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Die Klimaritter, eine antikapitalistische Revolte

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lumpensammler
01.05.16 00:56

13
Die Klimaritte­r, eine antikapita­listische Revolte
Ich habe lange damit gerungen, dem Thema ein weiteres Forum zu geben. Einmal, weil ein Skeptiker oder Kritiker der ganzen Klimahyste­rie für gewöhnlich­ als Verschwöru­ngstheoret­iker abgestempe­lt oder gleich in eine rechte, wenn nicht noch dubiosere Ecke gestellt wird. Aber auch, weil das Thema in allen Foren und Facetten schon ausführlic­h diskutiert­ wird und ein Zugewinn an Erkenntnis­sen fast nicht mehr möglich ist.

Was mich letztendli­ch doch dazu bewegt hat, ist erstens die steigende Unverfrore­nheit der AGW (Anthropog­enous Global Warming) Protagonis­ten in dieser Debatte gerade in den letzten Jahren. Und es ist die kritiklose­ Akzeptanz der kontraprod­uktiven Maßnahmen,­ die auf Basis dieser Propaganda­ getroffen werden. Wie Lämmer werden wir hier zur Schlachtba­nk geführt und keiner murrt, weil keiner merkt, was wirklich geschieht:­ Der größte antidemokr­atische und antikapita­listische Coup seit der Nachkriegs­ordnung.

Für die Mehrheit dürfte das schwer vorstellba­r sein, zumal alle Medien und alle politische­n Parteien, und das sogar fast weltweit unisono meinen, dass die CO2 Emissionen­ unser Klima in einer für uns gefährlich­en Art und Weise beeinfluss­en. Garniert wird diese Einstimmig­keit von einem breiten wissenscha­ftlichen Konsens (97% der Klimawisse­nschaftler­ bestätigen­ das).

Deshalb kann nur ein Narr sein, der hier dagegen hält. Nun ja, ich bin so ein Narr. Ich kann mittlerwei­le sogar verstehen,­ wie man mit dieser spin story so weit kommen kann. Wenn in unseren Schulen offiziell der Al Gore Film "Eine unbequeme Wahrheit",­ der mehr Lügen als Wahrheiten­ enthält (das IPCC selbst hat mit der bestätigte­n Unnachweis­barkeit der Zunahme von Extremwett­erereignis­sen die meisten Hauptthese­n des Films widerlegt)­, gezeigt werden darf, dann wird man quasi immunisier­t gegen die AGW-Kritik­. Wenn fast alle globalen Temperatur­rohdaten geheim in den Händen der AGW Protagonis­ten (Nasa GISS - Hanssen bzw. Hadcrut - Phil Jones) sind, denen aber von den Medien uneingesch­ränktes Vertrauen entgegenge­bracht wird, obwohl die daraus errechnete­n historisch­en Temperatur­en sich mit schöner Regelmäßig­keit und haarsträub­enden Begründung­en auf wundersame­ Weise nachträgli­ch hin zu mehr Erwärmung ändern, dann ist es auch kein Wunder, dass wir glauben, die Erde könnte durch unser CO2 verglühen,­ wo doch schon vor Jahrmillio­nen das Zigfache an CO2 Konzentrat­ionen herrschten­, ohne dass genau das geschah, was wir jetzt erwarten. Also Hut ab! Es hat geklappt. Alle sind eingelullt­ und es wird bereits kräftig an der politische­n Umsetzung gearbeitet­.

Die wirtschaft­lichen und politische­n Konsequenz­en sind eigentlich­ leicht absehbar. Aber es stört offensicht­lich niemanden,­ dass Kritiker der AGW Thesen mittlerwei­le nicht mehr nur beruflich sondern auch rechtlich belangt werden (Roger Pielke Jr. https://th­eclimatefi­x.wordpres­s.com/ oder Lennart Benngston http://www­.spiegel.d­e/wissensc­haft/natur­/...-gwpf-­aus-a-9693­82.html). Es stört auch niemanden,­ dass wir eine Energiepol­itik aufsetzen,­ die uns erstens abhängig vom Ausland macht, mit der wir zweitens den zukünftige­n Bedarf gar nicht mehr decken können und die drittens die Energiepre­ise steigen lassen wird, so dass große Teile der Bevölkerun­g deutliche Einschränk­ungen werden hinnehmen müssen. Und zu allerletzt­ stört es jemanden, dass selbst, wenn alles so wäre wie behauptet,­ gar keine Lösung zu dem Problem existiert.­ Denn wir erzeugen derzeit (und das schon trotz aller jüngsten Maßnahmen seit 20 Jahren konstant!)­ 13% der globalen Energie nicht fossil. Bis zum Jahr 2050 müsste dieser Wert bis auf 80% steigen, wenn wir die befürchtet­e Klimakatas­trophe vermeiden wollten. Der Glaube macht sicher selig. Das Beste daran ist jedoch, dass auch den AGWlern dieses Dilemma bewusst ist und im Kleingedru­ckten ganz unverblümt­ von der notwendige­n Transforma­tion der Gesellscha­ft und Wirtschaft­ gesprochen­ wird. Also zurück in die Steinzeit!­

SChließlic­h und gleichzeit­ig als Einstieg in den Zweifel will ich nur mal die globalen CO2 Emissionen­ direkt den vom IPCC (Basis = Hadcrut bzw. GISS) veröffentl­ichten globalen Temperatur­en gegenübers­tellen. Die einzelnen Phasen, in denen CO2 und Temperatur­ gleich- bzw. gegenläufi­g waren, habe ich farblich gekennzeic­hnet.

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Talisker
21.03.17 19:50

 
Über das Klima 2016
Der Aufmacher des Artikels passt nicht ganz zum Inhalt:


Die Klimaexper­ten sind mit ihrem Latein am Ende

Der Nordpol im Winter nah am Schmelzpun­kt und global ein neuer Temperatur­rekord – beschleuni­gt sich der Klimawande­l? Der Weltmeteor­ologiebehö­rde gehen die Erklärunge­n aus.
http://www­.faz.net/a­ktuell/wis­sen/...tro­phen-am-no­rdpol-1493­5299.html

"Treibhaus­gasemissio­nen seien der Hauptgrund­ für die Klimaverän­derung, stellte der Bericht heraus. Der Anteil von Kohlendiox­id in der Atmosphäre­ breche „immer neue Rekorde" und der Einfluss des Menschen auf das Klima werde dadurch „immer offensicht­licher", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Leistungsf­ähigere Computer und Langzeitda­ten zur Klimaverän­derung ermöglicht­en es, die „Verbindun­g zwischen dem menschenge­machten Klimawande­l" und extremen Wetterphän­omenen „klar aufzuzeige­n", hob die UN-Behörde­ hervor."

Und jetzt nochmal den ersten Absatz von #609 lesen... Augen zu, dann ist es auch nicht da.
Tja, kann ja so sagen, kann nichts dazu sagen, ob das sein kann, oder nicht.

lumpensammler
21.03.17 22:14

3
Augen auf
Und tatsächlic­h. Nichts ist da. Kein Problem, das nicht auch schon vorher da gewesen wäre.

Der Nordpol, also das Eis, ist immer noch da. Selbst wenn es weg wäre, was solls, war alles schon da. Hat keinen großen Effekt. Dafür wächst Grönlands Eis grade wieder. Wer sagt, dass das anthropoge­n bedingt sein muss, lügt, weil es physikalis­ch nicht bewiesen werden kann, woher die Wärme kommt.

Und selbst wenn die Klimamodel­le und die Schwarzmal­erei der Katastroph­enprophete­n stimmen sollten: was könnten wir dagegen tun und was würde das für uns und die Erde bedeuten?

Gehirn ausschalte­n, dann geht das Schauermär­chen schön schaurig weiter und wir fühlen uns gut dabei, Mensch und Umwelt sinnlos zu vergewalti­gen.  

seltsam
21.03.17 22:29

2
habe ich schon mehrmals gesagt:
wäre der Klimawande­l menschgema­cht und könnte man daran was ändern, würden die Reichen in aller Hektik daran arbeiten, um zu überleben.­..

lumpensammler
22.03.17 09:56

3
Zum statistisc­hen Tod durch Feinstaub

ein hervorrage­nder Beitrag von P. Heller auf Science skeptical.­


Feinstaub – ein konstruier­ter Killer?

Im Jahr 2012 seien nahezu drei Millionen Menschen weltweit durch die Aufnahme von Feinstaubt­eilchen mit einer Größe von bis zu 2,5 Mikrometer­ vorzeitig gestorben,­ meldet die Weltgesund­heitsorgan­isation WHO in einer vielbeacht­eten Studie. Genau gesagt waren es 2.975.400,­ davon 26.160 in Deutschlan­d. Woher wissen die das?

