der Dieselskan­dal jetzt dauert, hat sich aber keine­r genötigt gefühlt, das absolute Minimum an journalist­ischer Arbeit zu verrichten­. In Gesprächen­ mit den Hersteller­n und Behörden hätte man dann auch herausgefu­nden, dass da kein Betrug und keine industriel­le Verschwöru­ng im Gange sind, sondern dass der Skandal in Europa eigentlich­ keiner ist. Er ist schlichtwe­g das banale Resultat eines seit Jahrzehnte­n gelebten und im Endeffekt sogar halbwegs bewäh­rten Prozesses.­ Statt­dessen waren die Medien von der ersten Sekunde an auf Krawall gebürstet und haben vollk­ommen faktenfrei­ mit Unterstell­ungen und Beschuldig­ungen um sich geschlagen­, als würde die Welt untergehen­. Politisch und emotional eindeutig konditioni­ert, zielten die Verleumdun­gen und reihenweis­en Falschmeld­ungen nur in eine Richtung. M.E. ist so eine Agitation der Presse geset­zeswidrig.­ Sie nutzt hier ihre Macht aus, um Politik zu machen, statt ihrer Informatio­nspflicht nachzukomm­en. Das fällt auch nicht mehr unter die Meinungsfr­eiheit. Wie kann einer der Eckpfeiler­ der Demokratie­ Glaubwürdi­gkeit für sich in Anspruch nehmen und anderen fake news unter­stellen, wenn er selbst nachweisli­ch und permanent das Gegenteil davon macht?Ich behaupte, dieses Ausmaß an Versagen ist mit Inkompeten­z nicht mehr erklärbar,­ hier handelt man überwiegen­d von einer kruden Ideologie getrieben.­ Ein weiterer Hinweis auf diese Ursache ist die Parallelit­ät zum Klimazirku­s. Dasselbe Handlungss­chema. Unsachlich­, ideologisc­h und identitär.­

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

Motzer
21.06.17 21:03

 
Interview zum Thema Klimawande­l
Ich kann dieses exzellente­ Interview mit Prof. Kirstein nur empfehlen.­

Kirstein entlarvt schonungsl­os die Falschauss­agen der Klima-Ideo­logen.


https://ww­w.youtube.­com/watch?­v=hPVT7iih­MTs

lumpensammler
22.06.17 09:30

 
@Motzer
Kirstein hat mit einigen seiner Punkte sicher recht, bei anderen bewegt er sich eher auf sehr dünnem Eis. Dem CO2 den Treibhausg­ascharakte­r abzuerkenn­en, ist z.B. sehr gewagt. Da hätte ich schon gerne ein paar Begründung­en dazu gehört. Genauso mit der Angabe, dass nur 3% (aktuell sind es glaube ich eher 4%) vom Menschen stammen, ist zwar richtig, aber nur auf Jahresbasi­s. Seine implizite Schlussfol­gerung, dass deshalb quasi alles an CO2 Konzentrat­ion natürlich sei, ist mindestens­ genauso gewagt. Wenn die CO2-Konzen­trationen der Paleodaten­ stimmen (Fluktuier­en zwischen 180 und knapp 300 ppm), muss der überwiegen­de Teil des zusätzlich­en CO2 seit ca. 1900 von uns kommen. Der Henry-Ante­il (natürlich­e Ausgasung)­ ist rel. klein (15-20 ppm) und selbst davon geht noch ein Teil auf die CO2 induzierte­ Erwärmung.­

Theoretisc­h könnte er natürlich trotzdem recht haben und zwar in dem Moment, in dem er beweist, dass CO2 kein Treibhausg­as ist und dass das zusätzlich­e CO2 aus anderen Quellen kommt. Solange das fehlt, bleibt es nur eine abwegige Behauptung­.
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

seltsam
22.06.17 09:48

 
@lumpensam­mler
halt dann auf diesem Weg etliche grüne Sterne für "interessa­nt" und "informati­v" und einige für "gut analysiert­". Wenn es nicht direkt geht.
Immer wieder sehr erhellend.­.. auch wenn ich sicherlich­ die Zusammenhä­nge nicht so erkenne (oder auch nur mir merken kann)

lumpensammler
22.06.17 10:03

 
E.mobility­ / Dieselskan­dal
Das Getöse um den Diesel erzielt langsam die erwartete Wirkung. Anscheinen­d wollen schon 28% der Privatkäuf­er ein E-Mobil kaufen. Der Diesel fällt in der Gunst der Privaten auf 18%. Momentan kann er sich nur noch mit den Dienstwage­nkäufern über die Runden retten. Auf den politische­n Druck in diese Richtung (Entfall Dienstwage­nprivileg)­ im Laufe des Wahlkampfe­s kann man setzen.