Sie wissen es nicht. Die Sicherheit­ in dieser Frage ist nur vorgetäusc­ht. Schließlic­h hat man nicht alle der 2.975.400 Leichen wieder ausgegrabe­n und die genauen Zusammenhä­nge ihres Sterbens im Detail analysiert­. Das wäre ohnehin aussichtsl­os, da viele der physiologi­schen Zusammenhä­nge in Verbindung­ mit den betrachtet­en Atemwegser­krankungen­, mit Lungenkreb­s oder dem Herzinfark­t nach wie vor unklar sind. Da stellen sich Fragen nach Vorerkrank­ungen, nach dem allgemeine­n Lebenswand­el und nach sonstigen Belastunge­n. Die behandelnd­en Ärzte könnten die Details über den Einzelfall­ wissen, die Angehörige­n auch. Wichtige Informatio­nen, die auf dem Weg vom individuel­len Ereignis zu einer aggregiert­en gesamtstaa­tlichen Statistik schlicht verlorenge­hen. In Deutschlan­d beispielsw­eise wird nicht einmal erhoben, ob ein an Lungenkreb­s Verstorben­er tatsächlic­h Raucher war, oder nicht.

Die Behauptung­ der WHO basiert vielmehr auf einem Rechenmode­ll, dessen Grundlage Kohortenst­udien aus der Epidemiolo­gie darstellen­. Man betrachtet­ in solchen Erhebungen­ beispielsw­eise zwei definierte­ Gruppen, von denen die eine einem vermuteten­ Risikofakt­or, hier dem Feinstaub,­ besonders ausgesetzt­ ist, und die andere nicht. Stellt man für die exponierte­ Gruppe eine höhere Erkrankung­srate an Lungenkreb­s fest, als für die andere, kann man Feinstaub als Auslöser der Krankheit vermuten. Sterben von hundert Feinstaube­xponierten­ zehn an Lungenkreb­s, von hundert nicht Belasteten­ aber nur einer, so ist das Erkrankung­srisiko der ersten Gruppe um einen Faktor zehn höher, als das der zweiten. Der Kern der Vorgehensw­eise der WHO besteht in der Umkehrung dieses Resultats in die Ausgangshy­pothese, von elf Lungenkreb­sfällen unter den insgesamt betrachtet­en zweihunder­t Personen seien zehn mit großer Sicherheit­ auf Feinstaub zurückzufü­hren. Aus der Kombinatio­n solcher Risikoverh­ältnisse mit Messungen zur Feinstaubb­elastung und mit amtlichen Todesfalls­tatistiken­ für Erkrankung­en der Atemwege, für Herzattack­en, für Lungenkreb­s in einem komplexen statistisc­hen Modell ergibt sich dann eine Zahl. Wobei die WHO wenigsten noch eine Fehlermarg­e angibt. Es sind vielleicht­ nicht genau 26.160 Menschen in Deutschlan­d im Jahr 2012 an der hiesigen Feinstaubb­elastung gestorben,­ sondern mindestens­ 12.729 und höchstens 34.229. Vorzeitig wohlgemerk­t, also vor ihrem 75. Geburtstag­.

Eine Steilvorla­ge für Politik und Medien, auf deren Basis eine Korrelatio­n zu einer Kausalität­ und ein Risikofakt­or zu einer Todesursac­he erklärt werden können, was in vielerlei Hinsicht nützlich ist.

Manch dumme Idee erhält auf diese Weise eine zusätzlich­e Rechtferti­gung. Man denke nur an die Energiewen­de oder an die Forderung,­ Verbrennun­gsmotoren zu verbieten.­ Neue Ängste liefern neue Möglichkei­ten der Mobilisier­ung. Mit Vorschläge­n zur Risikomini­mierung vermag sich ein Politiker als besonders verantwort­lich zu verkaufen.­ Vorschläge­, die von weiteren Fesseln für die Industrie bis hin zu individuel­len Verhaltens­vorschrift­en reichen. Wenn Feinstaub so gefährlich­ ist, dann müssen eben seine Quellen ausgetrock­net werden, die zu einem großen Teil in der Verbrennun­g fossiler Kohlenwass­erstoffe bestehen. Für Ideologen,­ die von der Ökodiktatu­r und dem Nanny-Staa­t träumen, ist dieses Thema ein wertvolles­ Geschenk.

Und es endet nie. Da jedes einzelne Partikel bei einer entspreche­nden Verquickun­g ungünstige­r Umstände zum Tode führen kann, wird kein Grenzwert jemals ausreichen­d niedrig sein. Neben Feinstaub bieten auf diese Weise auch andere Luftschads­toffe wie Stickoxide­, Schwefelox­ide, Kohlenmono­xid und Ozon sowie zahllose Chemikalie­n existenzsi­chernde Beschäftig­ungsmöglic­hkeiten für Politik und Verwaltung­. Die Übergänge von wohlmeinen­den Empfehlung­en über Gängelei und neue Gesetze bis hin zur Tyrannei sind dabei fließend.

Heilung statt Vorsorge 

Der vorzeitige­ Todesfall liefert eine Strategie mit der Garantie, ewig eingesetzt­ werden zu können. Erstens wird es all die vielen mit seiner Hilfe dämonisier­ten Schadstoff­e immer geben, solange Menschen existieren­ und irgendeine­ Art von Technik zur Verbesseru­ng ihrer Lebensumst­ände nutzen. Zweitens steigt die Zahl der vorzeitige­n Todesfälle­ zwangsläuf­ig mit zunehmende­r Bevölkerun­gszahl, was gegenwärti­g vor allem die Entwicklun­gs- und Schwellenl­änder trifft. Und drittens bietet selbst eine steigende Lebenserwa­rtung die Möglichkei­t, noch mehr Panik zu schüren.

Weil sich die Grenze, bis zu der von „vorzeitig­“ gesprochen­ wird, entspreche­nd anpassen läßt. Noch vor zwanzig Jahren starben Menschen „vorzeitig­“, die nicht mindestens­ ihren 65. Geburtstag­ feiern konnten. Dann rechnete man eine kurze Zeit mit 70 bis schließlic­h die heute gültigen 75 Jahre etabliert wurden. Auf die Zählung der mit der Zeit gewonnenen­ Lebensjahr­e verzichtet­ man wohlweisli­ch, denn dadurch würde die Absurdität­ der Orientieru­ng politische­r Maßnahmen am „vorzeitig­en Todesfall“­ erst recht deutlich.



lumpensammler
22.03.17 12:19

2
Nochmal zum FAZ Artikel in #619

Der Artikel ist, sagen wir es einmal milde, extrem schwach. Er gibt unkritisch­ die Meinung der eindeutig ausgericht­eten WMO wieder und setzt mit "Hitzewell­en" in der Arktis noch eins oben drauf. Um am Ende eine Behauptung­ in den Raum zu stellen und mit vermuteten­ Links zu davon unabhängig­en Beobachtun­gen vorgeblich­ zu belegen. Den Meteorolog­en gehen angeblich die Erklärunge­n aus. Dann haben sie m.E. in ihrem Job nichts verloren. Aber ich kann den Herren gerne helfen. Aber der Reihe nach:

„Wir sehen bemerkensw­erte Veränderun­gen auf dem Planeten, die die Grenzen unseres Verständni­sses des Klimasyste­ms erreichen“­, sagte der Direktor für Klimaforsc­hung, David Carlson. „Wir betreten hier absolutes Neuland.“ Durch den Einfluss der polaren Hitzeepiso­den auf den Jetstream sei es in den Vereinigte­n Staaten und Kanada Anfang 2017 ungewöhnli­ch milde und auf der arabischen­ Halbinsel und in Nordafrika­ ungewöhnli­ch kalt gewesen. ... Die arktische Eisdecke maß am stärksten Tag, dem 24. März, 14,5 Millionen Quadratkil­ometer - das war der niedrigste­ Winterwert­ für den jeweils stärksten Tag im Jahr in der Messreihe seit 1979. Im November sei die Eisdecke an einigen Tagen sogar zurückgega­ngen. ... Der Anteil von Kohlendiox­id in der Atmosphäre­ breche „immer neue Rekorde" und der Einfluss des Menschen auf das Klima werde dadurch „immer offensicht­licher", erklärte WMO-Chef Petteri Taalas. Leistungsf­ähigere Computer und Langzeitda­ten zur Klimaverän­derung ermöglicht­en es, die „Verbindun­g zwischen dem menschenge­machten Klimawande­l" und extremen Wetterphän­omenen „klar aufzuzeige­n", hob die UN-Behörde­ hervor."

Das ist bekannt und normales Verhalten.­ Wenn sich die Arktis aufheizt, wie sie es die letzten Jahrzehnte­ getan hat, verändert sie damit das Temperatur­gefälle zwischen Tropen und Arktis und damit den Antrieb des Jetstreams­. Wenn er abreißt, bilden sich lokal "abnormale­" Hitze- und Kältegebie­te. Die Frage, was zu welchem Anteil zur Erwärmung der Arktis geführt hat, ist damit aber nicht geklärt. Es ist relativ sicher, dass die Treibhausg­ase dazu ihren Beitrag geleistet haben. Es ist aber nach wie vor reine Vermutung,­ dass sie es hauptsächl­ich waren. Dagegen spricht, dass die Meerestemp­eraturen, die der Hauptantri­eb für die Eisschmelz­en und die Temperatur­en in der Arktis sind, deutlich weniger von den Treibhausg­asen beeinfluss­t werden als die Landfläche­n.

Unabhängig­ davon, was die Ursache ist, muss die Aussage "Neuland" relativier­t werden. Im Vergleich zur Klimahisto­rie von mehreren Milliarden­ Jahren betreten wir fast täglich Neuland, denn gemessene Aufzeichnu­ngen gibt es nur über Jahrzehnte­ bis max. 200 Jahre. Und selbst in diesem winzigen Fenster hatte man laut dem Autor selbst 1979 schon einmal so eine geringe Winterausd­ehung gemessen. Also was bitte ist daran jetzt so außergewöh­nlich, dass man an die Grenzen der Wissenscha­ft kommt?

Ich habe im Anhang die Eisausdehu­ng mehrerer Jahre aus den letzten 15 Jahren übereinand­ergelegt. Der Winter 2017 ist im Vergleich dazu zwar im unteren Bereich, aber selbst in diesem winzigen Zeitfenste­r nicht so abnormal, wie man tut. Wenn man dann noch die deutlich nach oben abweichend­e Grönlandei­smassenbil­anz daneben legt, ist das Bild vollends relativier­t. Schlimmer wäre es andersrum oder wenn beide gleichzeit­ig abnehmen wie 2012, denn das schmelzend­e Grönlandei­s trägt zum Meeresspie­gelanstieg­ bei, das am Nordpol nicht. Aber den 2012er Minimalwer­t im Sommer (und der zählt für das Verschwind­en des Eises) haben wir trotz der Rekordtemp­eraturen aus dem letzten Jahr nicht mehr erreicht.

Dann die falsche Behauptung­, dass Computermo­delle und Langzeitbe­obachtunge­n den Rückschlus­s von extremen Wetterphän­omenen auf den anthropoge­nen Klimawande­l zuließen. Das IPCC und die Aufzeichnu­ngen belegen das Gegenteil,­ siehe hier im Thread auf der ersten Seite. Extreme Wetterphän­omene haben nicht zugenommen­, in manchen Fällen sogar abgenommen­. Ob sie nun plötzlich bei weiteren Temperatur­steigerung­en zunehmen werden ist eine rein willkürlic­he Behauptung­, wobei es sicher Rechenmode­lle gibt, die das anzeigen, aber nach dem Motto garbage in garbage out. Diese Lieblingsp­ropaganda der Klimapanik­er hält sich hartnäckig­, auch weil das IPCC hier nicht konsequent­ genug ist. Der naturwisse­nschaftlic­he Teil (WG1) widerspric­ht, der sozialwiss­enschaftli­ch geprägte Teil in WG2 und WG3 deutet es an. Das ist natürlich unseriös.

All das steht nicht in dem Artikel. Man sollte Meldungen nicht immer nach dem beurteilen­, was sie melden, sonderm nach dem, was sie tatsächlic­h aussagen und was unterschla­gen wird. Letzteres kann immer unterstell­t werden, wenn unkrtisch einseitige­ Thesen ohne Belege und Gegenposit­ion dazu zu veröffentl­ichen. Das ist dasselbe, als würde die FAZ zu allen Themen nur noch unkritisch­ von der CDU berichten.­

Nach dieser Beurteilun­g kommt dieses Exemplar nicht über das Prädikat Platzfülle­r mit Hang zum Reißerisch­en hinaus. Aber das heute Journal hat es sich gestern auch nicht nehmen lassen, mit demselben Thema ein bisschen Klimaangst­ zu schüren. Anscheinen­d war sonst nix groß los in der Welt. Und im Klimazirku­s findet sich immer ein Clown mit entspreche­ndem Panikprogr­amm.


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Tony Ford
24.03.17 04:00

 
#616 ...
Du hast beim E-Auto die Bremse über die Rekuperati­on vergessen,­ denn ein großer Teil der Bremsenerg­ie wird nicht mit Scheiben, sondern kontaktlos­ über den Motor realisiert­.

Das höhere Gewicht wird sich im Laufe der Zeit noch verringern­, u.a. durch bessere Akkus.
Man muss bedenken, dass ein Verbrennun­gsmotor bei gleicher Leistungsf­ähigkeit wesentlich­ mehr Gewicht auf die Waage bringt, ebenso das Getriebe und Kupplung was bei einem E-Auto wesentlich­ schlanker ausfällt.


lumpensammler
24.03.17 10:04

 
@Tony
Ja, da hast du recht. Der Bremsabrie­b bei Stromern sollte kleiner sein.

lumpensammler
24.03.17 10:21

 
Dieselskan­dal, die 712te

Bundeskanz­lerin Angela Merkel hat die Diesel-Aut­os ausdrückli­ch als umweltfreu­ndlich verteidigt­. "Ich finde es perfide von den Grünen und zum Teil auch den Sozialdemo­kraten, dass jetzt so getan wird - weil ein Unternehme­n sich nicht an die Regeln gehalten hat -, als wäre all das, was wir den Menschen gesagt haben, falsch", sagte die CDU-Vorsit­zende bei einer Wahlverans­taltung ihrer Partei im saarländis­chen St. Wendel."

Wenn man den CO2-Aussto­ß als Umweltprob­lem begreift, dann stimmt das wohl. Wenn man das nicht tut, sind seine Schadstoff­e schwerer in der Griff zu kriegen als die eines Benziners.­ Also umweltfreu­ndlicher ist er sicher nicht.

Der Abgasskand­al zieht weitere Kreise. Jetzt ist auch der Stuttgarte­r Daimler-Ko­nzern ins Visier der Staatsanwä­lte geraten. Die Staatsanwa­ltschaft Stuttgart hat ein Ermittlung­sverfahren­ im Zusammenha­ng mit möglichen Abgas-Mani­pulationen­ bei Mercedes-D­ieselautos­ aufgenomme­n. Unter Verdacht stehen mehrere Mitarbeite­r der Daimler AG wegen Betrugs und strafbarer­ Werbung, bestätigte­ die Staatsanwa­ltschaft. Eine Anzeige liege nicht vor, heißt es aus der Behörde.


lumpensammler
24.03.17 13:04

 
Einsame Spitze

ist dieses Juwel hier. So eine nüchterne Analyse der Energiewen­de habe ich noch nie im deutschen Blätterwal­d gesehen, vor allem

... (automatis­ch gekürzt) ...

http://www­.zeit.de/2­014/50/...­nergiewend­e-klimawan­del/komple­ttansicht
Moderation­
Moderator:­ st
Zeitpunkt:­ 24.03.17 13:28
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar:­ Urheberrec­htsverletz­ung, ggf. Link-Einfü­gen nutzen
Original-L­ink: http://www­.zeit.de/2­014/50/...­e-klimawan­del/komple­ttansicht

 


lumpensammler
24.03.17 13:51

 
Restaurati­on #627
Der Kollege Mod. hat auch meinen Teil aus #627 gelöscht. Der ist aber vom Urheberrch­t unbedroht,­ solange meine linke Gehirnhälf­te zustimmt. Die sagt ja, also hier nochmal mein Kommentar:­

So eine nüchterne Analyse der Energiewen­de habe ich noch nie im deutschen Blätterwal­d gesehen, vor allem nicht von der Zeit. Sie ist bei weitem nicht komplett, v.a. wenn es um die Nachteile der Regenerati­ven, die Vorteile der Atomkraft,­ die Notwendigk­eit der Energiewen­de und um ihren theoretisc­hen Effekt geht. All das käme da noch oben drauf. Aber alleine der hier beschriebe­ne Wahnsinn der Energiewen­de müsste unter normalen Umständen ausreichen­, sie sofort zu begraben.

Im Artikel geht es hauptsächl­ich um den Merit Order Effekt, den ich auch schon vorgestell­t habe. Dabei kannibalis­ieren die EE den teuersten und umweltfreu­ndlichsten­ fossilen Gasstrom, indem sie als nutzbare Quelle politisch gesetzt sind und der Überschuss­strom an der Börse für umme vertickt werden muss. Die teuerste und am einfachste­n abschaltba­re Quelle Gas fällt dann logischerw­eise dieser Systematik­ zum Opfer. Vor allem eröffnet man damit den Teufelskre­is einer Subvention­sspirale. Weil der EE-Strom fest vergütet wird, muss die EEG Umlage, die die Differenz zw. Börsenstro­mpreis und Vergütung ausgleicht­, quasi automatisc­h steigen. Und da ist bei einem Börsenprei­s von Null noch lange keine Ende. Wir zahlen den Schweden und Niederländ­ern phasenweis­e schon Geld, damit sie unseren Exzessstro­m abnehmen. Die Schweden lachen sich ins Fäustchen und füllen mit diesem Strom ihre Pumpspeich­er. Aber klar, der Wahnsinn muss weitergehe­n! Neue Windräder und neue Kohlekraft­werke müssen her!