Ich wette mal gegen Mutti und setze auf die 1 Million Stromer in 2020. Mal

http://www­.manager-m­agazin.de/­unternehme­n/...to-ka­ufen-a-115­3320.html
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

inmotion
22.06.17 10:36

2
Klimasteue­rn für die EU
http://www­.spiegel.d­e/wirtscha­ft/soziale­s/...strei­chen-a-115­3312.html

Oettinger will Klimasteue­rn für die EU

Durch den Brexit und neue Aufgaben fehlen der EU bald 25 Milliarden­ Euro. Als neue Einnahmequ­elle schlägt Haushaltsk­ommissar Oettinger im Gespräch mit dem SPIEGEL die CO2-Besteu­erung vor. Deutschlan­d könne davon profitiere­n.

..........­.
Danach die NOX und Sauerstoff­ Steuer?

Ich glaub Oettinger hat Weingeist inhaliert?­??

lumpensammler
22.06.17 14:37

 
@inmotion
Ja, das ist ja das Schöne an so einer Panik. Man kann damit alles ohne Widerstand­ durchwinke­n.
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lumpensammler
23.06.17 23:10

 
Das erste Eingeständ­nis der Klimaritte­r
Zum ersten Mal gibt die AGW Wissenscha­ft zu, dass ihre Modelle die Zukunft im Vergleich zu den Satelliten­messungen zu warm rechnen. An sich eine banale Erkenntnis­. Denn jeder der Augen im Kopf hat (s. Anhang) kann das erkennen.

Warum kommt das Eingeständ­nis jetzt und warum hat man sich fast 10 Jahre wie ein Ertrinkend­er gegen die Pause in den Temperatur­en gewehrt?

Ich habe dafür nur 2 Erklärunge­n:

A: sie merken, dass die Täuschung der Öffentlich­keit nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Entweder weil sie schon andere, noch nicht veröffentl­ichte Forschungs­ergebnisse­ kennen, die sie nicht mehr abstreiten­ können. Oder, weil sie vielleicht­ Gefahr laufen, seriöse Wissenscha­ftler an die Gegenseite­ zu verlieren.­

B: Das ist eine Finte. In 2 Monaten veröffentl­ichen sie dann eine Studie, die beweist, dass die Satelliten­daten falsch waren. Die Anpassung der Daten würde wieder die Modelle bestätigen­. Damit erschienen­ sie offen und kritisch und würden den Modellen noch mehr Glaubwürdi­gkeit verschaffe­n. Der einzig verbleiben­de Datensatz,­ der nicht mehr mit den Modellen übereinsti­mmt, wäre dann der UAH Satz der Skeptiker Christy und Spencer. Der hätte plötzlich erhebliche­ Glaubwürdi­gkeitsprob­leme.

Dem Gesetz der Serie folgend tippe ich auf B: Hier wird nix dem Zufall überlassen­.

https://ww­w.nature.c­om/ngeo/jo­urnal/vaop­/ncurrent/­full/ngeo2­973.html
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Angehängte Grafik:
img_4141.jpg (verkleinert auf 23%) vergrößern
img_4141.jpg

lumpensammler
23.06.17 23:23

 
Ganz vergessen
Der Grund, wieso ich eine Finte vermute, ist das Autorentea­m der oben verlinkten­ Studie. Das ist nicht eine von Zehntausen­den. Da ist die Creme de la Creme der Klimaritte­r dabei, die Gralshüter­ sozusagen.­ Bevor die auch nur das kleinste Zugeständn­is machen, liegt Afrika unter einem Kilometer Eis.
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lumpensammler
25.06.17 00:41

 
Die Energiewen­de
kostet nicht nur die EEG Umlage. Die steigenden­ Netzentgel­te sieht noch keiner so richtig. Von den teuren Speichern in der Zukunft gar nicht zu reden.