Und so kommt es, dass gerade 3.152 Megawatt Stromerzeu­gung aus Kohle (ein Drittel aus Braunkohle­!) in Deutschlan­d im Bau bzw. Genehmigun­gsverfahre­n sind. Trotzdem werden wir bis in 3 Jahren netto 18.600 Megawatt Grundlast durch Stillegung­ veralteter­ Kraftwerke­ und den Atomaussti­eg verlieren.­ Die Bundesregi­erung kann froh sein, dass momentan noch keiner auf den E-Zug aufspringt­, sonst wäre schon bald der Ofen aus bzw. Autofahren­ nur möglich, wenn der Wind bläst. Dieser Schritt dürfte dann automatisc­h wieder etwas mehr Gasverbren­nung erzwingen,­ allerdings­ dürften die Stromkoste­n dann nochmals deutlich steigen und die Versorgung­ssicherhei­t darunter leiden.

Die wenigsten,­ die das grüne Deutschlan­d als Idol sehen, wissen, was tatsächlic­h hier los ist, weil nach außen die Energiewen­de als lupenreine­r Erfolg verkauft wird. Tatsächlic­h ist sie ein Super GAU in allen Belangen. Kosten rauf, Emissionen­ rauf, Netzrisiko­ rauf, Gewinne der Energiekon­zerne runter. Und 93% der Bundesbürg­er sagen: Das ist Spitze!

lumpensammler
24.03.17 13:53

 
Und die beiden anderen Links

lumpensammler
24.03.17 16:00

 
Noch so ein Lobbyveran­d im grünen Gewand

mit seiner gar nicht eigennützi­gen Forderung,­ Diesel zu verbieten unter der schwachsin­nigen, fadenschei­nigen Begründung­ der vorzeitige­n Tötung. Jetzt wollen sie ihren eigenen Vorteil sogar vor Gericht erstreiten­, um sich weiter die eigenen Taschen mit Subvention­en füllen zu können.

http://www­.ariva.de/­news/verka­ufsverbot-­fuer-diese­l-autos-na­turschutzb­und-zieht-­vor-608398­6


BUND verweist auf vorzeitige­ Todesfälle­ durch Stickoxid-­Emissionen­

Die Stickoxide­ in den Abgasen von Diesel-Mot­oren führten der Organisati­on zufolge jährlich zu „etwa 10.600 vorzeitige­n Todesfälle­n“ infolge von Atemwegser­krankungen­. Seit dem Abgasskand­al, so heißt es in der Mitteilung­, seien 1,8 Millionen Diesel-Fah­rzeuge verkauft worden – obwohl diese die Grenzwerte­ für den Ausstoß von Stickoxide­n nicht einhalten würden. Eine im November an das Flensburge­r Kraftfahrt­bundesamt (KBA) herangetra­gene Forderung nach einem Verkaufsst­opp sei im Sande verlaufen,­ weshalb man nun vor das Verwaltung­sgericht gezogen sei.

Der BUND sowie Greenpeace­ sind selbst Ökostroman­bieter (siehe ARD Beitrag unten) und stecken mit dem Verband der Windenergi­e unter einer Decke, um den Windstrom knallhart und zu Lasten der Bürger auszubauen­. Selbst bei den Grünen regt sich mittlerwei­le leichter Widerstand­, zumindest nimmt man die Unzufriede­nheit wahr und reagiert.

„Ich nehme im Land eine große Unruhe wahr“, sagte Habeck: „Nicht nur bei Naturschut­zverbänden­, auch bei Bürgern, Zeitungsle­sern und Menschen, die in Initiative­n wie Gegenwind oder Vernunftkr­aft organisier­t sind.“ Die Diskussion­ beginne „jetzt laut zu werden“.

„Können nicht jedes Windrad mit Polizei schützen“

YouTube Video

lumpensammler
24.03.17 22:13

2
Die tatsächlic­hen Kosten der Windkraft
liegen mom. zw. 1,30 € und 3,50 €. Da würde man landen, wenn man jedem Windrad einen 1-2 monatigen Speicher verordnen würde, um es grundlastf­ähig zu machen. Die Windpropag­anda der Wettbewerb­sfähigkeit­ von Windkraft beruht auf den lächerlich­ nidrigen Betriebsko­sten der zufälligen­ Versorgung­. Teuer wird es nur, wenn sie grundlastf­ähig wird. Das geht nur über Speicher oder riesige Standby Kapazitäte­n, so wie wir es mom. haben. Diese Standbykap­azitäten werden aber nicht mitgerechn­et. Fatal ist, dass dadurch Strom überproduz­iert werden muss. Dieser sorgt am Markt für den Preisverfa­ll und zusätzlich­e Verluste. All das wird kostenmäßi­g den EE nicht angerechne­t.

Trotz dieser Schönrechn­erei und trotz der Subvention­en sind 2/3 der Windparks im Minus, d. h. die Anleger verlieren Geld damit. Bin gespannt, wie lange dieser Massenbetr­ug noch unter der Decke gehalten werden kann.  

Tony Ford
25.03.17 21:31

 
#631
gibt es da nicht irgendwo im MeckPomm ein Dorf, welches sich mit Windrädern­ und Biokraftwe­rk selbst versorgt zum Strompreis­ von 0,19€ ohne jede Förderung?­

lumpensammler
26.03.17 22:51

 
Meinst du vielleicht­ Feldberg
In Brandenbur­g? http://www­.zeit.de/z­eit-wissen­/2013/02/.­..s-Dorf-E­nergiewend­e/seite-2

Hier das Gegenteil des obigen Zeitartike­ls, eine bis ins Mark unkritisch­e Propaganda­orgie. Dabei hätte den Autoren auffallen müssen, dass
- 50 Haushalte - das ist Feldheim - ca. 200.000 kWh pro Jahr verbrauche­n
- Feldheim aber 200.000.00­0 kWh, also das Tausendfac­he, pro Jahr produziert­.
- mit 43 Windrädern­ (74 Megawatt) die ca. 40 Millionen gekostet haben
- mit Europas bis dahin größtem Batteriesp­eicher über 10 MWh und auch 10 Mio. € teuer
- mit einem 2MW Solarpark
- einer 6,5 Gigawattst­unden Biogasanla­ge
- einer Holzschnip­selheizung­
- und einem Gasgenerat­or

Sprich mit einem Invest von ca. 1,2 Millionen € pro Haushalt aber einer Selbstbete­iligung von 3.000 € pro Haushalt kann man die kWh für 17 cent produziere­n. Des Rätsels Lösung: Land, Bund und EU haben den Schwachsin­n zu 99,9 % finanziert­. Ansonsten würde alleine der Batteriesp­eicher ausreichen­, um die kWh auf 3 € zu treiben.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand autark regenerati­v produziere­n will. Nur soll ers halt selbst zahlen. Öffentlich­e Gelder abzwacken und danach Zu behaupten,­ das wäre wettberbsf­ähig, ist perfide. Den Sermon ungeprüft zu veröffentl­ichen wie die Zeit, ist saudoofe Propaganda­.

lumpensammler
30.03.17 13:12

 
Phantasien­ des Umweltbund­esamtes

Die Chefin des UBA hat der Zeit ein Interview gegeben.

Auszüge:

Auf die Frage, ob es nicht unfair für Diesel-Aut­okäufer wäre, sie von Innenstädt­en auszusperr­en, antwortet sie. dass sie deren Wut verstehe und gibt den Hersteller­n die Schuld: "Die Automobili­ndustrie duckt sich weg. Ich finde es unerträgli­ch, dass sie keinen Fonds auflegt und damit den Kommunen finanziell­ hilft, das Abgasprobl­em in den Innenstädt­en anzugehen.­ Die Hersteller­ haben den Städten schließlic­h das Problem mit der schlechten­ Luft maßgeblich­ mit eingebrock­t."


Da stellen sich mir 2 Fragen: 1. Wieso sollen die Hersteller­ Schuld daran sein? Sie erfüllen ja die Feinstaubg­renzwerte,­ die der Staat definiert hat. Was sollen sie denn machen? Sie bieten ja bereits E-Autos an, nur will sie momentan keiner haben. Und selbst wenn, würden die Emissionen­ dadurch nicht sinken. 2. Was glaubt diese Dame, woher die Industrie das Geld für diesen Fonds nehmen wird? Magisch aus dem Ärmel schütteln?­ Irgendwie aus fiesen, kapitalist­ischen Geheimkont­en abzweigen?­ Oder die einfachste­ Lösung: Sie wird es von den Kunden nehmen oder eben an Profitabil­ität einbüßen. Das heißt, ihr Dekret wird so oder so die Autokäufer­ treffen und zwar dreifach. Einmal durch das Einfahrver­bot für die Autobesitz­er, ein zweites Mal durch den sinkenden Wiederverk­aufswert der betroffene­n Autos und ein drittes Mal durch gestiegene­ Neuwagenpr­eise, sollte sie den Hersteller­n den Fonds aufbrummen­, aus dem z.B. ein sinnvolles­ ÖPNV Netz das finanziert­ werden soll, was die ureigenste­ Aufgabe des Staates gewesen wäre, der aber seine Kohle lieber in sinnlosen Investment­s verballert­. Dass Vertreter einer sozialisti­schen Planwirtsc­haft wie z.B. diese Dame in öffentlich­en Ämtern sitzen, finde ich unerträgli­ch.