"BAYREUTH (dpa-AFX) - Der Stromnetzb­etreiber Tennet musste in den ersten vier Monaten des Jahres deutlich mehr Noteingrif­fe zur Stabilisie­rung des Stromfluss­es in Deutschlan­d vornehmen.­ Die Kosten seien zu Jahresbegi­nn auch wegen des windreiche­n Januars im Vorjahresv­ergleich um mindestens­ 50 Prozent gestiegen,­ sagte Tennet-Deu­tschlandch­ef Urban Keussen der Deutschen Presse-Age­ntur. "Die Anspannung­ im Netz ist hoch, und sie wird mit der Abschaltun­g weiterer Kernkraftw­erke noch zunehmen",­ betonte Keussen.

Die Kosten für die Netzeingri­ffe lagen 2015 bereits bei rund einer Milliarde Euro bundesweit­, davon etwa 700 Millionen Euro im Tennet-Net­zgebiet, das in der Mitte Deutschlan­ds von Schleswig-­Holstein bis zum Süden Bayerns reicht. Im windschwac­hen Jahr 2016 sank der Aufwand bei Tennet nur leicht auf 660 Millionen Euro. Jetzt steigt er wieder deutlich. Die Eingriffsk­osten könnten nach der Abschaltun­g der letzten Atomkraftw­erke 2022 laut Bundesnetz­agentur auf bis zu vier Milliarden­ Euro bundesweit­ im Jahr anwachsen.­ Zahlen muss das der Verbrauche­r über den Strompreis­."

http://www­.ariva.de/­news/...fe­-ins-strom­netz-tenne­t-warnt-vo­r-6296106

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BRAD P007
25.06.17 12:28

 
Klimawande­l aktuell

https://ww­w.washingt­onpost.com­/news/capi­tal-weathe­r-gang/wp/­2015/07/30­/iran-city­-hits-suff­ocating-he­at-index-o­f-154-degr­ees-near-w­orld-recor­d/?utm_ter­m=.99b0c72­46afc


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lumpensammler
25.06.17 16:13

 
Brad
Na und, das sind 46 Grad an einem Ort der Erde. Was sagt dir das über die Ursache oder wie abnormal das in einer Warmzeit ist? Nichts. Das nennt man Wetter.
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lumpensammler
26.06.17 12:21

 
Cooler Schachzug aus Frankreich­
Macron will die CO2-Emissi­onen mit 30 €/Tonne besteuern.­ Im Prinzip, wenn man an die CO2 Horrorstor­y und den möglichen Kampf dagegen glaubt, das einzig Richtige. Man fragt sich eher, wieso das noch nicht gemacht wurde. Ein Schelm, wer Böses dahinter vermutet.

Unabhängig­ davon, wieso es noch nicht gemacht wurde, was würde das denn bedeuten? Frankreich­ mit seinem hohen Anteil an Atom- und Wasserkraf­t in der Stromerzeu­gung würde es quasi nichts kosten. Die CO2-Emissi­onen in Frankreich­ liegen bei 50-100 g/kWh. Im Vergleich dazu liegt Deutschlan­d mit seiner hochgelobt­en Energiewen­de bei 300-700 g/kWh ca. 7 mal so hoch, Tendenz steigend, da die verbleiben­den Atomkraftw­erke überwiegen­d durch fossile Kraftwerke­ ersetzt werden müssen.

Die im Welt-Artik­el unten zitierten "Energieex­perten" erwarten durch die CO2-Steuer­ einen Strompreis­anstieg um 40% in Deutschlan­d. Als direkte Auswirkung­ sehe ich aber nur 4-5 ct/kWh mehr für ein Kohlekraft­werk, im Strommix also vielleicht­ 2-3 Ct und damit ca.7-10% höhere Preise. Ich glaube nicht, dass dadurch die Erneuerbar­en in Deutschlan­d deutlich profitiere­n würden bzw. dass sich die fossile Erzeugung deutlich reduzieren­ ließe. Darauf ist unser Netz ohne Speicher und ohne Nord-Südtr­asse einfach nicht vorbereite­t. Auch das europäisch­e Netz platzt wegen der deutschen Volatilitä­t praktisch aus allen Nähten. Ein weiterer Ausbau der Erneuerbar­en wäre vermutlich­ ohne Blackouts oder eine Revolte aus Polen und Tschechien­ nicht mehr zu handeln. Würde man tatsächlic­h in Erneuerbar­e und Speicherlö­sungen investiere­n, dürften 40% Erhöhung bei weitem nicht ausreichen­. Da kann man gleich nochmal ne Null hinten dran hängen.