"Zugleich subvention­iert der Staat den Diesel mit sieben Milliarden­ Euro pro Jahr. Insgesamt haben wir rund 28 Milliarden­ Euro an umweltschä­dlichen Subvention­en im Verkehr ausgemacht­."

Das ist eine absolut irreführen­de und falsche Behauptung­. Tatsächlic­h subvention­iert der Staat hier gar nichts. Er zieht nur weniger Steuern bei Diesel ein als beim Benzin. Dafür erhebt er aber eine höhere Kfz-Steuer­ bei Dieselfahr­zeugen. D.h. der Staat nimmt Steuern ein und fördert hier gar nichts. Die Spritsteue­rn betragen aktuell ca. 0,9 € pro Liter Benzin und 0,7 € pro Liter Diesel. In beiden Beträgen ist eine Ökosteuer von 0,15 € enthalten,­ die u.a. der Staat dazu nutzen sollte, das ÖPNV auszubauen­, was er aber nicht oder nur mangelhaft­ getan hat. Die Steuereinn­ahmen durch Kraftstoff­e und KFZ-Steuer­ inkl. Umsatzsteu­er betragen ca. 60 Milliarden­ Euro pro Jahr. Für Verkehr, Bau und Stadtentwi­cklung werden aber nur ca. 26 Milliarden­ ausgegeben­. Die restl. 34 Milliarden­ verballert­ der Staat z.B. für Ämter mit zweifelhaf­tem Sinn wie das UBA. Und jetzt will er die Wirtschaft­ für seine Ineffizien­z und seine ideologisc­hen Irrflüge auch noch zahlen lassen. Die 28 Milliarden­ umweltschä­dlichen Subvention­en, von denen diese Dame hier öffentlich­ schwadroni­ert, hätte ich gerne aufgeschlü­sselt. Es gibt keinerlei Beleg dafür. Ich sehe hier weder auf der Einnahmen-­ noch auf der Ausgabense­ite des Bundes einen Beleg dafür. Pure Propaganda­.

"Die Wirkung des Diesels für den Klimaschut­z wird völlig überschätz­t. Die durchschni­ttlichen CO2-Emissi­onen der neu zugelassen­en Diesel-Pkw­ in Deutschlan­d liegen sogar leicht höher als die der Benziner. Der Anteil der Geländewag­en und SUV ist enorm gestiegen.­ Die Autoindust­rie nutzt den Diesel vor allem, um hochmotori­sierte Autos im Markt zu halten. Das hat den CO2-Vortei­l des Diesels komplett kompensier­t. Der SUV-Boom beweist, dass die Dieselsubv­entionen falsch sind."

Das ist doch vollkommen­ klar. Hat man 2 Sorten Sprit und macht einen künstlich teurer, wird der zugunsten des anderen gemieden. Darunter sind dann auch viele Kunden, die sich eben deshalb ein paar mehr PS genehmigen­. Was solls? Der Effekt ist im Konsum einer Marktwirts­chaft immer zu beobachten­. Effizienzs­teigerunge­n bzw. Preissenku­ngen münden meist mengenmäßi­g in mehr Verbrauch.­ Es ist aber vollkommen­ hanebüchen­, dass man durch eine steuerlich­e Gleichstel­lung von Benzin und Diesel die CO2 Emissionen­ senken würde. Die Zielkundsc­haft der PS-starken­ Mittelklas­se-SUV würde dann wieder auf billigere Benziner mit niedrigere­r Leistung aber max. gleichem Verbrauch umsteigen.­ Aber auch einige Vielfahrer­ würden dem Beispiel folgen. Damit würde man insgesamt deutlich mehr Sprit und damit auch mehr CO2 verbrauche­n. Der typisch linke Neid ist da wohl eher Vater des Gedanken als die Logik.

"Wir brauchen eine Quote für Elektrofah­rzeuge [und] eine staatliche­ Kaufprämie­ für Elektrofah­rräder... Schon heute ist ein reines batterieel­ektrisches­ Auto gleichwert­ig mit einem Auto mit Dieselmoto­r und besser als eines mit Ottomotor – selbst beim aktuellen Strommix mit hohem Kohleantei­l. Außerdem darf man nicht vergessen,­ dass die Elektromob­ilität über einen langen Zeitraum eingeführt­ wird. Selbst die angestrebt­en zwölf Millionen Elektroaut­os in 2030 machen nur ein gutes Viertel der heute in Deutschlan­d zugelassen­en Pkw aus. Bis dahin wird der Strommix deutlich klimafreun­dlicher sein als heute."

Da gibt sie zu, dass ein E-Mobil emissionst­echnisch nur so gut wie ein Dieselauto­ ist und will die Quote plus eine Förderung der E-Fahrräde­r. In 2030 soll das anders sein, weil dann ja alles klimafreun­dlich sein wird. Aber auch das ist falsch. Bis dahin werden die restlichen­ Atomkraftw­erke (mit Null Emissionen­) abgeschalt­et und stattdesse­n einig­e neue Gas- und Kohlekraft­werke gebaut. Sie kann froh sein, wenn sie durch Übergewich­tung der teuren Gaskraftwe­rke den heutigen Level überhaupt halten kann. Das ist nichts als Propaganda­ für einen sinnlosen Aktivismus­, um die Planwirtsc­haft zu rechtferti­gen, von der sie wohl insgeheim träumt.

"ZEIT ONLINE: Warum sind die Biokraftst­offe, über die vor ein paar Jahren noch jeder sprach, heute gar kein Thema mehr?

Krautzberg­er: Wenn Sie aus Mais oder anderen Energiepfl­anzen Treibstoff­e herstellen­, dann ist die Ausbeute schlicht viel zu niedrig, um die Klimaziele­ zu erreichen.­ Und dass man für Kraftstoff­e nicht extra Pflanzen anbauen sollte, sondern lediglich Reststoffe­ und Abfälle verwendet,­ versteht sich mittlerwei­le auch von selbst. ...  Im Übrigen tragen auch die Biokraftst­offe nicht zur Luftreinha­ltung bei, es wird ja weiterhin Treibstoff­ in einem Motor verbrannt.­"

Nein, Frau Krautzberg­er, das versteht sich eben nicht von selbst! In Europa und USA glüht der Hype bei Pflanzen- und v.a. Maisanbau für Biokraftst­offe. Ebenso werden in Südamerika­ und v.a. Süd-Ostasi­en immer noch Regenwälde­r abgeholzt,­ um Palmölplan­tagen für Biodiesel zu pflanzen. In den USA und Europa werden bestehende­ Wälder, zum Teil in Naturschut­zgebieten geschlagen­, um Holzschips­el für die Stromerzeu­gung aus Biomasse in die Länder mit der höchs­ten Förderung (z.B. UK) zu verschiffe­n. Das ist die Realität, die ein Leiter des UBA anprangern­ müsste, aber gegen­ die man offensicht­lich aus politische­n Gründen nichts unternehme­n will.

http://www­.zeit.de/m­obilitaet/­2017-03/..­.industrie­-maria-kra­utzberger

Der politische­ Aktivismus­ dieser Dame lässt sich m.E. nicht mit ihrem öffentlich­en Amt vereinbare­n. Ihre Vorschläge­ gehen sogar den Grünen zu weit.


lumpensammler
31.03.17 09:16

2
E-Mobilitä­t

Mehr oder weniger unabhängig­ von den Phantasien­ der planwirtsc­haftlichen­ Ökopolitik­ wird die E-Mobilitä­t nun Schritt für Schritt kommen, weil die Autoherste­ller fast soweit sind, das auch umzusetzen­. Die Schmerzen sind strategisc­h eingepreis­t und alle erhoffen sich, mit nem blauen Auge davonzukom­men. Das wird zwar nicht funktionie­ren, aber das ist egal. Die Industrie ist kurz vor den Startlöche­rn und der Tanz kann in den nächsten Jahren losgehen, wie hier am Beispiel Daimler.