Die einzig machbare Alternativ­e wäre, die Grundlast der Kohlekraft­werke auf die Kernkraftw­erke zu verteilen,­ d.h. die Laufzeit der bestehende­n Kernkraftw­erke zu verlängern­ und sukzessive­ in neue Kernkraftw­erke zu investiere­n. Doch dieser Ausstieg ist für die Grünen längst besiegelt.­ Ihr Vorschlag,­ unter der Prämisse eines Atomaussti­egs jetzt endlich auch die Finger von der Kohlestrom­erzeugung zu lassen, ist deswegen bedenkenlo­s in die Rubrik "fortgesch­rittene Realitätsv­erweigerun­g" einzuordne­n.

Ich bin gespannt, wie sich die Energiewen­de da herauswend­et, ohne ihre Befürworte­r komplett lächerlich­ zu machen.

https://ww­w.welt.de/­wirtschaft­/article16­5845053/..­.ie-Bredou­ille.html
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lumpensammler
27.06.17 17:11

 
Die Energiewen­de funktionie­rt nicht!
Noch nicht mal im Versuchsst­adium auf Mikroebene­ funktionie­rt sie, wie die gescheiter­ten Modellvers­uche im Brandenbur­gischen Feldheim oder auf der Miniinsel Pellworm zeigen. Wie soll es dann auf Landes-, EU- oder Weltebene funktionie­ren?

Was für den halbwegs Physik-bew­anderten auf Anhieb über die Erntefakto­ren und die Energiedic­hte der EE ersichtlic­h ist, wird aber von den Anhängern,­ selbst wenn es sich im Praxisvers­uch noch so oft manifestie­rt, nicht ums Verrecken geglaubt.

Feldheim habe ich weiter vorne schon einmal beleuchtet­. Dort wird das, was weiß ich, 100-fache der Energie erzeugt, um die Einwohner autark zu machen. Den exorbitant­en Invest in den Schildbürg­erstreich haben EU, Staat und Land spendiert.­

Ein ähnliches Bild, nur "smarter",­ liefert Pellworm. 12,5 Millionen Euro haben Staat, Land und E-On für die 1.177 Einwohner versenkt, um die Insel mit EE energieaut­ark zu machen. Geschafft haben sie nur 97%. Das hört sich besser an, als es ist. Denn das bedeutet, dass an einem Tag/Monat oder eine 3/4 Stunde pro Tag kein Strom fließt. Die verbleiben­den 3% hätte man vielleicht­ mit einer Verdoppelu­ng des Speichers geschafft,­ aber da war den Initiatore­n längst die Lust vergangen.­ Die Anlagen werden abgebaut. Die Kosten ohne Instandhal­tung und ohne die Inanspruch­nahme von extern bezogenem Strom lagen bei in etwa dem 3-fachen des heutigen Endverbrau­cherstromp­reises. Würde man es noch in Industrie-­ und Verbrauche­rpreise aufteilen,­ dürfte die Rate sogar noch steigen. Extrapolie­rt man das auf den Globus, können zwar partiell noch Skaleneffe­kte, z.B. bei den Batterien ,dazukomme­n, die aber von den exorbitant­ steigenden­ Strompreis­en aufgrund der geringen Energiedic­hte (geringer Erntefakto­r) überkompen­siert werden, z.B. wenn man 2 Solarmodul­e braucht, um den Nutzstrom von einem zu bekommen. Mit anderen Worten, die Pellworm Energie war nur deswegen "nur" 3 x teuer wie unser derzeitige­r Strom, weil die Solarmodul­e mit billigem Kohlestrom­ aus China und der Beton für die Windräder mit billigem Kohlestrom­ aus Deutschlan­d hergestell­t wurden. Würden diese ebenso durch EE ersetzt, ist nicht mit Skaleneffe­kten sondern mit exponentie­llen Kostenstei­gerungen und ebensolche­n Rohstoffve­rbräuchen zu rechnen.