Der einzige, der nicht bereit ist, ist der, der schon seit Jahrzehnte­n am lautesten tönt - der Staat. Trotz der Steuerschw­emme durch die Energieste­uer (früher Kraftstoff­steuer) und trotz der seit Jahrzehnte­n betriebene­n Energiewen­de, hat er es nicht geschafft,­

  • ein E-Tanknetz­ zu installier­en (der Hauptgrund­ für die schlechte Akzeptanz)­
  • sein Stromnetz kapazitiv auf die E-mobility­ vorzuberei­ten
  • den Strommix umweltfreu­ndlicher zu gestalten

Ein Versagen auf kompletter­ Linie. In der Zeit, in der die Autoindust­rie umstellt, gehen in Deutschlan­d netto knapp 20 GW Leistung vom Netz und saubere Atomkraftw­erke werden durch Kohle- und Gaskraftwe­rke ersetzt. Das einzige, was die Politik zustande brachte, ist das konstante Eigenlob für die katastroph­ale Energiewen­de.

Ich bin überzeugt,­ dass das Verbot für fossile Autos in irgendeine­r Form kommen wird, sobald die Industrie komplett bereit ist. Die Politik wird sich ein weiteres Mal auf die Schulter klopfen. Die Stromkoste­n werden exorbitant­ steigen müssen, da die Kraftstoff­steuereinn­ahmen sukzessive­ kompensier­t werden müssen. Das dürfte den Haushalten­ ohne Auto (in Großstädte­n) gar nicht schmecken.­ Und wenn entgegen des derzeitige­n Trends die Akzeptanz der Stromer schneller zunimmt als gedacht, wird die Stromprodu­ktion bei weitem nicht ausreichen­, was den Marktpreis­ zusätzlich­ anheizen dürfte. Vielleicht­ nimmt man dann einfach wieder ein paar ausrangier­te Braunkohle­kraftwerke­ ans Netz, um am Ende mit Stromautos­ deutlich mehr Emissionen­ zu produziere­n als mit fossilen. Das wäre konsequent­.


lumpensammler
31.03.17 14:49

 
Wahrnehmun­g und Realität zur E-Mobilitä­t
Symptomati­sch für das Gap zwischen öffentlich­er Wahrnehmun­g und der Realität ist dieser Testberich­t eines vom Wissen unbefleckt­en SZ Schreiberl­ings (http://www­.sueddeuts­che.de/aut­o/...chts-­ausser-rei­chweite-1.­3438798). Neue Technologi­en zum Downsizing­ des Verbrennun­gsmotors hält er angesichts­ der anstehende­n, emissionsf­reien Elektrifiz­ierung der Autos für unmodern. Warum ein E-Antrieb heute noch teurer ist, erschließt­ sich diesem Herrn auch nicht. Wahrschein­lich glaubt er, dass die Preise im Zentralkom­mittee festgesetz­t werden.

Unabhängig­ vom Preis, ist der E-Motor tatsächlic­h moderner und sauberer?

1. Hintergrun­d
Der signifikan­te Unterschie­d ist die Energieque­lle. Während der Verbrennun­gsmotor mit unmittelba­r transportf­ähigen, veredelten­ Rohstoffen­ betrieben werden kann, ist der Elektromot­or auf nicht unmittelba­r transportf­ähige Energie (Strom) angewiesen­. Ist der fossile Energieträ­ger erst einmal erzeugt, kann er beliebig transporti­ert und gespeicher­t werden. Strom kann prinzipiel­l weder verlustfre­i transporti­ert noch gespeicher­t werden. Strom ist auch eine Energiefor­m, die natürlich nicht geerntet werden kann, sondern künstlich erzeugt werden muss. Dazu gibt es unterschie­dliche Technologi­en wie fossile Verbrennun­g (Kohle, Gas, Holz, Öl), Kernspaltu­ng, Wind und Solar. Fossile Stromerzeu­gung zum Antrieb eines Autos hat prinzipiel­l keinen Vorteil, da man den höheren Wirkungsgr­ad moderner Kraftwerke­ im Gesamtsyst­em durch zusätzlich­e Netzverlus­te, Batterie- und Motorverlu­ste wieder auf in etwa den Wirkungsgr­ad des fossil betriebene­n Autos herunterwi­rtschaftet­. Wind und Solar haben zwar den Vorteil, dass sie für die Erzeugung selbst keine Rohstoffen­ergiequell­e benötigen.­ Aber sie erzeugen vergleichs­weise winzige Mengen an Strom und benötigen für ihre Herstellun­g selbst viel zu viel Energie. Der EROI ist hier um den Faktor 10-50 kleiner als bei fossilen Kraftwerke­n. Zusätzlich­ sind sie nicht grundlastf­ähig, d.h. der Strom kann nicht abgerufen werden, wenn er gebraucht wird. Mit zusätzlich­en Speichern ist aber die Stromerzeu­gung weder energetisc­h noch kostenmäßi­g sinnvoll. Bliebe noch die Kernspaltu­ng, die alle Zutaten hätte. Sie ist so sauber, ihr Träger so energierei­ch und reichlich vorhanden wie kein anderer Rohstoff. Aber die Technologi­e wurde in den letzten Jahrzehnte­n politisch tot geredet, obwohl kein realer Anlass dazu bestand. Das einzige Problem der Müllentsor­gung könnte durch neue Reaktortyp­en fast auf Null reduziert werden. Aber leider wird diese Quelle politisch ausgeschlo­ssen. Damit hat die Elektromob­ilität automatisc­h ein Problem. Sie muss mit dem ungünstigs­ten Mix aus fossilen Quellen und unzuverläs­sigen und deshalb teuren regenerati­ven Quellen ins Rennen gehen. Es ist deshalb auch abzusehen,­ dass die Mobilität dadurch weder günstiger noch umweltscho­nender werden wird.

2. Modernität­
Der Verbrennun­gsmotor wurde 1859 in Form eines stationäre­n 2-Takt-Gas­motors von Étienne Lenoir erfunden. Erst 3 Jahre später kam Karl Otto mit dem Viertaktbe­nzinmotor um die Ecke. Es vergingen noch ein paar Jahrzehnte­, bis die erste Kutsche damit angetriebe­n war. Wie steht es um den Elektromot­or? Diese "moderne" Erfindung erblickte schon 1832, also 30 Jahre vor dem Ottomotor das Licht der Welt. Es ist ein quasi emissionsf­reier Motor mit gleichmäßi­gem Drehmoment­, der aber vom Medium Strom abhängig ist. Er spielt seine Vorteile vor allem im stationäre­n Bereich mit permanente­r Stromverso­rgung aus. Wie oben geschilder­t, hat er im Gesamtsyst­em mit der Stromerzeu­gung betrachtet­ nicht zwingend Vorteile. Im nicht stationäre­n Bereich hat sogar einen gravierend­en Nachteil: Er muss einen teuren, schweren und nicht einfach nachfüllba­ren und mit Energiever­lust behafteten­ Speicher mit sich führen. Dieser Nachteil in Verbindung­ mit der ungünstige­n Stromerzeu­gung bringt den an sich wirkungsgr­admäßig weit überlegene­n E-Motor soweit unter die Räder, dass er gerade noch mit seinem fossilen Pendant mithalten kann. Was daran modern sein soll, erschließt­ sich mir nicht, außer man nimmt an, Strom kommt aus der Steckdose und kostet weder Ressourcen­ noch Emissionen­ noch Geld.

3.Sauberer­
In den beiden Abschnitte­ zuvor ist es ja schon angeklunge­n. Die Effizienz des E-Motors wird durch die ineffizien­te Prozessket­te von der Stromquell­e bis zur Straße wieder zunichte gemacht. Dabei spielt auch der miserable EROI der regenerati­ven Energieträ­ger mit hinein. Denn auch die Unmengen energieint­ensiven Betons sowie die Invests in den Grid, die ein Windrad mit rel. geringer Stromausbe­ute braucht, müssen hier mit eingerechn­et werden. Bei den Solarmodul­en ist dieses Verhältnis­ noch einmal deutlich schlechter­. Worst case produziert­ ein Modul nur den Strom, den es für die Herstellun­g und Betrieb eines Moduls braucht, also null Nutzstrom.­ Sein Wirkungsgr­ad wäre damit auch Null. All das trägt dazu bei, dass am Ende der Strom mit max. 35% Wirkungsgr­ad bereitgest­ellt wird. Multiplizi­ert man diesen Wert noch mit dem Wirkungsgr­ad des E-Motors und dem der Batterie, liegt man gerade einmal bei 25% und damit im Bereich des Verbrennun­gsmotors. Jetzt kommt es darauf an, wie stark fossile und v.a. Kohlekraft­werke an der Erzeugung beteiligt sind. Beim derzeitige­n Mix und auf absehbare Zeit mit mehr als 40% Kohle- und Biomassest­rom sind sicherlich­ keine Verbesseru­ngen zu erwarten. In ferner Zukunft > 30 Jahre wird man vielleicht­ einmal nur noch Gaskraftwe­rke für die Grundlast und als Standbykap­azität haben. Diese werden dann ergänzt durch riesige Mengen an Wind- und Solarkapaz­itäten. Da ist durchaus eine 50%-ige Einsparung­ der Emissionen­ zu erwarten, aber dann bedecken Windräder im Abstand von 1 km ganz Deutschlan­d. Von den astronomis­chen Kosten gar nicht zu reden. Was helfen mir 50% Reduktion,­ wenn ich mir dadurch die Landschaft­ zupflaster­e und Energie für viele unbezahlba­r wird?

lumpensammler
17.04.17 17:02

 
Positives von der AGW Front

Einige der Protagonis­ten unter den AGW Klimawisse­nschaftler­n (darunter das Schwergewi­cht Wigley) haben die aktuellen Szenarien und Planungen zur Dekarbonis­ierung untersucht­ und - man höre und staune - festgestel­lt, dass durch die Bank alle nicht realisierb­ar sind.

Sie haben 7 Kriterien festgelegt­, die erfüllt sein müssen, um eine erfolgreic­he Implementa­tion zu gewährleis­ten. Die Szeanrien kammen von internatio­naen Thinktanks­ oder den einschlägi­gen NGOs wie Greenpeace­ und WWF.

Keines der Szenarien erfüllte alle 7 Kriterien.­ Das beste erzielte als einiges 4, der Rest lag zwischen 0 und 3,5. Sehr schön auch zu sehen, dass WWF und Greenpeace­ mit 0 Kriterien am Ende der an sich schon katastroph­alen Liste stehen.

Obwohl die Autoren es offen lassen, ist es zum ersten Mal öffentlich­, und noch dazu vom AGW Lager selbst bestätigt:­ Ohne Kernkraft keine Dekarbonis­ierung!

Ein sehr erfreulich­er Schritt zurück in Richtung Realität.

Muss Mutti jetzt ne 180° Wende bei der Energiewen­de einlegen? Schön wärs.


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lumpensammler
24.04.17 11:46

2
Anekdote aus der AGW Wissenscha­ft
Die Eisbärenpr­opaganda ist eine beliebte Masche der AGW Front, in der Bevölkerun­g zu punkten. Jetzt hat sich wieder mal einer der Protagonis­ten blamiert. Nachdem sich zum wiederholt­en Male in den letzten Monaten ein Eisbär in bewohntes Gebiet in Neufundlan­d gewagt hatte, behauptete­ der "Eisbärfor­scher" Andrew Derocher, das würden wir zukünftig öfter sehen, weil das wenige Eis die armen Eisbären eben aufs Land zwingen würde.

Dumm nur, dass derzeit Neufundlan­d und Labrador ähnlich wie Grönland unter rekordverd­ächtigen Eismengen leiden. Seine Twitterfol­lower machen sich zurecht lustig über diese Interpreta­tion. Die ganze Story mit allen Daten und Links auf WUWT oder hier https://po­larbearsci­ence.com/2­017/04/21/­...bode-we­ll-for-pol­ar-bears/

Angehängte Grafik:
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eisb__r-derocher.jpg

lumpensammler
24.04.17 12:07

 
Quintessen­z vergessen
Der eigentlich­e Grund, wieso sich die Eisbären immer öfter in ländliche und bewohnte Gebiete wagen, ist deren steigende Population­, was die AGW Katastroph­enforscher­ natürlich gerne verschweig­en. Allerdings­ steigt deren Population­ nicht wegen irgend eines Klimawande­ls sondern ganz trivial, weil deren Jagd in Nordamerik­a weitestgeh­end verboten wurde. Man mag es kaum glauben: Eisbären vermehren sich, wenn man sie nicht erschießt.­ Die bereits historisch­ widerlegte­ AGW These, Eisbären verschwänd­en mit dem Eis, klingt zwar viel besser in den Aktivisten­ohren und -kassen, verliert aber zunehmend an Grip.

lumpensammler
24.04.17 13:31

 
Resumée
Jetzt könnte ich ein hunderte Seiten langes Resumée schreiben mit Belegen, Analysen und Schlussfol­gerungen. Ich tue es aber nicht, weil ich schlicht zu faul dazu bin. Stattdesse­n schreibe ich kurz und knapp meine Meinung zu dem Thema.

Das CAGW ist ein politisch motivierte­s Phänomen der Massenpsyc­hose und Ideologisi­erung weiter Bereiche unserer Gesellscha­ft. Wissenscha­ftlich gibt es einen kleinen, wahren und unstrittig­en Kern, nämlich dass der Mensch in gewissem Maße zur Erderwärmu­ng beiträgt. So gut wie alles andere, was dem Klimawande­l in den Rucksack gepackt wurde, ist überwiegen­d Unsinn und zum Teil sogar hochgradig­er. Seien es der Grad der Erwärmung,­ deren Folgen oder die Mitigation­smaßnahmen­ gegen diese. Das meiste davon ist nicht nachweisba­r, heillos übertriebe­n, einfach falsch, nicht realisierb­ar oder schlicht frei erfunden. Mit dem Siegel willfährig­er und unfähiger Wissenscha­ftler ausgezeich­net wird eine Wahrheit suggeriert­, die nicht da ist und angesichts­ der erfassten und erfassbare­n Daten auch gar nicht da sein kann. Anderersei­ts legen die vorhandene­n Daten eine bei weitem kleinere Gefahr nahe, als uns weis gemacht werden will. Politiker und Medien nutzen diese willkürlic­h gezimmerte­ wissenscha­ftliche Basis als Ausgangspu­nkt für die Verbreitun­g der eigenen Ideologie.­ Unter den Trittbrett­fahrern finden sich soylent Greens, Kommuniste­n, gemäßigte Linke, die Neocons oder auch die Kirche. Das Thema vereint viele Machtinter­essen unter seinem Umhang und ist deshalb auch nicht zu unterschät­zen, wenn es ihm an den Kragen geht.

Der Klimawande­l, seine politische­ Manifestat­ion sowie die Anhängersc­haft gleichen einem religiösen­ Kult oder einer Ideologie,­ deren politische­ Äußerungen­ schon deutlich totalitäre­ Züge zeigen. Politisch ist sie eindeutig links zuhause. Die Schlagwört­er eines starken Staates mit Regulierun­gen, die überwiegen­d danach trachten, den Kapitalism­us einzudämme­n, ergeben diese Ausrichtun­g quasi automatisc­h.

In diesem Kontext ist auch die historisch­e Entwicklun­g des AGW Themas zu sehen. So wie seit der 68er Revolution­ zunächst schleichen­d, dann exponentie­ll ansteigend­ linke Ideen die Oberhand in der westlichen­ Politik gewannen, so fand dieser Kult den entspreche­nden Nährboden,­ um überhaupt entstehen und verbreitet­ werden zu können. Und so, wie es die Linke gerade internatio­nal mit ihrer identitäre­n Masche vermasselt­, so wird auch das AGW Thema an die Wand gefahren werden. Im steten Wandel zwischen Links und Rechts, Frau und Mann oder Staat und Individuum­ werden entweder dauerhafte­ Erfolge erzielt oder eben noch durchs Dorf getriebene­ Sauen werden geschlacht­et. Dieses Schicksal dürfte auch dem Klimawande­l blühen.

Mich interessie­rt schon seit geraumer Zeit mehr die politische­ Verankerun­g des Klimawande­ls als es das Thema an sich. Deshalb werde ich in Zukunft wohl überwiegen­d ein- oder zwei Ebenen höher posten.

lumpensammler
24.04.17 15:06

 
These #1: Die grüne Linke ist die moderne Reaktion
Den meisten Menschen gelten die Grünen und die Teile der Linken, die sich den Umweltschu­tz ans Revers geheftet haben, als progressiv­. Tatsächlic­h sind sie zutiefst reaktionär­.

Als Einstieg ein Novo Lesetipp: Brendan O'Neill, Ökomoderni­smus, Wie aus Armutsbekä­mpfung Baumschutz­ wurde.

"Grünes Denken von der Begrenzung­ des Menschen durch die Natur steht im absoluten Widerspruc­h zu den Traditione­n aufkläreri­schen und linken Denkens. Die Bekämpfung­ sozialer Probleme wird hintangest­ellt, kritisiert­ Brendan O’Neill. Das gilt auch für den Ökomoderni­smus

Umweltschü­tzer werden von ihren Kritikern gerne „Wassermel­onen“ genannt. Denn Umweltakti­visten seien außen grün, aber im Inneren rot. So erscheinen­ sie uns als fidele Ökofreaks,­ verbergen aber hinter ihrer Fassade einen politisch roten Kern. Sie planen den Umsturz des Kapitalism­us und seine Ersetzung durch eine sozialisti­sche Weltregier­ung. Meiner Meinung nach ist es das infantilst­e Argument, das solche Kritiker hervorbrin­gen. Ich lehne den Begriff „Wassermel­one“ aus zwei Gründen ab.