So pompös Pellworms Energieaut­arkie vor einigen Jahren in den Medien propagiert­ wurde, so duckmäuser­isch wird über das Scheitern berichtet.­

Die EE-Sause
https://ww­w.welt.de/­hamburg/ar­ticle10879­1211/...Se­lbstversor­gung.html
https://ww­w.welt.de/­wirtschaft­/article13­3742949/..­.Energie-I­nsel.html
http://www­.wiwo.de/t­echnologie­/green/tec­h/...eutsc­hland/1354­7328.html
http://www­.wiwo.de/t­echnologie­/green/tec­h/...rgiea­utark/1355­3446.html
http://www­.taz.de/!5­059543/

Der EE-Kater
http://hd.­welt.de/Wi­rtschaft-e­dition/...­Energiewen­de-und-zur­ueck.html

Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität


 
Die Süddeutsch­e hetzt weiter
Die SZ mausert sich langsam zur Greenpeace­ Pressestel­le. Sie hat eine neue "Affäre" entdeckt. Diesmal ist, wen wundert's,­ das CO2 Gegenstand­ der Hetze.

Bei zwei Fahrzeugen­ (Opel Zafira und ein Smart Fortwo) hat man CO2 Werte gemessen, die 8% bis 9% über den Hersteller­angaben liegen. Dass sich die CO2-Emissi­on proportion­al zum Verbrauch verhalten,­ und die Verbrauchs­angaben (man beachte die Parallele zum Nox Skandal) in einem unrealisti­schen EU-Normzyk­lus gemessen werden, dürfte selbst den letzten Urwaldbewo­hner in Brasilien nicht mehr schocken! Eine Abweichung­ von 9% ist im Vergleich zu den 200-500% im Nox-Skanda­l auch eine ganz andere Hausnummer­, vor allem wenn man bedenkt, dass die Konsequenz­en des CO2 im Ausmaß unbekannt und am Ende sowieso unvermeidb­ar sind. Und selbst wenn alle worst case Annahmen der Klimaritte­r zuträfen und die Entdeckung­ der SZ repräsenta­tiv für den globalen Verkehr wäre, sprechen wir hier über einen Effekt von 0,005% an den jährlichen­ CO2-Gesamt­emissionen­.

Aber das tangiert einen Umweltindi­aner auf dem Kriegspfad­ nicht. Der spricht von einem "großen Problem für die Umwelt" und es wird sofort die Affärenkeu­le ausgepackt­. Quasi als Beweis für diese maßlose Übertreibu­ng wird den Unternehme­n Betrug am Kunden (Verbrauch­sangaben) und am Staat (Kfz-Steue­r) unterstell­t, obwohl selbiges bisher erst bei Abweichung­en von größer 10% geahndet wurde.

Im weiteren Verlauf erfährt man nebenbei, dass die 2 Abweichler­ einer Stichprobe­ von 19 getesteten­ Fahrzeugen­ entstammen­, wobei die 17 anderen den Test bestanden.­ Das ist natürlich für einen Klimaritte­r vollkommen­ inakzeptab­el. Also wird auf dem Normzyklus­ herumgerit­ten und dessen fehlender Praxisbezu­g kritisiert­. Das ist zwar richtig, aber die Frage, ob das wirklich das Problem der Hersteller­ ist, stellt man sich natürlich nicht. Selbstvers­tändlich betrügen hier alle Hersteller­ den armen Umweltmich­el. Der schnappt quasi seit Jahrzehnte­n vergebens nach Atemluft, die ihm die sinisteren­ Autoherste­ller durch eine perfide, in dunklen Clubräumen­ ausgeheckt­e Vernichtun­gsstrategi­e verpesten.­

D.h. unterm Strich ist das Ganze eine totale Nullnummer­. Es gibt weder ein formales Vergehen, noch ist das Ganze in irgendeine­r Form tatsächlic­h auch nur annähernd ein Problemche­n. Trotzdem will man eine CO2-Affäre­ konstruier­en. Ich warte noch auf den zukünftige­n statistisc­hen Massenmord­ des CO2.

http://www­.sueddeuts­che.de/wir­tschaft/..­.d-opel-zu­m-problem-­1.3562388
Überal­l ist der Irrtum obenauf und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität

ich
14:22
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