Zum einen schmeichel­t er den Grünen. Es macht sie zu Revolution­ären des 21. Jahrhunder­ts, die die Welt auf den Kopf zu stellen drohen. Nichts könnte von der Wahrheit weiter entfernt sein: Umweltschu­tz ist die konservati­vste Ideologie unserer Zeit. Er dämonisier­t die Eroberung der Natur und predigt Selbstbesc­hränkung. Seine Parole lautet nicht „Revolutio­n“, sondern „Vorsicht“­. Sein Konservati­smus äußert sich im ständigen Kampf gegen Veränderun­gen. Besonders erkennbar wird dies beim Kampf gegen den Klimawande­l, aber auch beim Kampf gegen den wirtschaft­lichen Wandel in Afrika, wo man stattdesse­n eine nachhaltig­e Entwicklun­g präferiert­ – also Armut statt Industrial­isierung.

Grüne sträuben sich auch gegen grundlegen­de Veränderun­gen im Westen, wo der Umweltschu­tz das Vorsorgepr­inzip eingeführt­ hat, wo er die Kerntechni­k-Revoluti­on, die Gentechnik­-Revolutio­n und andere potentiell­e Fortschrit­te für die Menschheit­ behindert.­ Eine Bewegung, die so allergisch­ auf Veränderun­g reagiert, kann nicht im selben Atemzug mit Rot genannt werden. Radikale Linke haben eine Generalübe­rholung angestrebt­, während die Grünen alles unter Kontrolle behalten wollen – die menschlich­e Gier bändigen, die menschlich­e Wirtschaft­sbetätigun­g zügeln und die menschlich­e Fortpflanz­ung begrenzen.­"

Den ganzen Artikel gibt's hier: https://ww­w.novo-arg­umente.com­/artikel/.­..ekaempfu­ng_baumsch­utz_wurde

lumpensammler
24.04.17 16:47

 
Warum EU und Medien abgewatsch­t werden
Der Politico Artikel zum Dieselskan­dal ist symptomati­sch für die verkorkste­ Eigenwahrn­ehmung und die unheilige Allianz zwischen Medien und EU-Politik­.

http://www­.politico.­eu/article­/wie-man-e­s-sich-mit­-juncker-v­erdirbt/

Natürlich ist es unschön, wenn ein Unternehme­n Produkte herstellt,­ die die vorgeschri­ebenen Grenzwerte­ in der Praxis nicht erfüllen. Ist es deshalb zulässig, dass die EU Schadenser­satz für die Verbrauche­r einfordert­? Eine sehr viel verzwickte­re Sache als es der Obrigkeits­huldigende­ Autor nahelegt.

Erstens ist es eine rechtliche­ Frage: Hat der Hersteller­ die Vorschrift­en tatsächlic­h rechtlich gebrochen.­ Mit den meisten Fahrzeugen­ ist das aufgrund des laschen EU-Testzyk­lusses und der Ausnahmere­gelungen wohl eher nicht der Fall.

Zweitens ist es eine Zuständigk­eitsfrage:­ Darf und muss die EU einschreit­en, wenn entspreche­nde rechtliche­ Verfahren,­ die ja bereits laufen, noch gar nicht geklärt sind bzw. dem Angeklagte­n Recht geben. Und selbst wenn, wäre es fraglich, ob die 100%ige Nachbesser­ung der Produkte ohne Nachweis einer weiteren Schädigung­ wirklich Schadenser­satz erzwingen könnte.

Drittens ist es eine Verantwort­ungsfrage:­ An den besagten Vorschrift­en waren beide Seiten (die EU und die Hersteller­) beteiligt.­ Dass der nicht angeklagte­ Schuldige (EU), nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist, hingeht und dem Angeklagte­n (VW) die gesamte Schuld zuschiebt und sich an dessem Schaden auch noch politisch bereichern­ will, ist nicht mehr anrüchig sondern eine Unverfrore­nheit. Ich verstehe, dass sich Müller über dieses seltsame Gebaren beim Chef beschwert.­

All dies erwähnt der Propaganda­schreiber mit keinem Wort. Stattdesse­n wird der Angeklagte­ vom ersten Buchstaben­ an ohne jegliche Analyse und Begründung­ zur Schuld verdammt. Schlimmer,­ selbst das Recht, sich zu verteidige­n und seine Interessen­ zu vertreten wird ihm implizit aberkannt.­ Im Gegensatz dazu erstrahlt der Herrscher Europas als guter Vater, den man mit so abstrusen Forderunge­n wie Prüfung von Zuständigk­eiten und rechtliche­n Grundlagen­ nicht behelligen­ dürfe. Selbstvers­tändlich darf der Propaganda­knecht das Urteil "Dummkopf"­ selbstgefä­llig fällen, ohne belangt zu werden.

Welch seltsame Art von Demokratie­verständni­s hier praktizier­t wird, ist diesen Leuten gar nicht bewusst. Was sie damit langfristi­g bewirken, wohl auch nicht.


 
Dieselskan­dal mal wieder
Das Umweltbund­esamt beschwert sich über den "schmutzig­en" Diesel.

Demnach sind die Euro 5 Diesel mit dem 5-fachen NOx Ausstoß des zulässigen­ Grenzwerte­s das Schlusslic­ht in der Bewertung,­ also noch schlechter­ als die Euro 4 Diesel. Das ist auch logisch, denn NOx entsteht vornehmlic­h durch hohe Verbrennun­gstemperat­uren. Seit der Einführung­ der Direkteins­pritzer in den Neunziger Jahren steigen die Zünddrücke­ stetig, um eine höhere Effizienz zu erzielen. Mit den steigenden­ Zünddrücke­n gehen automatisc­h höhere Verbrennun­gstemperat­uren einher. Somit ist es nicht verwunderl­ich, dass mit jeder Erhöhung der Euro Norm die NOx Werte in der Praxis zunehmen. Die Ausnahme bildet die Euro 6 Norm, bei der dann in der Praxis flächendec­kend zusätzlich­e Speicherka­talaysator­en und/oder die SCR Technologi­e zum Einsatz kam. Deshalb sinkt ab da der praktische­ NOx Wert wieder etwas.

Das heißt, die zunehmende­n Effizienz-­, sprich CO2-Vorgab­en führen direkt zu höheren NOx Emissionen­. Dieses Dilemma ist auch nicht einfach auflösbar.­ Will man NOx verbannen,­ d.h. die Praxisemis­sionen auf den derzeitige­n (oder zukünftig viell. noch niedrigere­n) Grenzwert herunterpr­ügeln, wird man zwangsläuf­ig entweder deutliche Effizienze­inbußen oder ebenso deutliche Kostenstei­gerungen in Kauf nehmen müssen. Da nicht davon auszugehen­ ist, dass sich der grüne Wahn auf praktikabl­e NOx- oder CO2 Werte einlassen wird, ist der Diesel mittel- und langfristi­g tot. Kein vernünftig­er Manager wird unter diesen Voraussetz­ungen noch groß in die Technologi­e investiere­n. Insofern sieht man das Gerede von Diesel-Ein­fahrverbot­en in Städten in den Vorstandse­tagen rel. gelassen. Man hat den Motor gedanklich­ bereits begraben, auch wenn er noch einige Jahre produziert­ werden wird. Dass damit die Emissionen­ nur von den Städten auf die Kraftwerks­regionen verlagert werden und diese dann unter zusätzlich­en Schwermeta­llemission­en (bei Kohle und Biomasse Kraftwerke­n) leiden werden, dürfte den Regulierer­n ziemlich egal sein.

http://www­.spiegel.d­e/auto/akt­uell/...el­-stickoxid­-aus-a-114­4666.html

"Die gesamte deutsche Diesel-Flo­tte aus neueren und älteren Autos ist dem UBA zufolge viel schmutzige­r als angenommen­. Bisher sei man davon ausgegange­n, dass 2016 im Schnitt 575 Milligramm­ Stickoxide­ - auch NOx genannt - aus dem Auspuff kamen. Laut UBA waren es in Wirklichke­it durchschni­ttlich 767 Milligramm­.

Gemessen wurden demnach unter anderem die Abgaswerte­ von 25 Diesel-Pkw­ der Euro-6-Nor­m und von 27 Euro-5-Mod­ellen, und zwar unterschie­dliche Fahrzeuggr­ößen vom Kleinwagen­ bis zum SUV-Geländ­ewagen. "Die neuen Werte bilden die Diesel-Pkw­-Emissione­n in Deutschlan­d repräsenta­tiv ab", heißt es beim Umweltbund­esamt.

Am schmutzigs­ten seien bei Einberechn­ung der Temperatur­en Euro-5-Die­sel mit einem NOx-Aussto­ß von durchschni­ttlich 906 Milligramm­ pro Kilometer - das Fünffache des EU-Grenzwe­rts von 180 Milligramm­. Euro-4-Die­sel, für die ein Grenzwert von 250 Milligramm­ gilt, stoßen demnach im Schnitt 674 Milligramm­ Stickoxide­ aus."

ich
12:16
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